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  • Österreichische Klettersteige

    aktualisiert 13 Jahre, 11 Monat aktiv. 7 Mitglieder · 23 Beiträge
  • avicularia

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 08:36

    Hallo zusammen!

    Ich möchte in meinem Urlaub im August einige Klettersteige ausprobieren:

    – Berchtesgadener Hochthron Klettersteig

    – Grandlspitz und Königsjodler am Hochkönig

    – evtl. noch den Johann KS am Dachstein

    gibt es von euch, die ihr vielleicht schon einen dieser aufgeführten KS begangen habt, Tipps oder einfach noch mal einen Erfahrungsbericht?

    Wäre sehr dankbar darüber.

    MfG

    Jens

  • Sandra

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 09:31

    Servus Jens!

    Der Hochthronsteig zählt zu meinen Favoriten. Er ist super schön zu klettern und der Ausblick ist genial! Welche Fragen hättest Du dazu?

    Andere Frage: Welche Steige hast Du bis jetzt schon gemacht? Mit Königsjodler und Johann hast Du Dir schon welche von den schwierigeren/anstrengenderen Steigen ausgesucht! –><img class= –>

  • avicularia

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 11:44

    Ja richtig die sind von der schweren Sorte.

    Bin aber mit einer Alpinschule unterwegs. Klettersteig bin ich nur im Industriepark in Duisburg öfter unterwegs. Ist zwar kurz, aber vom Schwierigkeitsgrad mit D/E angegeben. Diesen mache ich dann immer einige male hintereinander zum trainieren. Bin auch oft in einer Kletterhalle oder hänge an meiner selbstgebauten Kletterwand zu Hause (4m hoch).

    Ich habe im I-net alle Touren ausgiebig erforscht, aber wirkliche Berichte und Erfahrungen von KS-Gehern sind mir da doch lieber.

    Welche Muskeln machen bei einem sehr langen Steig am ehesten schlapp? Worauf sollte ich beim Training mein Hauptaugenmerk setzen?

    Wo gab es bei euch bzw. euren ersten schwereren Steigen Probleme?

    MfG

    Jens

  • wolf

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 12:43

    moin jens.

    ich lese aus deinen zeilen dass du also noch wenig bis keine klettersteigerfahrung hast, daher dich auch sinnvoller weise einer alpinschule angeschlossen hast.

    ich will dir deine unternehmung sicher nicht madig machen, kenne auch deine sonstige alpine erfahrung/fitness nicht, aber zwischen ein paarmal hintereinander nen D/E im kletterpark und einer 8 stunden tour auf nem durchweg schweren klettersteig inkl. gepaeck auf dem ruecken und in hochlapiner umgebung….das sind 2 paar schuhe. lass dich da auch nicht von den angeboten und dem manchmal schon argen “schoengerede” mancher kommerzieller fuehrer blenden. auch mit bergfuehrer ist das kein zuckerschlecken….klettern, rucksack tragen und aufsteigen musst du schon noch selbst.

    ich gehe einfach mal davon aus dass dir die alpine erfahrung (noch) ein bisschen fehlt und sage: an deiner stelle haette ich mir meine ziele zunaechst etwas tiefer, will heissen, leichter gesteckt.

    zum training: naja….wenigstens 5-6 stunden in einem durchhgehend schweren bis sehr schweren steig, da machen im oberen koerperbereich meist irgendwann die unterarme schlapp. kondition ist natuerlich mitzubringen, allerdings helfen langstreckenlaeufe hier nur bedingt. stepper oder crosstrainer sind zum training besser geeignet und natuerlich berggehen mit rucksack (wenn kein berg vorhanden…treppensteigen –><img class= –> ).

    am besten auch 2-3 tage vor den touren anreisen und schonmal leichte bergtouren oder klettersteige zum eingewoehnen machen.

    denn auch wenn man es manchmal nicht glauben will….wenn man vom pott direkt in die berge und auf fast 3000 m ueberm meer geht, tut der schaedel doch manchmal weh und die puste ist mangels akklimatisierung auch ein bisschen weg.

    abschliessend kann ich nur nochmals meine eigene sicht der dinge darlegen….mir waer's als anfaenger (und jetzt im fortgeschrittenen alter wahrscheinlich schon wieder –><img class= –> ) ne nummer zu gross.

