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Neuling bittet um Rat ….
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Hallo liebe Kletterfreunde ….
seit einiger Zeit surfe ich Tage lang durch das Internet um einen weiteren Sport zu suchen der einen Freude bereitet. Glücklicherweise bin ich gestern auf das Klettersteigen gestossen. Es hat mich sofort gepackt als ich mir Berichte und Videos angeschaut habe.
Mit meiner Freundin bin ich im Urlaub auch sportlich unterwegs. Dieses Jahr sind wir von Salzburg aus mit den Fahrrad nach Kroatien gefahren. Sportlich sind wir, aber ich weiss auch das eine andere Sportart auch andere Vorraussetzungen erfordert.
Wie gesagt bin ich bzw. wir ganz neu in dieser Thematik. Kletterpark, Bungee Jumping, Tandemsprung, vom Hochhaus abseilen habe ich alles hinter mir. Also Angst vor der Höhe habe ich nicht.
Bei meiner Freundin sieht es ein bisschen anders aus. In Sachen Höhe ist sie etwas ängstlich.
Ich möchte sie aber gerne mit in dieser Sportart einbinden.
Wir haben vom 23.09. – 04.10. Urlaub. Wir würden dann gerne in Garmisch-Partenkirchen Urlaub machen.
Welche Klettersteige könnt ihr empfehlen? Sollte man eventuell erstmal eine Klettersteigschule (Grundkurs) besuchen? Welche Schule bietet sich dann an?
Für mich kann es so spektakulär wie möglich sein .. Steil hoch, Hangeln ect. Ich möchte meine Freundin ja nicht gleich abschrecken. Gut wären Vorschläge die man zusammen begehen kann und wenn es mir nicht reicht auch 1, 2 Alternativen die ich alleine besteigen kann und Frau ruht sich aufn Zeltplatz aus
Ich habe mir auch Videos vom Königsjodler angeschaut. Da hat es gleich gekribbelt im Bauch. Wir kommen aus den Norden, Mecklenburg Vorpommern. Deshalb wäre es uns nur möglich im Urlaub solche Ausflüge zu machen.
Ist es so irgendwann machbar auch den Königsjodler zu besteigen. Oder gehört dazu ständiges Training?
Könnt Ihr ein Buch über das Klettersteigen (Know How) empfehlen. Ich finde im Netz nur Bücher wo Klettersteige beschrieben werden. Ich möchte aber gerne ein Buch wo alles beschrieben ist. Wie man sich sichert. Wie man sich verhällt in den Bergen ect.
Ich danke für hilfreiche Antworten …..
Lg aus den Norden
Panschi
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In aller Kürze:
1. ein Klettersteigkurs ist immer gut, besser von einer DAV-Sektion als von einem kommerziellen Anbieter (da gibt's in GAP sicher eine Reihe von …)
2. Buchtipp:
** you do not have permission to see this link **
Die anderen KS-Bücher (Schall-Verlag!) bieten aber auch immer ein kurze Einführung zu Tourenplanung, Sicherheit, Technik usw.
3. Erst mal langsam anfangen und ein Gefühl fürs [link removed], Kraxeln mit Hinzunahme der Hände, Klettersteigen entwickeln. Da gibt's in GAP sicher viele Möglichkeiten, z.B. Hupfleitenjoch, Rinderscharte, Riffelscharte usw. Dann die Alpspitz-Ferrata angehen und entweder über Nordwandsteig runter/zurück oder Mathaisenkar runter. Der Abstieg über die Ostschulter Alpspitze oder das Mathaisenkar sind so Gradmesser, was bergtechnisch für Einsteiger geht.
Und irgendwann, wenn Kondition, Technik, Kraft usw. stimmen, darf man dann auch an den Königsjodler denken
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Hallo Panschi,
UD hat eigentlich schon alles Wichtige gesagt. Ich schlage Dir auch vor, beim DAV einen Klettersteigkurs zu machen,
aber natürlich kann man sich das auch selbst nach und nach beibringen.
Auf jeden Fall braucht ihr natürlich ein Klettersteigset mit Gurt, Helm und möglichst auch Handschuhen.
Im Garmischer Raum fällt mir auch spontan der Klettersteig auf die Alpspitze ein, da dieser nicht allzu schwer ist.
Oder stöber einfach mal hier auf der Homepage rum. Z.B. gibt es auch noch zwei kleinere Klettersteige auf das Ettaler
Manndl oder den Kofelsteig-Klettersteig – vielleicht ist das ja zum Eingewöhnen genau das Richtige für Deine Freundin.
War sie schon mal in den Bergen aktiv?
Wenn Deine Freundin etwas Höhenangst hat, dann bietet sich auf jeden Fall das Üben in einem Hochseilgarten an, falls
sie das noch nicht gemacht hat. Dort kann man ja verschiedene Elemente wie Brücken, schmale Stege etc. trainieren,
die es ja auch in Klettersteigen gibt.
