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Zweithöchster Österreichs – Die Wildspitze
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“Anreise”
Dienstag morgen – 4 Tage Sektionstour lagen hinter uns mit Fineilspitze und Kreuzspitze – starteten wir frühmorgens von der Martin-Busch-Hütte. Unser Weg ging über den Saykogel (3.355m). Im oberen Bereich führte der Weg im Blockgelände zum Gipfel, der ohne Gipfelkreuz auskommen muss. Die Aussicht war dafür an diesem Morgen grandios durch die teilweise noch tiefliegenden Wolken.
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Der weitere Verlauf auf dem teils nordseitig verlaufenen und stellenweise recht glatten Weg über einen Grat führte uns zum schönen Hochjoch-Hospiz. Hier mussten wir selbstverständlich eine Mittagspause machen mit einem kühlen alkoholfreien Weizen zu einer gemischten Knödelsuppe.
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Frisch gestärkt machten wir uns auf den Weg zur, nun nur noch zwei Stunden entfernten, Vernagthütte. Diese wartet mit einem guten Essen (Siegel “So schmecken die Berge”), neuen sanitären Anlagen und nettem Personal auf. Für sich betrachtet war dies schon eine sehr schöne Bergtour und ein toller Auftakt für den nächsten Tag.
“Gipfeltag”
Wir standen zeitig um kurz nach 5 Uhr auf um bereits um 5:30 Uhr beim Frühstück zu sitzen und kurz nach 6:00 Uhr beim Losgehen den neuen herrlichen Bergtag zu begrüßen. Nach nicht allzulanger Zeit standen wir bereits am aperen Vernagtgletscher, zogen die Ausrüstung an und begaben uns in die Seilschaft.
Der Weg führte nicht allzu steil über ein paar gut sichtbare schmale Spalten bis hin zum Fuß des Brochkogeljochs (3.400m). Hier hieß es ein etwas steileres Couloir (durchaus im Bereich von 50°) zu durchsteigen, welches teilweise schon etwas aper mit einigen Steinen versehen war. Vorsichtiges Steigen war notwendig. Der Untergrund war nicht überall fest. Oben angekommen machten wir im Angesicht der Petersenspitze eine Pause an diesem herrlichen Tag.
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Weiter ging es vorbei am Fuß des Brochkogel über den Taschachferner Richtung Wildspitze. Waren wir bis dahin noch ganz alleine tauchten nun ein paar wenige Seilschaften auf dem “Normalweg” von der Breslauer Hütte über das Mitterkarjoch auf.
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Am felsigen Gipfelaufbau ließen wir die Rucksäcke zurück und stiegen die letzten 150 HM seilfrei bis zum Gipfel. Der letzte Anstieg war unschwierig mit einer etwas ausgesetzten “Schlüsselstelle” kurz unterhalb vom Gipfel. Kurz vor Mittag standen wir am schönen Gipfelkreuz. Wir hielten uns nicht allzu lange auf, für ein paar Fotos und zum genießen der beeindruckenden Fernsicht reichte es trotzdem.
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Nach einer kurzen Mittagspause ging es auf dem gleichen Weg zurück. Am Brochkogeljoch angekommen ließen wir nochmals die Rucksäcke zurück und stiegen die paar Höhenmeter hoch zur Petersenspitze, von der aus man einen Blick aufs Taschachhaus im Putztal werfen konnte.
Der Abstieg durch die Rinne am Brochkogeljoch war nun etwas heikler weil steinschlaggefährdet und mittlerweile recht sulzig aber noch gut machbar. Der Weg zurück über den Gletscher bis zur Vernagthütte war dann unkompliziert und teilweise schon recht nass. Jede Menge Bäche mit Schmelzwasser waren zu sehen.
Nach ziemlich genau 10 Stunden mit Pausen waren wir wieder auf der Hütte, ließen uns auf der Sonnentrasse unser Bier und den leckeren Apfelstrudel schmecken. Es war ein Traumtag mit einer perfekten Tour bei schönstem Wetter.
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“Abstieg”
Am nächsten Tag hieß es nach Vent absteigen und mit vielen Erinnerungen im Gepäck nach Hause fahren.
