Nachdem ich mich entschieden hatte, am 19.08. Richtung Nassereith zu fahren, machte ich mich mittags auf den Weg und war gegen 17 Uhr da – völlig überrascht, dass ich ohne Stau durchgekommen war, fuhr ich sogleich zum Kletter-Parkplatz. Eine After-Driving-Runde war noch drin, der Leite-KS zum Füße vertreten gerade richtig. Den wollte ich eigentlich am Donnerstag vor dem Innsbrucker machen, aber nun hatte ich noch Zeit. Also um 17 Uhr los und 18:50 Uhr wieder am Auto – perfekt und völlig einsam (lediglich um 18.30 Uhr stiegen noch 6 KSler ein !). Wetter war in Ordnung, wenigstens kein Regen. Danach ab zum Campingplatz und am Donnerstag morgen dann um 6:45 Uhr los Richtung Innsbruck. Eine gemütliche Stunde später war ich am Parkplatz der Nordkettenbahn, geschaut, ob noch andere KSler da sind, Ticket gekauft und mit der ersten Bahn hoch zum Hafelekar. Ach ja, zum Wetter: Unten im Tal noch gute Sicht, oben leider gar nicht mehr. Aber immerhin kein Regen.
Beim Ausstieg aus der Bahn kam ich ins Gespräch mit einer sympathischen Oberöstereicherin und wir entschlossen uns, gemeinsam den Steig zu kraxeln. Also ab zum Einstieg, um 9.07 Uhr ging es los. Zack über die erste Klammernreihe und dann relativ gemütlich, allerdings ohen größere Pausen über Kaminspitzen und Kemacher zum Langen Sattel. Leider alles ohne Sicht und leichtem Niederschlag in Form von Nebel. Gottseidank wirkte sich das auf den Grip der Schuhe nicht groß aus.
Angekommen am Langen Sattel ging es gleich weiter zur Sattelspitze – die Sicht wurde leider nicht besser. Immerhin war der Fels nun trockener, was natürlich für den angeblich schwierigeren zweiten Teil des Steigs nicht ungünstig ist.
Den weiteren Verlauf über den Grat empfand ich persönlich nicht als schwieriger, lediglich die finale Schlüsselstelle in Form einer senkrechten Wand mit leicht überhängenden Stellen hob sich schwierigkeitstechnisch doch etwas ab. Aber vorher noch der absolute Hammer: In entgegengesetzter Richtung kommt uns ein junger Mann entgegen. In Jeans, T-Shirt, ohne Gurt, ohne Set, ohne Helm – immerhin mit ordentlichen Bergschuhen. Er ist am Frau Hitt-Sattel gestartet und meint, dass dort am Ende keine Seilsicherung mehr wäre. Leicht beunruhigt frage ich genau nach und es stellt sich heraus, dass er die Frau Hitt selber meint, also den Felszacken im Sattel. Dort wäre er hochgeklettert und das war doch etwas heikel – ich erläutere ihm erst einmal, dass es dort kein Fixseil und auch kein anderes gibt und der Zacken frei erklettert werden kann. “Ach so”……
Naja, wir hoffen, dass er auch den Rest heile überstanden hat.
Vom Sattel sind wir dann in nicht einmal einer Stunde wieder an der Station Seegrube gewesen, gegen 14 Uhr. Insgesamt war es trotz des mäßigen Wetters eine tolle Tour, vor allem einsam (was beim Innsbrucker sonst nicht der Fall sein dürfte). Das verdiente folgte auf der Terrasse, danach bin ich wieder mit Seilbahn retour:
Als wir den Innsbrucker vor Jahren als Comm-Tour unter die Füsse genommen hatten, waren wir natürlich etwas langsamer…
Aber auch damals gab es Nebel – in Form von Wolken, die immer wieder dramatisch über den Grat huschten. War eine tolle Stimmung damals! Walter hat da tolle Fotos gemacht.
Allerdings wäre ich danach auf der Fahrt von Innsbruck ins Zillertal, wo unsere Unterkunft war, beinahe am Steuer eingeschlafen – ich kam von einer Geburtstagsfeier aus Landshut…also spät ins Bett, früh wieder raus. (Keine Sorge, beim Feiern hatte ich mich mit C2H5OH ziemlich zurückgehalten!)
stroty, ich glaube du hast meine tourenplanung fuer dieses jahr geklaut. –> –>
erst warst du wie wir an der gartnerwand und nun auch noch aufm Innsbrucker, den wir heuer auch noch mal wieder machen wollen. –> –>
vielleicht doch verwandt???? –> –>
ich wollte eben für gerade mal zwei tage nicht so weit fahren und den innsbrucker als “must have” unbedingt auch machen. ich hatte mir noch den ks auf die erlspitze vorgenommen, aber einen 8 std-tour war nicht drin und nochmal keine aussicht wollte ich dann auch nicht, obwohl es freitag echt gut war. die gartnerwand hatte mich da mehr angemacht und die tour habe ich nicht das letzte mal gemacht.
wenn es sich wettertechnisch ausgeht irgendwann übernexte Woche.
dann viel spass. und sag mal bescheid, ob der kemacher mittlerweile doch ein schild bekommen hat. bin auf deine einschätzung gespannt, ob der 2. teil wirklich schwerer als der erste ist……
Als wir den Innsbrucker vor Jahren als Comm-Tour unter die Füsse genommen hatten, waren wir natürlich etwas langsamer…
Aber auch damals gab es Nebel – in Form von Wolken, die immer wieder dramatisch über den Grat huschten. War eine tolle Stimmung damals! Walter hat da tolle Fotos gemacht.
Du meinst sicherlich dieses geniale Bild von @mohrchen857[/url:3v66vpzk] , oder Julian?
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