Ich hätte da auch noch einen Buchtipp:
** you do not have permission to see this link **
Ansonsten sind die KS-Atlanten vom Schall-Verlag eine gute Grundlage für die Planung einer Klettersteigtour.
Ich hoffe, ich konnte Dir etws weiter helfen.
Grüße
Tobi
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moin panschi.
da hamm dich die 'experten' nebenan, bei kletterstieg.de, schoen abgewatscht, was? –>
–> mach nen klettersteigkurs in garmisch….z.b. auf die alpspitze und lass dir alles zeigen was noetig ist. klettersteiggehen ist fuer den newbee gefahrlicher als man denkt!
danach steigere deinen anspruch, respektive den schwierigkeitsgrad der tour.
als richtschnur sollte dir als anfaenger folgender spruch dienen:
klettere nur hinauf wo du auch leicht wieder hinunterklettern koenntest.
bedenke du hast KEINE alpine erfahrung……wenn du dich selbst oder gar deine freundin vom berg retten muesstest……was wuerdest du tun?
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-LePanschi- wrote:Hallo liebe Kletterfreunde ….
Wir haben vom 23.09. – 04.10. Urlaub. Wir würden dann gerne in Garmisch-Partenkirchen Urlaub machen.
Welche Klettersteige könnt ihr empfehlen? Sollte man eventuell erstmal eine Klettersteigschule (Grundkurs) besuchen? Welche Schule bietet sich dann an?
Ich danke für hilfreiche Antworten …..
Lg aus den Norden
Panschi
Moin Panschi
Als Klettersteigschule kann ich dir die Männer und Frauen von Vivalpin empfehlen. Bei denen war ich, vor mittlerweile 7 Jahren, auch. Die bieten immer einen 2 tägigen Einsteigerkurs auf die Alpspitze an.
** you do not have permission to see this link **
Gruß Uwe
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Hallo Panschi,
erst einmal willkommen im Forum.
Ich habe das Gefühl, du vergleichst Äpfel mit Birnen. Ich Zitire:
„Dieses Jahr sind wir von Salzburg aus mit den Fahrrad nach Kroatien gefahren.
Kletterpark, Bungee Jumping, Tandemsprung, vom Hochhaus abseilen habe ich alles hinter mir.“
Dass man eine gewisse Grundkondition hat, ist schon sehr wichtig, aber keine dieser Sportarten kann das Klettersteiggehen simulieren. Was hier an Technik hilft, wäre klettern auf Ein- und Mehrseillängenrouten. Aber ich habe gute Kletterer aus Klettergärten erlebt, denen im Klettersteig die Kondition ausgegangen ist und mit dem Seil herausgeholt werden mussten – aber zumindest beherrschten sie die Technik.
Lange Fahrradtouren geben Langzeitkondition, beanspruchen aber grundsätzlich andere Muskelgruppen als das Klettersteigen. Auf der Radtour kannst du einfach mal am Wegesrand eine größere Pause machen und essen, im klettersteig sieht das ganz anders aus.
Kletterpark unterstützt das Geschicklichkeits- und Höhenangsttraining, sonst finde ich, ist das Teil vollkommen sinnlos.
Bungee Jumping und Tandemsprung (mit Pilot) sind eine reine Überwindungssache, hat mit klettern nicht im geringsten etwas zu tun.
Das abseilen vom Hochhaus – also das Abseilen in einem Kletterkurs mit tollen Kameraden dürfte eine ganze Ecke mehr Spaß machen – ist aber wohl Ansichtssache.
Das sind aber alles „Sportarten“, bei denen du für dich allein verantwortlich bist, wenn etwas passiert, bist du der Leidtragende. In den Bergen allgemein, in (u.a.) Klettersteigen ins besondere, kann ein Fehler von dir andere Klettersteigler unter dir ebenso in Bedrängnis bringen, bzw. den Einsatz von den Bergrettern erfordern.
Klettersteigen ist immer ein Partnersport, du solltest dazu auch die notwendigsten Grundkenntnisse in Selbst- und Fremdrettung haben. Das lernt man alles in guten Klettersteigkursen des DAV.
Zitat: „Für mich kann es so spektakulär wie möglich sein“
Ich denke – das ist meine persönliche Meinung – mit der Einstellung bist du in den Bergen fehl am Platz. In den Bergen ist der Respekt vor dem Berg und der Natur das oberste Gebot, gepaart mit Kameradschaft und Rücksicht.
Bei allem was du in den Bergen machst, brauchst du (Sicherheits)Reserven – in der Kleidung, in der Kondition, im Wetter, in der Zeit, in der Psyche und in der Technik. Der größte Fehler ist, sich zu überschätzen und den Berg zu unterschätzen!
Wir gehe gernen auf Hütten, machen Hüttenwanderungen, alpine Klettersteige und gehen bis zum Anfang der extremen Sportklettersteigen – kurze Abschnitte D/E und E.
