Klettersteig Fürenwand(Fischkopp) |
Hits:10554 |
Geht sofort senkrecht hoch. Teilweise sehr ausgesetzt, zweiter Wandteil anfangs leicht überhängend, am Ende 20m hohe Draht-Strickleiter.
Tour kommentieren
|
| Tour: | Klettersteig | Dauer der Tour (in Std.): | 2.5 |
| Schwierigkeit: | C | Geeignet für Anfänger: | nein |
| Gipfel (Höhe): | Höhenunterschied der Tour: | ||
| Ausgangspunkt: | Engelberg (Anfahrtsskizze) | Gebirge, Bezirk, Stadt: | Vierwaldstätter Alpen / Obwalden |
| Tour Bewerten: 5=top, 1=flop |
Bewertung dieser Tour: |
Klettersteig Fürenwand |
![]() |
kletter-spezial-laden.de
Ihr sucht ein Klettersteigset oder eine komplette Kletterausrüstung? Dann seid ihr im Kletter-Spezial-Laden genau richtig. www.kletter-spezial-laden.de |
![]() |
unlimited-outdoor.de
Entdecken Sie die ultimativen Outdoorprodukte! Online Shop - über 25.000 Artikel auf Lager - europaweiter Versand. www.unlimited-outdoor.de |
| Beschreibung: |
Achtung! In Engelberg fährt ein Bus zum Herrenrütiboden erst ab ende Juni, was weitere 1:15 strammen Marsch bis zum Einstieg erfordert. In der Talstation am Herrenrütiboden befindet sich aber ein Parkplatz, von dem aus sind es noch ca 20min bis zum Einstieg des Klettersteig Fürenwand. Da ich wirklich spät dran war und die Restaurantwirtin zeitlich gesehen wirklich grozzügig zu mir war, sparte ich die Zeit für den Fussmarsch ein und nahm vom Bahnhof Engelberg aus für 30,- SFr ein Taxi zum Einstieg. Da stand ich nun und hatte wieder diesen komischen "Solodruck" im Magen. Die Wand die ich diesmal heraufstieg sollte mit 2:30h mehr als drei mal so lange dauern wie der San Salvatore. Ausserdem ist sie mit ungefähr 550m Höhe fast drei mal so hoch. Als ich vor der Wand stand, dacht ich allerdings, dass der Keks in einer Stunde gegessen ist, was ich noch bereuen sollte. Nachdem ich in die Wand eingestiegen war, sah ich "Besuch kommen". Eine Gruppe von drei Personen stieg mir nach.Das hat den grossen Nachteil, dass ich aufpassen muss wohin ich trete, damit ich keine Steine löse. Die drei trugen zwar kluger weise Helme, aber das nützt der Schulter bei Steinschlag wenig. Somit musste ich viel mehr das Eisen für die Füsse benutzen und konnte weniger "richtig klettern". Ich wundere mich immer wieder darüber, dass Berge überhaupt stehen, wenn ich fühle wie sie "unter mir wegbröseln". Jedenfalls war das mit der Kletterei sehr schade, denn ich langweilte mich ein wenig. So stieg ich dann den kurzen Rest ganz normal die Eisen hoch, wo mich dann kurz vor Ende dieses Wandteiles ein Totenkopf mies angrinste. Auf dem Jägerband kann man dann wirklich schön sitzen, den Ausblick geniessen und pausieren. Hier traf ich dann mit den dreien zusammen. Wir plauderten etwas und sie erlaubten mir dabei die gemachten Fotos im Netz zu veröffentlichen. Merci nochmal. Der Anfang der zweiten Wand sieht allerdings schon beeindruckend aus, das muss ich zugeben. Teilweise echtes "Eiger- Flair". Bei so einer kahlen Wand fallen auch keine Steine mehr, da ist dann wirklich alles fest. Und das ist längst nicht alles, es muss noch einiges gestiegen werden. Und genau das hatte ich mächtig unterschätzt. Ich war abgearbeitet und dies war die erste Wand der Saison für mich. Die Spielerei im unteren