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  • Nr. 42

    aktualisiert 9 Jahre, 6 Monat aktiv. 8 Mitglieder · 39 Beiträge
  • Stroty

    Mitglied
    15. November 2016 at 11:03

    Mauerscharte?

  • Egbert

    Mitglied
    15. November 2016 at 11:03

    Ist es die Birnlücke?

  • Julian

    Mitglied
    15. November 2016 at 11:10
    ziller wrote:
    Nein, '-sattel' auch nicht.

    Befürchte, nu bleibt nimmer viel.

    Bin dann aber mal 20min. unterwegs.

    Hallo? SCHARTE?

    Haste den von mir auf Seite 1 des Rätsels verlinkten Artikel gelesen?

  • ziller

    Mitglied
    15. November 2016 at 11:17
    Egbert wrote:
    Ist es die Birnlücke?

    Yessss, absolutely!

  • Julian

    Mitglied
    15. November 2016 at 11:21

    Aha. Das war das.

    Da wart ihr aber nicht die ersten, die da ihr Rad erst hoch- und auf der anderen Seite ein gutes Stück wieder runtertragen mußtet…aber dann scheint es ja auch da eine nette Abfahrt zu geben…

  • ziller

    Mitglied
    15. November 2016 at 11:41
    Julian wrote:

    Haste den von mir auf Seite 1 des Rätsels verlinkten Artikel gelesen?

    Ja hab ich. Wollt auch schon n paar Takte dazu schreiben, mir ist nur der Name von dem Typen nicht eingefallen. Den kenn ich nämlich. Der hockt irgendwo da unten am Tegernsee und steht auf alte Räder. Hat auch nen super Bericht über die Eroica geschrieben vor n paar Jahren und ist im Tour-Forum ziemlich aktiv, jedenfalls in der Klassik-Ecke.

    Was er natürlich verschweigt (und generell gern untern Tisch gekehrt wird, hab die Cannondale-Jungs mal auf ner Messe drauf angesprochen, da ging die Stimmung in den Keller…) ist, dass dieses Prädikat 'Handmade in USA' auch nur dadurch möglich wurde, dass Kinesis, einer, wenn nicht DER weltgrösste Alurahmenhersteller zu dieser Zeit, eine Produktionsstätte für Cannondales dort errichtet hätte.

    Cannondale hat damals viel rumprobiert, wenig auf die Reihe gekriegt, bis Kinesis das Knowhow brachte.

    Das war die Zeit, die den berüchtigten Coladoseneffekt geboren hat: Rahmenrohre, die zwar armdick waren, aber ne so dünne Wandstärke hatten, dass man mit der Hand Beulen reindrücken konnte.

    Also ich finde den Denkansatz gut, über den der Knabe da schreibt, aber gleichzeitig seh ich da nen guten Anteil Geschichtsklitterung.

    Nach dem Ausflug in die Motorradwelt war Cannondale so am Boden und verschuldet, dass Dorell gar nicht anders handeln konnte.

    Die Fans der Marke waren damals froh, dass es überhaupt weiterging, zumal zutrifft, dass C'dale immer sehr viel selbst gemacht hat. All die Headshock-Gabeln mit ihrem aussergewöhnlichen Innenleben wären von jetzt auf gleich ohne Ersatzteilsupport gewesen und die Dinger sahen schon immer seltsam aus, aber noch schlimmer sieht ein Cannondale mit via Adaptern eingebauter normaler Federgabel aus…

    Was konkret den Defekt an der Plastikkiste angeht: das ist kein Einzelfall, das betrifft nicht nur Cannondale und nicht nur Räder, die (heute) in China gebaut werden.

    Wobei das Teil ja schon Pressfit hatte, also eingepresste Lagerschalen. Weil sich die dazu (oder für herkömmliche Schraublager) nötigen Aluhülsen immer wieder gelöst haben, ist man dazu übergegangen, den Lagersitz ins Carbon mit einzuformen und nur Kugellager reinzuwerfen (sehr vereinfacht ausgedrückt. Ich bin kein Freund der schrottwertigen Toleranzen an Rädern, aber etwas präziser als hier geschrieben ists schon).

    Nu lösen sich halt keine Tretlagerhülsen mehr, dafür knarzts gerne mal und billiger ists auch nicht geworden, weil die (für Räder) aussergewöhnlich hohe Passgenauigkeit die Rahmenhersteller erstmal ganz ordentlich gefordert hat.

    Mal nicht zu reden von der Vielfalt an Standards, mit der die Kurbel- und Tretlagerhersteller nun zu kämpfen haben und bei denen der Laie gar nimmer durchblickt und selbst viele Händler und Werkstätten nicht.

    Ob Trump das lösen kann?

    Denke nein…

  • ziller

    Mitglied
    15. November 2016 at 11:45
    Julian wrote:
    Aha. Das war das.