  • Stroty

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 13:02

    Tja, das mit den Muskeln ist so eine Sache. Wenn man in der senkrechten unterwegs ist wohl wirklich Bizeps und Unterarme. Das habe ich beim 2- Länder-Klettersteig damals gemerkt, der natürlich auch als Sportklettersteig tituliert ist. Der auf den Dachstein ist da sicher eine ganz andere Sache, wie Wolf schon gesgat hat sollte man die Höhe/das Hochalpine nicht unterschätzen. Im letzten Jahr von 1900m auf 3375m hochgestiegen. Wenn man das zu schnell angeht, dann platzt einem fast der Schädel. Wichtig ist sicherlich gleichmäßiges und bedachtes Gehen/Steigen. Man sollte nicht den Ehrgeiz haben, alles und jeden zu überholen oder sich von keinem überholen zu lassen.

    Ob da die anvisierten Steige für das erste Mal das richtige sind, wage ich zu bezeifeln……

  • avicularia

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 13:15

    Also ich bin sportlich sehr aktiv, trainiere 4-5 mal in der Woche Kraft im Studio und Ausdauer 2-3 mal in der Woche. Also jeden Tag was zu tun.

    Ich bin gerade 29 geworden und habe bis jetzt keine körperlichen Beschwerden.

    Natürlich gingen mir auch Zweifel durch den Kopf, da ich wenig Erfehrung habe mit Klettersteigen.

    Aber im alpinen Gelände kenne ich mich schon gut aus, da ich mehrmals im Jahr in Österreich bin und dort auch viel wandere.

    Die ausgesetztheit macht mir denke ich auch nicht viel aus, da ich Gleitschirmflieger bin.

    Nun sind nur noch 2,5 Monate bis dahin und da möchte ich mein Training natürlich noch mal gezielt auf diese Beanspruchung ausrichten.

    Und wenn ich im Urlaub ankomme ist erst mal zum “dran gewöhnen” ein kurzer Steig (Grandlspitz) dran.

    Wenn ich merke dass ich dort schwierigkeiten bekomme, dann kann ich mich immer noch umentscheiden.

  • wolf

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 13:15

    ….will mal noch schnell einen nachschieben.

    @jens: mach doch erstmal den hochthron um zu checken wo du so ks-technisch und konditionell stehst. wenn du den easy gemeistert hast, machst du den pidinger (D) auf den hochstaufen. auch hier relativ langer zustieg, laengere schwere passagen und ein laengerer abstieg.

    und nach den beiden entscheidest du ob das (du) signifikant steigerungsfaehig ist/bist.

  • Nobby

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 13:23
    avicularia wrote:
    Hallo zusammen!

    Ich möchte in meinem Urlaub im August einige Klettersteige ausprobieren:

    – Berchtesgadener Hochthron Klettersteig

    – Grandlspitz und Königsjodler am Hochkönig

    – evtl. noch den Johann KS am Dachstein

    gibt es von euch, die ihr vielleicht schon einen dieser aufgeführten KS begangen habt, Tipps oder einfach noch mal einen Erfahrungsbericht?

    Wäre sehr dankbar darüber.

    MfG

    Jens

    Hallo Jens,

    wenn Du so kletterst wie dein Nick (alias bird spider) verspricht, wirst Du sicherlich an vielen (einfacheren) Steigen wenig bis keine Probleme bekommen.

    Ich möchte mich aber ausdrücklich meinen Forumskollegen anschließen und Dir zum Einstieg in die Klettersteigmaterie doch eher etwas weniger lange und fordernde Steige anraten.

    Warum müssen es denn eigentlich für den Anfang gleich diese schweren Steige sein, gibt es dafür einen Grund?

    Wolf hat es Dir ja bereits geschrieben, auch eine Alpinschule kann Dir da nur bedingt behilflich sein, klettern und den Rucksack schleppen musst Du da eben auch alleine. Was noch hinzukommt ist die Ausgesetztheit dieser Steige, bist Du an solche luftigen Höhen gewohnt? Mit nachlassender Kondition auf diesen langen Steigen, ist es oft damit verbunden diese Ausgesetztheit gegen Ende (entweder Ende des Steiges oder eben Deiner Kräfte) hin noch drastischer zu empfinden. Das kann bis hin zu psychischen Blockaden führen, ohne Bergwacht geht dann meistens nichts mehr. Also ich will Dich nicht von Deinem Vorhaben abbringen jedoch will ich Dich zum Nachdenken anregen, ob das was Du vorhast wirklich Ideal und vor allem Sinnvoll ist.