Teil rächte sich, die Kräfte liessen nach. Da kam es schon mal vor, dass ich den Karabiner neben dem Seil einklicken wollte. Da wurde mir klar, wie es zu den nicht wirklich seltenen Unfällen auf Klettersteigen kommen kann. Wenn aus zeitlichen Gründen immer nur mit einem Karabiner gesichert wird, ist hängt man in dieser Situation plötzlich ungesichert in der Wand. Wenn dann die Nerven durchgehen, weil Kraft und Kondition langsam nachlassen wird es wirklich eng, besonders wenn der Blick nach unten nur gähnende Leere bietet. Eigentlich war ich langsam satt, aber es ist ja schlecht möglich mitten in der Wand mit dem Steigen auszuhören. Also ging es weiter und wenn da oben noch ne fiese Schlüsselstelle gewesen wäre, hätte ich den Anflug einer Krise bekommen. Der Spass wurde langsam zur Pflicht und ich wollte die Wirtin oben nicht so lange warten lassen, denn sie hatte extra für mich länger geöffnet. Leider liess sich das nicht in die Praxis umsetzen, denn mit "mal eben hochhuschen" war nix mehr. Die Kondition liess nach und ich musste mich zur Ruhe zwingen. Fast oben angekommen, gibt es leider noch ein Hindernis zu überbrücken. Eine 20m lange Metallleiter, die wie eine Strickleiter aufgehängt und somit wackelig und Kräftezehrend ist. Das liest sich im Führer ganz locker, aber das Ding nervte mich wirklich. Es nahm einfach kein Ende. Das das "mal eben ne Kletterhallen Höhe ist", daran habe ich nicht gedacht. Immer wenn ich nach unten sah, kam es mir vor, als wäre ich erst 10 Stufen gelaufen. Ich war aber der Meinung die Wand schon bestiegen zu haben und wollte endlich mein Bier und nicht so eine demoralisierende "Strickleiter". Aber was soll`s. Ich nahm mir Zeit, genoss den Ausblick und kämpfte mich hoch. Oben angekommen muss allerdings noch ein wenig gestiegen und gelaufen werden, bis man oben rechts zum Reustaurant gelangt, wo ich nach 2Stunden und 20min die drei anderen Ferraristis traf und wir noch etwas tranken und zu Abend assen. Ich übernachtete in der Alp etwas oberhalb des Restaurants Fürenalp und bestieg, nein, "bewanderte" noch den Wiessberg. Auf dem Rückweg nahm ich die Seilbahn und lief von der Talstation am Herrenrütiboden noch 1:15h zum Bahnhof nach Engelberg. Fazit: Es mag sich vielleicht nicht so lesen, aber die Fürenalp gehört zu meinen Lieblings-Klettersteigen. Ich finde die beiden Wände absolut prima. |
| Tips, Unterkünfte, Einkehr: | Restaurant Fürenalp mit Übernachtungsmöglichkeit in naher Alp. |
| Wetter: |
Webcams vor Ort
|
| Schlüsselwörter: | Strikleiter, Klettersteig, Strikleiter |
| Tour hinzugefügt am: | 27.04.2009 13:34 (Tour gemacht am: ) |
| Urheberhinweis: | |
| Geocaching: |
Geocaches in der Nähe dieser Tour |
|
| Autor: | Kommentar: | ||
|
RolandBS Member Registriert seit: 20.07.2009 Kommentare: 1 |
Die Wand ist von unten gesehen sehr beeindruckend, aber nicht wirklich steil, ausgenommen die Strickleiter im obersten Teil. Sie ist reichlich mit komfortablen Tritten/Griffen/Bügeln ausgerüstet. Da ich alleine ohne grosse Pausen geklettert bin, war ich in 1 1/2 Stunden durch. Schöne Tiefblicke und knieschonender 'Abstieg' mit der Seilbahn :-)) Sehr lohnenswert!
(Tip für Geocacher: es gibt einen Cache in der Wand.....) |
||
| 27.07.2009 20:56 |
|