    Da wart ihr aber nicht die ersten, die da ihr Rad erst hoch- und auf der anderen Seite ein gutes Stück wieder runtertragen mußtet…aber dann scheint es ja auch da eine nette Abfahrt zu geben…

    Ja nee, da waren wohl noch mehr so doof.

    Mein Chef warnte mich noch vor der Birnlücke, ich hab aber erst morgens bei der Abfahrt im Krimmler Tauernhaus erfahren, dass wir tatsächlich da rüber 'wollen'.

    Die Tour ist sehr kurzfristig entstanden, weil jene, die wir zuerst geplant hatten, zeitgleich mit der MTB-Transalp (also der offiziellen Veranstaltung) auf grossteils den gleichen Wegen verlaufen wär.

    Aus dem Tohuwabohu wollten wir uns natürlich raushalten, ich habs aber erst ne Woche, bevors losging, bemerkt, daher hat einer aus der Truppe fixies was anderes zusammengestellt und niemand hat mehr drübergeguckt.

    Der Uli Stanciu, der die Birnlücke wohl als erstes in ne Alpenüberquerung reingenommen und beschrieben hat, ist wohl auch der Fehlinformation eines Wanderers aufgesessen, der meinte, da könne man mitm Rad locker drüber.

    Es da wohl ein Zitat von ihm überliefert, er möchte diesen Wanderer gerne nochmal in die Finger kriegen…

  • Julian

    Mitglied
    15. November 2016 at 11:49

    –><img class=” title=”Laughing” /> –> –><img class=” title=”Laughing” /> –> –><img class=” title=”Laughing” /> –> –><img class=” title=”Laughing” /> –>

    Danke für die Rezension, stimme Dir bei Vielem zu (auch wenn ich nicht so tief in der Materie drin stecke).

    Persönlich habe ich nichts dagegen, dass man einen Carbonrahmen mit dem Finger da eindrücken kann, wo normalerweise die Stabilität durch in dem Fall schon entfernte Teile entsteht…

    Aber die Verherrlichung von Cannondale hat mich auch gestört (siehe Kommentar unterm Artikel von 12:25 Uhr etwa, 14.11.16, Überschrift “Schöner Artikel, aber…”), die Parabel zum Trump-Wahlsieg fand ich aber gut.

  • ziller

    Mitglied
    15. November 2016 at 12:39
    Julian wrote:
    Aber die Verherrlichung von Cannondale hat mich auch gestört ..

    Naja, das ist allen traditionellen Bikeschmieden zueigen, dass die Fanboys sie verherrlichen.

    Ist ja auch ok so, anders, also durch technischen Vorsprung, kann sich ja heute keine Marke mehr absetzen, da alles aus der gleichen Presse fällt und wie in dem Artikel auch schön (zumindest zwischen den Zeilen) zu entnehmen ist, sind die Preise ja schon noch auf nem Niveau wie zu 'Handmade in USA'-Zeiten.

    Nicht in dem Sinne, dass sie aus heutiger Sicht nachgeschmissen wären, eher in jenem, dass die Kisten abgehoben teuer sind.

    Mit Innovation lässt sich das bei Cannondale ebensowenig begründen wie beim andern, grossen Ami Specialized (zumindest bei der unteren Produktrange), aber dank Tradition wirds dennoch gelöhnt.

    Der Rest vom Markt balgt sich mehr oder weniger übern Preis.

    Da sitzen teilweise nichtmal mehr Ingenieure oder des Rahmen-/Fahrradbaus mächtige, sondern nur noch Designer, das technische KnowHow und dann mindestens die Rahmen, teils aber auch die fertigen Räder liefern die Chinesen.

    Der Preis entsteht dann durch Stückzahl und die Toleranzen. Je schiefer der Rahmen sein darf, umso weniger Ausschuss, umso günstiger.

    Fatalerweise erkennt man das nicht am Preis.

    Auch teure Marken liefern schonmal Material ab, bei dessen Toleranzen jeder Maschinenbauer, für den es hundertstel und sogar tausendstel Millimeter gibt, nur die Hände überm Kopf zusammenschlägt.

    Beim Kunden manifestiert sich das dann in rutschenden Sattelstützen, irgendner Geräuschkulisse die keiner abstellen kann (oder nur nach ewiger Suche und mit viel Schmiere, die häufig erneuert werden muss) oder Hinterbauten bzw. Gabeln die erstmal n paar Millimeter auseinandergehn oder sich schief ziehn, sobald man den Schnellspanner aufmacht.

    Da hab ich schon Dinger gesehn, dass einem nur noch graue Haare wachsen möchten…

    Die Hechte im Karpfenteich kaufen natürlich dann, weil die Chinesen ja auch nedd doof sind und den Müll wegschmeissen würden, den Ausschuss der andern.

    Deswegen steht dann Marke A aufm Aufkleber, der am Rohr pappt und Marke B hat den Namen oders Logo ins Ausfallende oder den Bremssteg gelasert…

    Aber ich glaub, Obama kann da auch nix 'für…

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