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  • 28.6.-3.7. Brenta – Tourenbedingungen?

    aktualisiert 10 Jahre, 11 Monat aktiv. 1 Mitglied · 3 Beiträge
  • blaufuchs

    Mitglied
    1. Juni 2015 at 09:29

    Servus zusammen,

    ja, ich habe gelesen, dass da jemand eine Begleitung sucht, aber darum geht es mit nicht <img class= Habe schon einen Partner für die Tour…

    Nachdem es für die Brenta um die Zeit noch recht früh ist (manche Hütten haben dann erst eine Woche offen) und auch mein Blick vom Freitag auf die Brenta jede Menge Schnee offenbart hat, würde mich freuen, wenn jemand zufällig im Juni in die Brenta kommen sollte und mal kurz über die Schneelage berichten könnte.

    Zur Not werde ich selbst an einem der nächsten WE mal kurz von Molveno über den Spellini zum Centrale hochlaufen (aber das würde ich mir gerne sparen ).

  • blaufuchs

    Mitglied
    22. Juni 2015 at 08:41

    Servus,

    ok, ich gebe mir mal selbst die Antwort (bzw. evtl. plant ja noch jemand einen Trip in den nächsten Tagen dahin). Ich war gestern mit meinem Sohn mal kurz über den SOSAT von der Tuckett zur Brentei Hütte unterwegs. By the way: Der Steig ist komplett saniert, die Sicherungen top und die am meist beschädigten Leitern ausgetauscht. Ein Teil wurde umtrassiert, so dass der östliche Abstieg nicht mehr ganz so Steinschlaggefährdet ist. Viele Bügel, die aber hier den Charakter mal nicht stören, sondern die alten, teils antiquierten Sicherungen ablösen. Die alte, sehr lange Leiter, über die man die Schlucht in Richtung Brentei-Hütte wieder verließ kann man nicht mehr begehen! Rest sind noch aus historischer Sicht vorhanden. Es geht über Bügel sehr steil rechts herum vorbei. Diesen Teil könnte man sogar mit B/C bewerten (sonst war der SOSAT früher nur B).

    Ok, zu Schneelage: Alle höheren Bocchette Wege (Benini, Alte, Centrale, Brentari, Ideale) sind im Augenblick nicht, oder nur mit Hochtourenausrüstung begehbar! D.h. Pickel, Steigeisen, Seil! Die Sicherungen sind noch größtenteils unter dickem Schnee begraben. Selbst die Zustiege zu den Touren (Tuckettpass, bzw. Übergang Brentei-Pedrotti) riesige Schneefelder. SOSAT selbst war frei, aber es mussten viele sehr dicke Schneefelder (unschwierig) passiert werden (wenn die aber schon auf knapp 2500 m liegen, kann man sich ausmalen, wie die anderen Touren aussehen). Natürlich waren auch einige mit der kompletten Ausrüstung unterwegs (allerdings keine mehrtägigen Tourengeher, sondern Tagesbergsteiger), ich habe aber keinen getroffen, der eine der oben genannten Touren gemacht hat. Selbst die beiden Hüttenwirte (Tuckett, Brentei) konnten keine genauen Angaben machen, weil eben noch keiner durchgekommen ist (bzw. danach berichtet hat). Übergang Apostoli-Brentei sah ebenfalls ungut aus, direkter Abstieg vom Benini zu Tuckett eine riesige Schneerutsche (Leute vom Tuckettpass meinten, dass die Kamine vom Benini zum Pass komplett dicht seien und ein Zustieg zum Alte nicht erkannt wurde. Leider kam keiner vom Orsi. Allerdings haben die Hütten auch erst jetzt, oder seit 1 Woche aufgemacht.

    Dennoch: Es war ein Top-Tag mit einem schönen Brenta-Feeling! Teils Sonne, teils Regentropfen, warm und kalt –><img class= –>

  • blaufuchs

    Mitglied
    5. Juli 2015 at 10:28

    Servus,

    mal ein kurzes Fazit der letzten Woche:

    – Sonntag: Anfahrt / Auffahrt zum Rif. Graffer

    – Montag (Top Wetter): Sent. Benini (einige Schneefelder; wenig los; Übergang zum Passo Tuckett noch unpassierbar; Abstieg zum Rif. Tuckett zu 60% über Schnee), Sent. SOSAT (ohne Probleme), Aufstieg Rif. Alimonta

    – Dienstag (Top Wetter): Sent. Centrale (einige heikle Schneefelder, aber machbar; Sent. Alte wegen Schnee und einiger Hakenausbrüche nicht vom Hüttenwirt freigegeben), Übergang mit Sent. Palmieri von Rif. Pedrotti zu Rif. Agostini (Sent. Brentari wegen zu viel Schnee von Hüttenwirt Pedrotti abgeraten)

    – Mittwoch (Super Wetter): Sent. Castiglione (in 1,5 Std. Rauf/Runter; probemlos), Rückweg über Palmieri zur Pedrotti, Abstieg nach Vellesinella, Rückweg nach Madonna

    – Donnerstage: Rio Secco (Ausrüstung ordnen)

    – Freitag (zu heiß!): Aufstieg Fischleintal Zsigmondy-Hütte, Übergang Carducci Hütte (11 Uhr erreicht), Nuova Ferrata um den Zwölfer (geteilte Meinung über Charakter der Tour, möchte aber Manni in seiner Beschreibung nicht reinreden; Schlussanstieg zum Bivacco sehr heikel, da Weg weggerissen und Geröll sehr rutschig; einige Partien sind hier umgekehrt und den ganzen Weg wieder retour gegangen), Übergang zur Büllelejoch-Hütte (Gewitter abgewartet), Übergang zur 3-Zinnen Hütte (im Ganzen 1670 Höhenmeter in knapp 8 Stunden)

    – Samstag (sehr heiß): 4 Uhr Aufstieg zum Toblinger Knoten (Sonnenaufgang von 5-6 Uhr beobachtet), nach Frühstück um 8:30 auf dem Toblingerknoten (“historische” Tour, da vor 100 Jahren hier Sepp Innerkofler fiel), Übergang Schartenweg über Büllelejoch-Hütte und Zsigmondy zum Parkplatz (13 Uhr erreicht). An diesem Tag extrem heiß!

    Fazit: Die Sonne dürfte den vorhandenen Schneeresten schnell Herr werden. Brenta müsste also demnächst alles machbar sein. Rotwand (Sexten) noch eher zu viel Schnee, Alpini zwischen Elferscharte und Sentinella noch länger nix. Viele neue Sicherungen in Sexten. Die Nuova Ferrat sollte wohl überlegt sein! Viele ungesicherte Passagen (zwischen guten Bändern und steilen sehr ausgesetzten Wiesenhängen. Viel loser Schotter und viel kleinsplittriger Fels. Am besten eigentlich der Anfang ab Carducci Hütte (wobei der Zustieg schon nicht einfach ist). Schotterrinne beim Bivacco auf alle Fälle nachfrage. Fazit: keine Tour für Anfänger und ganz anders als Alpini, Toblinger oder Paternkofel. Eher wild wie die Gabriella.

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