wie angekuendigt ein paar impressionen unseres allgaeu-ausflugs von vergangener woche.
die wettervorhersage war ja gelinde gesagt nicht so prickelnd, jedoch war der termin mit einigen anderen bereits seit monaten abgemacht, so dass es kein zurueck gab.
und am ende war das wetter fuer jene denen wintertouren auch im mai nichts ausmachen gar nicht sooo schlecht.
so sind wir dann vergangenen samstag angereist und sind erstmal dem aggenstein aufs haupt gestiegen.
bei 3 grad celsius und nieselregen auf dem parkplatz, waren wir froh in hoehen aufsteigen zu duerfen, wo der regen sich in schneegriesel verwandelte.
mal wieder schoen, wenn auch winterlich und ohne panorama, dafuer recht einsam.
der sonntag war total verregnet, so dass es bei indoor aktivitaeten blieb.
am montag stand dann der Besler auf dem programm. aufstieg von der herzbergalpe am riedbergpass ueber die obere gundalpe.
am ende des grates zum einstieg in die leichte kletterei lag dann aber huefthoher schnee, ebenso war die rinne im gipfelaufstieg ebenfalls noch sehr verschneit. umgehung nicht möglich, daher abbruch und umkehr. trotzdem eine tolle winterwanderung mit herrlichen ausblicken.
mal ganz andere Bilder von Ende Mai. Aber schön sind sie trotzdem. Da war mir aber der Lago di Como doch lieber, nix für ungut wolf. Dafür ist der Klettersteigführer absolut trocken geblieben. Danke –> –>
da ich ausser dem aggenstein keine der touren bisher kannte, war mir das hundertmal lieber als scho wieder am comer see umanander zu roedeln. –>” title=”Laughing” /> –> –>” title=”Laughing” /> –>
gut dass der fuehrer trocken blieb, dafuer hat ja hoffentlich ja auch sein adjutant gesorgt, oder?
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gut dass der fuehrer trocken blieb, dafuer hat ja hoffentlich ja auch sein adjutant gesorgt, oder?
klar doch. Die mitgenommenen Blätter waren in der Prospekthülle untergebracht, dass auch ja kein Schweiss dran kommt. –>” title=”Laughing” /> –>
der Besler weckt bei mir sehr zwiespältige Gefühle bzw. Erinnerungen. Wir haben ihn damals als fast noch Jugendliche, gerade erst volljährig, an einem herrlichen Hochwintertag bestiegen (sechs Mann), bei ca. 2m Schneelage und fast 40cm Neuschnee…
Rauf war herrlich, die Gipfelrinne total zugeschneit, aber sechs Mann konnten das Stahlseil damals aus Schnee und Eis befreien…
Runter allerdings haben wir uns von Sonne, Pulverschnee und Gruppendynamik zu Blödsinn verleiten lassen, der fast tragisch geendet hätte. Wir sind nicht entlang der Aufstiegsroute (die wir auch schon querfeldein gespurt hatten) wieder runter, sondern über (zunächst) sanft in Wellen abfallende Almen richtung Osten, um dann nach Norden abzubiegen. Dabei haben wir den Schnee ausgenutzt und sind immer kurze Stücke auf dem Hosenboden gerodelt…
War toll, eine riesen Gaudi, alle warern gut drauf…und dann kam es, wie es kommen mußte. Der nächste Abhang verengte sich zu einer Rinne, der Neuschnee war nach vier Mann weggefegt, Nummer fünf konnte sich gerade noch an einer Tanne festhalten, und Nummer 6 fuhr an uns vorbei die Rinne runter, verschwand über eine kleine Kante, und ab da war nur noch Geschrei zu hören…dann Stille.
Ich bin wie ein Verrückter durch ein kleines, steiles Wäldchen bergab gerannt, der Rinne parallel folgend, nach ein paar Höhenmeter war aber Schluß mit Wald und ich konnte einen ca. 200m langen Hang einsehen. Ziemlich weit unten lag unser Kumpan, bewegte sich aber und war gerade dabei, sich auf zu setzen. Ich natürlich laut schreiend weiter, halb rennend, halb springend, und war schon einige Höhenmeter runter, als ich merkte, dass der ganze Hang keine Neuschneeauflage mehr hatte! Alles extrem hart gepresster Schnee, fast Eis! Und dann bremst mal… Irgendwie hab ichs aber geschafft, mein Tempo zu drosseln und anzuhalten: Der ganze Hang war wohl am Tag vorher oder in der Früh abgerutscht, desewgen war der Schnee so hart: Ich stand in einem alten Lawinenabgang. Ab da ging es dann etwas langsamer weiter, trotzdem war ich in ca. 10 Minuten bei unserem Kumpel.
Er saß ziemlich verdaddelt da und zählte seine Gliedmaßen. Getan hatte er sich nicht viel, ein paar Prellungen an Rücken und Po vom Rodeln, und sein Knöchel tat ihm weh: Seine Rutschpartie hatte an einem kleinen, ca 5-10 cm dicken Bäumchen oder dessen nach dem Lawinenabgang übrig gebliebenen Resten geendet, da war er mit dem Bein reingekracht. Gott sei Dank: etwa 80 Meter weiter unten kam nämlich (auch das hatten wir nicht gewußt!) eine ca. 5 Meter hohe Felswand, unter der dann der Lawinenkegel lag…ohne diesen dürren Ast wäre er weiter gerodelt und mit Juchhee über die Kante gegangen, um dann auf wie Beton angerührtem Lawinenschnee zu landen!
Ich habe ziemlich gezittert, als mir das klar wurde, ihm war es schon längst klar geworden. Ich kann euch sagen, dass das ein sehr intensiver Moment war, als wir uns mit diesem Wissen in die Augen geschaut haben!
Im Endeffekt hatten wir damals ein Riesenglück und ein paar Schutzengel mehr als sonst dabei, sonst wäre aus einem lustigen Winterspaziergang schnell eine Tragödie geworden. Ein für mich sehr heilsamer Schock, ich habe danach die Berge nicht mehr als Spielwiese betrachtet. Unser Kumpel hat sich damals Gott sei Dank “nur” einen dreifachen Bänderriß im Knöchel eingefangen – das stellte sich aber erst beim Heimweg heraus, als das Adrenalin aus dem Kreislauf gewichen war…
In diesem Sinne…paßt auf euch auf…und manchmal auch auf andere…
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