Textpassage aus Wikipedia
: Watzmann, im Vordergrund die Kirchtürme von Berchtesgaden Der Watzmann ist das zentrale Bergmassiv der Berchtesgadener Alpen. Er liegt im Südosten Oberbayerns im Nationalpark Berchtesgaden in den Gemeinden Ramsau und Schönau am Königssee. Das bekannte Massiv hat seinen Kulminationspunkt in der Watzmann-Mittelspitze, die mit ihren 2.713 m ü. NN zugleich höchster Punkt des Berchtesgadener Landes ist. Auf der bekannten Ansicht von Berchtesgaden aus, mit dem Großen Watzmann, dem Hauptstock, rechts und dem Kleinen Watzmann (Hauptgipfel: Watzmannfrau, 2.307 m) zur Linken, dazwischen am Grat die Watzmannkinder, beruht die Watzmannsage. Die Watzmann-Ostwand gilt als höchste Wand der Ostalpen. Durch den Watzmanngrat ist die Mittelspitze (2.713 m, Hauptgipfel des Watzmanns) mit der Südspitze (2.712 m, früher auch: Schönfeldspitze) und dem Hocheck (2.651 m) verbunden. Abgesehen von diesen drei dominierenden Erhebungen des Großen Watzmanns sind vor allem der Kleine Watzmann (?Watzmannfrau?, 2.307 m) und die Watzmannkinder bekannt. Zu weiteren Informationen siehe unten das Kapitel über die anderen Gipfel im Watzmannmassiv. Der Watzmann ist nach den Gipfeln des Hochkönigstocks (bis 2.941 m) die höchste Erhebung der Berchtesgadener Alpen, die zu den nördlichen Kalkalpen zählen. Der Zugang erfolgt meist von Norden, ausgehend vom Ramsauer Ortsteil Wimbachbrücke oder aus der Hinterschönau vom Parkplatz Hammerstiel über das Watzmannhaus (1.928 m). Ramsau bzw. Schönau liegen als Talorte über 2.000 Höhenmeter unter dem Gipfel ? damit weist der Watzmann eine für die Ostalpen sehr bemerkenswerte Höhendifferenz auf, die sogar alpenweit oft nur von Viertausendern übertroffen wird. Die Gipfelregion des Watzmanns besteht aus relativ witterungsresistentem gebanktem Dachsteinkalk und Plattenkalk. Die Sedimente stammen aus dem jüngeren Trias, sie wurden ab etwa 230 Mio. Jahren vor unserer Zeit in der Tethys abgelagert. Die Schichtung des Dachsteinkalkes in Form aufeinander gelagerter Bänke ist vor allem im Relief der Ostwand zu erkennen, wo im zentralen Wandbereich die großen ?Bänder? ihre Umgebung prägen. Die ehemals horizontalen Schichten fallen dabei heute in einem Winkel von 30 bis 40 Grad nach Nordwesten ab, da sie bei der Alpenentstehung durch tektonische Bewegungen gekippt wurden. Typisch für diesen Kalk ist der Fossilienreichtum, vor allem Muschelreste sind zu finden (Kuhtritt). Der Sockel des Gebirges besteht aus brüchigerem Ramsaudolomit. Dieser tritt besonders auf der Westseite des Gebirges im aufgeschotterten Wimbachtal und auf dem Schwemmkegel des Eisbaches zu Tage. Durch den ständigen Materialtransport aus dem Eisbachtal zu Füßen der Ostwand wird dieser Schwemmkegel den Königssee in erdgeschichtlich kurzer Zeit in zwei Hälften teilen. Der Watzmann hat aufgrund seiner großen Höhendifferenzen und der großen ökologischen Vielfalt eine besonders artenreiche Pflanzen- und Tierwelt. Dabei werden die Tieflagen besonders von montanen Buchenwäldern dominiert, welche in subalpine Mischwälder übergehen. Die obere Waldstufe wird bestimmt durch Nadelgehölze, vor allem durch Fichte, Lärche und Zirbe. Allerdings wurden diese natürlichen Wälder vor allem auf der leicht zugänglichen Nordseite des Massivs wegen des starken Holzbedarfs der Berchtesgadener Saline durch Fichten-Monokulturen ersetzt. Ab einer Höhe von etwa 2000 Metern ist kein Waldwuchs mehr möglich. Hier dominieren Zwergstrauchheiden, die beispielsweise aus der Bewimperten Alpenrose (Rhododendron hirsutum) gebildet werden, Latschen- und Grünerlengebüsche, Rasengesellschaften (Blaugras-Horstseggenrasen, Rostseggenrasen und Polsterseggenrasen) sowie Felsspalten- und Felsschuttgesellschaften. |