Der Gamshag (2.178 m) ist ein echter Klassiker in den Kitzbüheler Alpen. Er liegt genau an der Grenze zwischen Tirol und Salzburg und bietet einen der besten Aussichtspunkte der Region – mit direktem Blick auf die Hohen Tauern und den markanten Gipfel des Tristkogels.
Hier ist eine detaillierte Tourenbeschreibung für die beliebte Runde von der Tiroler Seite (Aurach bei Kitzbühel).
Touren-Steckbrief
Ausgangspunkt: Wanderparkplatz Pochwerk / Bochumer Hütte (nahe Aurach/Einfahrt Wiesenegggraben), ca. 1.230 m.
Schwierigkeit: Mittel (rote Bergwege). Trittsicherheit und Kondition für ca. 1.000 Höhenmeter erforderlich.
Gehzeit: ca. 5 bis 6 Stunden (Gesamtrunde).
Beste Jahreszeit: Juni bis Oktober.
Routenverlauf
1. Aufstieg zur Bochumer Hütte und zum “Tor”
Vom Parkplatz folgt man zunächst dem breiten Schotterweg bergauf zur Bochumer Hütte (Kelchalm) auf 1.432 m. Wer es gemütlicher mag, bleibt auf dem Fahrweg; Wanderer nutzen meist die Abkürzungen durch den Wald.
Hinter der Hütte geht es weiter taleinwärts Richtung Süden. Der Weg flacht kurz ab, bevor er steiler wird und zur Einsattelung namens “Das Tor” (1.931 m) führt. Hier öffnet sich der Blick spektakulär nach Süden zum Torsee und den schneebedeckten Gipfeln der Hohen Tauern.
2. Gipfelanstieg zum Gamshag
Vom Tor aus hält man sich rechts (nach Westen). Ein steilerer Grashang führt in Serpentinen hinauf zum weitläufigen Gipfelplateau des Gamshag (2.178 m). Am Gipfelkreuz erwartet dich ein 360-Grad-Panorama: vom Wilden Kaiser im Norden bis zum Großvenediger im Süden.
3. Abstieg über die Schützkögel (Gratwanderung)
Um eine Rundtour daraus zu machen, empfiehlt sich der Abstieg über den Grat nach Norden:
Vom Gipfel geht es über einen schönen, unschwierigen Kamm zum Kleinen Schütz (2.079 m).
Weiter dem Gratverlauf folgend erreichst du den Schützkogel (2.069 m).
Von dort führt ein markierter Steig über die Almwiesen (Schlichtenalm) hinunter zur Niederkaseralm. Dort trifft man wieder auf den ursprünglichen Aufstiegsweg, der zurück zum Parkplatz führt.
Einkehrmöglichkeiten
Bochumer Hütte (Kelchalm): Bekannt für gute Kaspressknödel und eine tolle Terrasse.
Toralm: Eine sehr urige, einfache Alm kurz unterhalb des Torsees (nur im Hochsommer ca. Juli/August bewirtschaftet).
Niederkaseralm: Liegt direkt am Weg zurück ins Tal.
Wenn du noch genügend Energie in den Beinen hast, kannst du vom “Tor” aus in ca. 30 Minuten den Tristkogel (2.096 m) “mitnehmen”. Der Aufstieg dort ist allerdings etwas felsiger und verlangt an einer kurzen, drahtseilversicherten Stelle Schwindelfreiheit.
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