    Edit: OK, hat sich meine Antwort wohl mit Deiner letzten überschnitten, da Du als Gleitschirmflieger an hohe Höhen gewohnt bist, ist die Ausgesetztheit wohl weniger das Problem, jedoch beim Gleitschirmfliegen denke ich mal brauchst Du nicht diese Kraft, was dann eben die Auswirkungen wie oben beschrieben nach sich zieht.

    Gruß

    Nobby

  • avicularia

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 13:23

    Danke Wolf, so werde ich das auch machen.

    Pidinger ist mir nur vom Hörensagen bekannt, aber der ist mit Kat.D ja dann auch nicht leichter.

    Werde wohl am ersten Tag den Grandlspitz KS machen, zweiten Tag den Hochthronsteig, und wenn ich dann sage die waren aber relativ leicht:

    …ab auf den Königsjodler

    Der Johann muss dieses Jahr nicht unbedingt sein.

  • Sandra

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 13:39
    avicularia wrote:
    Danke Wolf, so werde ich das auch machen.

    Pidinger ist mir nur vom Hörensagen bekannt, aber der ist mit Kat.D ja dann auch nicht leichter.

    Werde wohl am ersten Tag den Grandlspitz KS machen, zweiten Tag den Hochthronsteig, und wenn ich dann sage die waren aber relativ leicht:

    …ab auf den Königsjodler

    Der Johann muss dieses Jahr nicht unbedingt sein.

    Gute Entscheidung! –><img class= –>

    Beim Hochthron hast Du ca. 2 Std. Zustieg mit herrlichem Blick zum Watzmann. Vorm Einstieg nochmal ne kurze Pause und im Steig selber nochmal ne schöne Stelle (nach der Rinne) wo man ne Pause machen kann und die Aussicht geniessen! Der Steig selber ist sehr schön zu klettern. Zum einen Technisch und an einigen Stellen braucht man auch Armkraft!

  • thomas224

    Mitglied
    1. Juni 2012 at 15:58
    avicularia wrote:
    Danke Wolf, so werde ich das auch machen.

    Pidinger ist mir nur vom Hörensagen bekannt, aber der ist mit Kat.D ja dann auch nicht leichter.

    Werde wohl am ersten Tag den Grandlspitz KS machen, zweiten Tag den Hochthronsteig, und wenn ich dann sage die waren aber relativ leicht:

    …ab auf den Königsjodler

    Der Johann muss dieses Jahr nicht unbedingt sein.

    Hallo alle zusammen, Hallo Jens,

    ich habe jetzt schon öfters im Forum mitgelesen und will gerne auch meine Einschätzung zu den von dir gefragten KS geben…

    Ich komme aus Salzburg, KS gehe ich zwar selber noch nicht ewig lang – habe aber v.a letztes Jahr Einiges gemacht darunter den Hochthron den Königsjodler, Grandlspitz und die Anna-Johann-Schulter Combo…

    Ob mit deiner Erfahrung/Vorbereitung der Königsjodler/Johann eine gute Idee ist will und kann ich nicht beurteilen – Nach dem Hochthron sollte man auf jeden Fall

    eine ehrliche Standortbestimmung machen: Wenn der Hochthron völlig problemlos und mit deutlichen! Reserven gegangen ist sollte auch der Königsjodler (insbesondere mit professioneller Unterstützung möglich sein)

    Hochthron ist auf jeden Fall eine gute Idee um mit einem alpinen Klettersteig mit entsprechenden Zu und Abstieg vertraut zu werden – einer meiner Lieblingssteige wunderschöner Steig – sehr gut zu klettern – ich würde mit diesem Steig beginnen.

