Mit 3036m Höhe ist die Parseierspitze der höchste Gipfel der nördlichen Kalkalpen und deren einziger Dreitausender. Die Spitze, die im österreichischen Bundesland Tirol liegt, ist der Hauptgipfel der Lechtaler Alpen. Am 23. August 1869 erfolgte die erste Besteigung durch Josef Anton Specht und den Bergführer Peter Siess aus Grins im Stanzer Tal.
Die leichteste Route zur Parseierspitze startet von der Augsburger Hütte 2289m und dauert etwa drei Stunden. Zunächst geht es über einen Abschnitt vom Augsburger Höhenweg durch die Gasillschlucht in das Kar südlich des Gipfels, wo das Eisfeld des Grinner Ferner liegt. Über dieses Kar gelangt man zum Einstieg in die Südwand, der sich etwa auf halber Höhe der Wand befindet und durch einen roten Punkt gekennzeichnet ist. Obwohl der Weg durch die Südwand zum Gipfel markiert ist, handelt es sich fast durchgehend um Klettergelände im I. und stellenweise im II. Schwierigkeitsgrad. Außerdem besteht wegen des lockeren Gesteins Steinschlaggefahr auf der Route. Von der Augsburger Hütte aus kann man alternativ zur klettersteigartigen Route durch die Gasillschlucht auch den Gatschkopf überschreiten, um über die Patrolscharte in das Kar südlich des Gipfels zu gelangen.
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