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Roter Stein Überschreitung (Ausserfern)
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In der letzten Juliwochen konnte ich noch ne Bergtour unternehmen, die es sich zu teilen lohnt: die Überschreitung vom Roten Stein (2366m) im Berwangertal (Tiroler Zugspitzarena). Auf diesem Gipfel stand ich in der Vergangenheit schon öfters. Er ist ein lohnender Aussichtsberg, mit stellenweise anspruchsvoller, aber auch nicht übertrieben schwieriger Wegführung (T3). Ein paar kurze, drahtseilversicherte Kletterstellen (UIAA 1) geben der Tour eine schöne Würzung.
Gestartet habe ich die Tour in der Ortschaft Bichlbächle, in einem kleinen Seitental zwischen Berwang und Bichlbach. Zuerst auf breitem Schotterweg geht es in Richtung Talschluss am Stockachbach entlang. Dann geht der Weg in einen schmalen Steig über. Dieser führte mich über eine längere, teils lehmige und bei Nässe rutschige Steilstufe namens Regall. Diese zieht sich bis auf knapp 2000m Höhe, wo es durch eine enge Scharte zum Bichlbächler Jöchle übergeht.
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Nach links führt nun ein Aufstiegsweg zur Gartnerwand, nach vorne sieht man in die Ferne durchs Kälbertal in Richtung Fernpass und Mieminger Kette. Ich hielt mich nun rechts und ging zunächst durch die flachen Almwiesen des Bichlbächler Jöchles und dann schöne, steile Geröllhänge der Schafsköpfe querend weiter. Der Blick fiel nun vor allem auf die Felsen der Loreagruppe, mit Steinmandlspitze, Galtbergspitze und Kaminlochköpfen. Schnell kam ich nun zu einer Weggabelung, wo es links zum Kreuzjoch / Loreakopf geht und ich rechts durch einen Steilhang den Gipfel des Roten Stein anging.
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Nun führte mich der Weg durch einen mit Felsbrocken durchsetzten Grashang, bis zu einem Gratvorsprung. Die letzten Höhenmeter durch die Süd/Ost-Flanke ging es nur noch durch Felsterrain. Schnell stieß ich nun auch auf Stahlseilversicherungen. Die Verankerungen der Seile waren jedoch sehr locker, weshalb ich lieber auf sie verzichtete. Der Kletteraufwand überstieg aber auch ohne die Stahlseile kaum den 1. Schwierigkeitsgrad nach UIAA. Durch absolut festes Dolomitgestein stieg ich nun bis zu einer kleinen Scharte auf und unvermittelt stand ich auf einmal vor dem Gipfel. Das Kreuz war wirklich erst zu sehen, als ich vor ihm stand. Die wenigen Wolken hatten sich nun auch verzogen und so konnte ich bei bestem Wetter ausgedehnte Gipfelrast einlegen. Die Fernsicht war atemberaubend.
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Nach einer guten Stunde am Gipfel machte ich mich an den Abstieg durch die Westflanke. Steinig und steil aber immer im Gehgelände zieht sich der Weg in vielen Kehren durch die Flanke, bis man auf knapp 1700m auf das unbewirtschaftete Almgelände “Älple” stößt. Dort ging ich ein Stück weglos über Reste eines Murenabgangs, bis zu einen schönen Aussichtspunkt mit Bank. Nach einer weiteren Pause machte ich mich nun an das letzte Stück durchs Älplestal nach Berwang. In diesem engen Tal halten sich meist noch bis in den Hochsommer Reste von Lawinenkegeln. Bei Nässe kann der Weg auch unangenehm rutschig sein. Generell ist der Weg durchs Älplestal sehr wetteranfällig. Nach starken Regenfällen muss der Steig wegen Erdrutschen oft gesperrt werden, bis er wieder gerichtet ist. Ich hatte aber perfekte Bedingungen. Und so ging es ohne Probleme, einige schmale Bachläufe aus engen Seitentälern querend nach Berwang hinab, wo meine Tour endete.
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Die Tour auf den Roten Stein ist eine Bergwanderung, die mir immer wieder Spaß macht. Zumindest, wenn man nicht am Gipfel feststellt, dass eine Gewitterzelle heranzieht. Dies geschah nämlich bei meiner ersten Überschreitung. Damals war ich mit einer Gruppe unterwegs und der Bergführer scheuchte uns den Weg, der normalerweise 2,5Std. dauert in etwas mehr als einer Stunde hinunter. So kamen wir gerade noch rechtzeitig mit Eintreffen vom Gewitter in Berwang an.
Insgesamt sollte man für die Tour gute 6Std. einplanen (+ca. 1Std, wenn man zum Ausgangspunkt zurück will). Auf gut 11km werden im Aufstieg 1258HM und im Abstieg 1235HM überwunden.


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