    Zuerst Grandlspitz dann Hochthron und dann wieder zurück zum Hochkönig verstehe ich nicht ganz. Grandlspitz wird oft als Eingehtour gemacht wenn auf der Erichhütte bzw. irgendwo in Dienten übernachtet wird und am nächsten Tag noch der Königsjodler gemacht werden soll – der Steig ist schön, allerdings im Verhältnis zum Zustieg doch recht kurz und teilt sich den Zustieg fast zur Gänze mit dem Königsjodler – dh. am Zustieg zum Königsjodler geht man den gleichen Zustieg dann noch einmal – will man vor dem Hochthron noch einen kürzeren Steig wäre vielleicht der Grünstein mit seinen Varianten auch einen Alternative…

    wir sind den Königsjodler im Jul2011 an einem Tag mit anschließenden Abstieg übers Birgkar gegangen – was ich so nicht jedem empfehlen würde – das Birgkar ist nach einem anstrengenden KS-Tag mit Vorsicht zu genießen – wobei ich jetzt nicht in die “Schauergeschichten” einstimmen will – wir hatten keine Probleme. Allerdings gab es heuer deutlich mehr Schnee dh. es sind auch im August ungute Schneefelder möglich und wer sich im ungesicherten steilen Schrofengelände nach einer anstrengenden KS Tour nicht wohl fühlt für den ist ohnehin die Variante mit Übernachtung und Abstieg zum Arthurhaus die bessere Alternative…

    Was mir am Königsjodler so gut gefallen hat, war das so oft ein Kraxeln am Fels möglich war (ich bin kein Sportkletterer, aber zb. in der Passage “Franzls Fantastica” musste ich glaube ich niemals ins Seil greifen – das habe ich so bei keinem anderen Steig in dieser Schwierigkeit erlebt) – landschaftlich ist der Jodler sowieso top

    Den Johann würde ich vom Gesamtanspruch sogar als weniger anspruchsvoll als den Königsjodler empfinden – (v.a da der Abstieg mit der Seilbahn möglich ist!) landschaftlich natürlich auch top und das Wandfeeling mit den Einblicken die Dachstein Südwand sind schon gewaltig – der Steig ist aber halt doch sehr eisenhaltig (ohne die vielen Stifte hätte man sonst auch nichts zu lachen). Die Einstiegsstelle die mit E bewertet ist habe ich persönlich dank der vielen Stifte als nicht so schwer empfunden (sicher man braucht etwas Kraft – aber manche D/E Stellen fand ich da andernorts schwerer). Als Zustieg ist der Anna KS auf jeden Fall zu empfehlen – glaube nicht das man sich am Normalzustieg soviel Kraft spart – und wer sich am Einstieg zum Johann den Steig dann doch nicht zutraut hat mit dem Anna KS alleine auch schon eine schöne Tour gemacht. Ob man sich am Ausstieg noch den Gipfel antut muss jeder selber wissen – ich war vorher noch nie Gipfel deshalb haben wir es letztes Jahr gemacht – beim nächsten Mal werde ich darauf wahrscheinlich verzichten…

    lg. Thomas

  • avicularia

    Mitglied
    2. Juni 2012 at 15:14

    Danke für die ausführliche Antwort!

    Genau so werde ich das auch machen…

  • wolf

    Mitglied
    2. Juni 2012 at 20:07
    avicularia wrote:
    Danke Wolf, so werde ich das auch machen.

    Pidinger ist mir nur vom Hörensagen bekannt, aber der ist mit Kat.D ja dann auch nicht leichter.

    noe, aber kuerzer. –><img class= –>

  • avicularia

    Mitglied
    2. Juni 2012 at 20:49

    Was packt ihr eigentlich alles ein in den Rucksack?

    Und wieviel Wasser?

  • Sandra

    Mitglied
    2. Juni 2012 at 22:25
    avicularia wrote:
    Was packt ihr eigentlich alles ein in den Rucksack?

    Und wieviel Wasser?

    Kommt immer auf die Touren drauf an! Wenn sie talnah sind, keine langen Zustiege haben und das Wetter stabil ist, hab ich eigentlich nur 1 Liter Wasser dabei und Erste Hilfe Set. Bei längeren Touren (Tagestour) sinds mindestens 2 Liter Wasser, Regenjacke, Erste Hilfe Set und evtl. Brotzeit. Bei Hüttenübernachtung, kommt dann noch der Rest wie Hüttenschlafsack, Wäsche, Zahnbürste etc. dazu.

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