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“Fazit”
Auch wenn der Weg von der Vernagthütte der etwas weitere ist, so ist er doch der schönere, lohnendere, und vor allem einsamere. Die Tour würde ich so jederzeit wieder machen. Vor allem auch weil ich das Vergnügen hatte die Seilschaft, unter fachkundiger Aufsicht unseres FÜL Hochtouren, zu führen.
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Anonymous
Deleted User29. September 2016 at 10:08Hallo Harald, Respekt, klingt nach einer tollen Tour.
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Guten morgen Harald,
tolle Tour und tolle Bilder!
letztes Jahr wollten Erik und ich eigentlich auch dort hoch – haben es aber nicht umgesetzt (man muss ja noch ziele haben )
Mit dem Wetter hattet ihr ja auch richtig Glück!
vielen DAnk für den schönen Tourenbericht!
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Tolle Bilder, Harald – aber das ist schon ganz schön zaaaaaach von der Vernagthütte aus, so ohne Skier? 10 Stunden!!!
Uiuiui! Ich glaub, ich werde, wenn ich mal da hoch gehe, doch lieber die Touristenvariante mit Skiern machen…vermutlich ist es mir aber dann wieder zu voll.
Das war der EINZIGE Vorteil von der Tour auf die Weißkugel, da ist selbst die Touristenversion von Italien aus übers Hintre Eis noch weit. Da war nicht viel los, vielleicht 20 Leute oben am Gipfel – und die waren schon im Abstieg. Ab da waren wir ziemlich allein…
Na, Ray, bin mal gespannt, ob, falls sich unsere Nummer noch ausgeht, wir auch bei 10 Stunden landen – zu befürchten ist es ja, evtl. sogar 11!
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Julian wrote:Tolle Bilder, Harald – aber das ist schon ganz schön zaaaaaach von der Vernagthütte aus, so ohne Skier? 10 Stunden!!!
Uiuiui! Ich glaub, ich werde, wenn ich mal da hoch gehe, doch lieber die Touristenvariante mit Skiern machen…vermutlich ist es mir aber dann wieder zu voll.
Das war der EINZIGE Vorteil von der Tour auf die Weißkugel, da ist selbst die Touristenversion von Italien aus übers Hintre Eis noch weit. Da war nicht viel los, vielleicht 20 Leute oben am Gipfel – und die waren schon im Abstieg. Ab da waren wir ziemlich allein…
Na, Ray, bin mal gespannt, ob, falls sich unsere Nummer noch ausgeht, wir auch bei 10 Stunden landen – zu befürchten ist es ja, evtl. sogar 11!
Es geht ja auch von der Breslauer aus auf die Wildspitze. Der Weg ist definitiv kürzer, hat auch etwas weniger Firn und Gletscher, dafür aber mehr Seilschaften. –>
–>Wir hatten an dem Tag einfach wahnsinnig Glück, oben waren auch nicht mehr als 20 Leute.
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Danke für das das positive Feedback. Ich liebe Hochtouren, habe ich das schon gesagt?
Nur meine Olympus leidet irgendwie immer unter der Höhe. Das zweite Mal, dass ich Blendenklemmer hatte und sogar das elektronische Objektiv nicht mehr ausfuhr. Das zweite Mal, dass sie jetzt beim Service ist.
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harwin wrote:Danke für das das positive Feedback. Ich liebe Hochtouren, habe ich das schon gesagt?
Nur meine Olympus leidet irgendwie immer unter der Höhe. Das zweite Mal, dass ich Blendenklemmer hatte und sogar das elektronische Objektiv nicht mehr ausfuhr. Das zweite Mal, dass sie jetzt beim Service ist.
Sehr schöne Fotos – da kommen Erinnerungen hoch, als wir 2003 am heißesten Tag des Jahres da oben waren – nacheinander haben alle warme Windjacke, Mütze, Handschuhe usw. angezogen, weil es da oben so elend kalt pfiff –>
” title=”Embarassed” /> –> . Wir sind von Mittelberg mit der Stollenbahn hoch und dann über die zwei Jöcher hochgestiegen (und gleichen Weg wieder zurück). Das ist wohl die kürzeste Variante und ne schöne Tagestour.

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