Die Felsen der Via Ferrata de la Bastille hoch über Grenoble sind speckig, die Kletterrouten sehr luftig, abdrängend und sehr überhängend,ein richtig „dreckiger“ Steig im positiven Sinne…er passt sich perfekt der Bastille an!
Die Ausblicke auf die Metropole und ihre Gebirgsumrahmung sind eindrücklich, was sicher für einige auch für den sehr athletischen zweiten Felsen der Klettersteigroute gilt.
Anfahrt:
Die Autobahn A48 aus Richtung Lyon geht direkt beim Parkplatz ‘Esplanade’ in due Départementstraße D590 über. Parkplatz befindet sich also am Ende der A48. vom Parkplatz überquert man die kleine Straße und folgt der Beschilderung zur ‘Via ferrata’
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Übersicht des Steiges
Der Klettersteig ist zweigeteilt, der erste Teil beginnt in einem Park an einer großen Straße. Neben dem Einstieg gibt es eine „Klettersteigschule“, an der man das Steigen üben kann.
Nach dem ersten Teil des Steiges geht es ein kleines Stück durch den Wald, entlang einer farbigen Aufschrift „VF“ auf Bäumen, bis man den Einstieg des zweiten Teiles, wo man bereits Gemäuer findet, erreicht.
Beschreibung
Der erste Teil beginnt einigermaßen steil und es gibt Passagen mit Brücken aus Holz und Drahtseil, sowie Stellen, an denen sich kleinere Pausen gut einbringen lassen. Auch die Sicht auf die Stadt, wird mit zunehmender Höhe immer besser. Oben angekommen gibt es ein Tor, welches nur in eine Richtung bedienbar ist, um Absteigende zu verhindern.
Der zweite Teil beginnt auch eher steil und man muss bedenken, dass es, besonders nach Regen, kleinere feuchte/nasse Stellen gibt, die rutschig sind. Nach einer kurzen Weile kann man abbiegen, auf einen leichteren Weg, der etwas anspruchsvoller ist, als der andere, schwierigere Weg.
Beide Wege enden an derselben Stelle, auf einer Mauer der Festung selbst. Von dort kann man die gesamte Stadt sehen. Danach geht es diese Mauer auf der anderen Seite in einen Hof der Bastille, in dem man den unausgeschilderten Weg aufwärts nehmen muss, um an einen sehr kleinen, dritten Teil, wieder Mauern besteigend, zu kommen. Dieser dritte Teil ist am wenigsten anspruchvoll.
Der gesamte Klettersteig ist sehr gut beschlagen, es gibt viele Tritte und Griffe. Nach etwas unter zwei Stunden ist man gemütlich oben.
Abstieg
Der Abstieg kann entweder Wandern über den Berg, per Seilbahn, oder spazierend den Hang wieder abwärts, viel über Stufen durch die Festungsanlage selber.
Oben
Die Festung selbst kann besichtigt werden, es gibt Führungen, einen Shop, ein Restaurant, öffentliche, kostenlose Toiletten, sowie die Möglichkeit kostenlos Wasser aufzufüllen. Außerdem gibt es eine Art Brause zur Abkühlung und einen Adventure-mäßigen Kletterpark, auch für Kinder geeignet. Zu empfehlen ist ganz oben eine Plattform, von der man an klaren Tagen den Mont Blanc sehen kann und wo es auch Schilder mit umliegenden Bergnamen gibt.
Persönliches Fazit
Dieser Klettersteig war mein erster und auch überhaupt kein Problem, obwohl ich keinerlei Klettererfahrung und kaum Kondition mitbringe. Ich habe aber auch nur den leichten der beiden Wege des zweiten Teils genommen. Jedoch sei dazu zu sagen, dass ich bei meinem nächsten Klettersteig gemerkt habe, dass ich überhaupt kein Problem mit Höhen habe.
Ich finde es super, dass er so viele und gute Beschläge hat und auch mit den Gemäuern verbunden ist. Außerdem ist er sicherlich gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und auch für Autos gibt es gute Parkmöglichkeiten.
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