Kurt Albert (*1954 – †2010)
Die abschließenden Ermittlungen ergaben, dass ein Fremdverschulden für den Absturz von Kurt Albert (* 28.01.1954 in Nürnberg; † 28.09.2010 in Erlangen) am Höhenglücksteig auszuschließen ist.
Der Unfall ereignete sich ende September am beliebten Höhenglücksteig in der Hersbrucker Schweiz (ca. 30 KM östlich von Nürnberg) gelegen. Kurt Albert war hier als einer von drei Führern im Rahmen einer geführten Begehung mit weiteren 17 Teilnehmern unterwegs.
Diese 17 Teilnehmer waren auf die 3 Führer in 3 Gruppen aufgeteilt worden. Kurt Albert führte hierbei die erste Gruppe an und war somit in vorderster Front und stürzte somit im Sichtbereich nur weniger Teilnehmer ab. Der Absturz geschah in der 1.Sektion des Höhenglücksteig im Bereich ‘Scharfes Eck’.
Berichten des Wochenblatts zufolge war Kurt Albert laut Augenzeugenberichten mit den Füßen abgerutscht und dann über 2 Steilstufen abgestürzt; zunächst auf ein ca. 10 Meter tiefer liegendes Band (wo auch seine Mütze gefunden wurde) und dann nochmal 8 bis 9 Meter tiefer auf den darunter verlaufenden Wanderweg unterhalb des Felsmassivs. Einen Kletterhelm hatte Kurt Albert nicht getragen, wohl aber einen Klettergurt samt entsprechender Sicherungsschlinge (Bandschlinge) und Karabiner.
Die Rekonstruktion am Unfallort ergab, dass der Karabiner von Kurt Albert am Drahtseil des Klettersteigs eingehängt war – es liegt daher die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um möglichen versehentlichen Handhabungsfehler durch den Verunglückten handelte.
Vermutlich hatte sich der Karabiner beim Einhängen in das Sicherungsstahlseil unabsichtlich aus der in den Klettergurt zur Selbstsicherung eingebundenen Bandschlinge gelöst (ohne dass es Kurt Albert bemerkt hatte). Hinweise auf einen Materialfehler haben sich laut Polizeipräsidium Oberpfalz nicht ergeben.
Quellen: wochenblatt.de; Nürnberger Nachrichten
kleiner Rückblick – der ‘Lebemensch’ Kurt Albert – ein fränkisches Original!
Eines der bekanntesten Bücher in der Kletterszene ist das Buch “Fight Gravity – Klettern im Frankenjura“. In den 1970er und 1980er Jahren gelangen Kurt Albert im Frankenjura zahlreiche free solo Begehungen.
Seine langjährigen Wegbegleiter am Fels und auf zahlreichen Expeditionen waren Stefan Glowacz und Holger Heuber. Kurt Albert gilt als Begründer des Rotpunkt klettern! Bereits in den 1970er Jahren war er schon sehr stark am Fels unterwegs.
mehr Infos über Kurt Albert
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