Aber das Erlebnis Berg, die Tiere und Pflanzen, der Mensch hat immer den Vorrang.
Warum schreibe ich das alles?
Wir haben gerade am vergangenen Sonntag zwei Männer erlebt, die vom Klettersteigen keine Ahnung hatten, aber ihre absolut unerfahrenen Partnerinnen in einen Klettersteig mitnehmen wollten, der senkrecht, oft abdrängend ist und in dem man längere Strecken in der Schwierigkeit C/D klettern muss. Gott sei Dank haben die Frauen den Männern gezeigt, wo es lang geht!
Das alles bestärkt nur die leidige Anti-Klettersteig Diskussion.
Nichts für ungut.
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Servus Panschi,
Die Grundsätze (Auswahl!!), die Paul Preuß für das Klettern formuliert hat, lauten im Einzelnen:
1.„Bergtouren, die man unternimmt, soll man nicht gewachsen, sondern überlegen sein.“
2.„Das Maß der Schwierigkeiten, die ein Kletterer im Abstieg mit Sicherheit zu überwinden im Stande ist und sich auch mit ruhigem Gewissen zutraut, muss die oberste Grenze dessen darstellen, was er im Aufstieg begeht.“
(Quelle: Wiki)
Soviel zum Thema Überschätzung, bzw. zum Thema, was Du Dir zutrauen solltest. Zu Lehrgängen etc. haben ja schon die anderen ausreichend Kommentare abgegeben. Ansonsten (möchte es mal nicht so pathetisch wie Möhrchen sagen), machst Du hier einen ziemlichen Spagat zwischen Bergen und Fun. ich will das eine nicht vom anderen strikt trennen (wäre ja Quatsch, da mir die Berge auch Spaß machen), aber ich tue mich schwer “Berge – Spektakulär” ohne Widerspruch zu verbinden. Berge sind aus sich heraus schon “spektakulär”. Und ein Klettersteig (im eigentlichen Sinn und Kerngedanken) muss nicht unbedingt spektakulär sein, um Spaß zu machen. Nur, was wir “spektakuläres” da manchmal reinbauen… ist teils,… aber das Thema hatten wir ja neulich.
Ich denke mal, Du gehst schon mit der richtigen Einstellung da ran und es kommt vielleicht nicht so richtig rüber Nur: Trenne bitte den Königsjodler von einem Fun-Steig! Die klassischen Fun-Steige (=spektakulär), kannst Du sicherlich auch als “Nordlandtiroler” ohne große Bergerfahrung machen (hier wird “schwer” rein über Armkraft und Psyche (Höhenangst) definiert). Für einen richtig schweren Alpinsteig (Königsjodler, Tabaretta usw.) brauchst Du eher längere Bergerfahrung umd so was genießen zu können (ok, Ausnahmen bestätigen die Regel). Hier kann Dir aber auch ein Kurs die eigene Erfahrung und das Herantasten nicht abnehmen (hm, da fällt mir ein: ich habe noch nie einen Kurs für Klettersteiggehen besucht , aber auch so die letzten 37 Bergsteigerjahre und 750 KS irgendwie überlebt ).
In diesem Sinne: Viel Spaß und … halte Dich immer an den Preuss!
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Oh, das bringt mich doch wieder zurück auf den Boden der Tatsachen!
Da werde ich meinen Freund bei der Auswahl für unsere gemeinsame erste Tour (nur meine erste, seine gefühlte 1000 Tour) erstmal bremsen,
ich möchte nicht mitten am Berg hängen und es geht weder rauf noch runter!
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass vor allem Männer dazu neigen, direkt die härtesten und schwierigsten Touren auszusuchen, Vorsicht Mädels!!!
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Rosanna wrote:Oh, das bringt mich doch wieder zurück auf den Boden der Tatsachen!
Da werde ich meinen Freund bei der Auswahl für unsere gemeinsame erste Tour (nur meine erste, seine gefühlte 1000 Tour) erstmal bremsen,
ich möchte nicht mitten am Berg hängen und es geht weder rauf noch runter!
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass vor allem Männer dazu neigen, direkt die härtesten und schwierigsten Touren auszusuchen, Vorsicht Mädels!!!
die guten tun das nicht
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Rosanna wrote:Ich kann mir auch gut vorstellen, dass vor allem Männer dazu neigen, direkt die härtesten und schwierigsten Touren auszusuchen, Vorsicht Mädels!!!
Ob das Carbo auch so sieht? –>
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Julian wrote:Rosanna wrote:Ich kann mir auch gut vorstellen, dass vor allem Männer dazu neigen, direkt die härtesten und schwierigsten Touren auszusuchen, Vorsicht Mädels!!!
Ob das Carbo auch so sieht? –>
–> die hat ja ihre erste Tour schon etwas hinter sich.
