Panik im Ramen von Lawinenunfällen - ein vernachlässigtes Th

Hier kann konkret nach einer bestimmten Tour gefragt werden, sofern diese noch nicht in der Datenbank vorhanden ist.

Moderator: Julian

Panik im Ramen von Lawinenunfällen - ein vernachlässigtes Th

Beitragvon Julian » 21 März 2014 17:17

Ich bin kürzlich über diesen sehr spannenden, aber auf Englisch geschriebenen Artikel gestoßen:

Panik im Rahmen von Lawinenunfällen

Es geht dabei nicht um die Panik des Verschütteten, sondern um die der Ersthelfer (häufig ja die anderen, nicht verschütteten Mitglieder der Skitourengruppe).

Sehr spannend, läßt einen doch nachdenklich werden: Wie würde ich reagieren? Bleibe ich ruhig? Kann ich die notwendige Hilfe leisten?

In dem Zusammenhang kann ich nur wieder appellieren: Übt die Situtation, indem einer einen Pieps vergräbt (am besten auch auf Senden schalten...) und die anderen müssen ihn finden! Einfache, schnell auszuführende Handgriffe (Schaufel und Sonde zusammenbauen, Pieps von Senden auf Empfang etc.) sind sehr geeignet, das Stresslevel oder Aktivationsniveau zu senken. Wenn alles nicht hilft: Eigenen Puls fühlen, liegende Achten mit der Hand in den Schnee malen! Kann wirklich nützlich sein.
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Beitragvon wolf » 21 März 2014 20:35

hallo julian.

danke fuer den interessanten beitrag.
wir ueben das suchen eines LVS, sondieren und schaufeln jeden winter wenigstens einmal.
aber auch andere faktoren wie 'verschwindepunkt' des verschuetteten, schneeprofil graben, lawinensituation und gefaehrdung anhand des gelaendes einschaetzen wird trainiert.
ich bin da immer wieder gern dabei und helfe auch gerne mit den neuen schneeschuhern und angehenden skitourengehern ein bisschen sicherheit am berg mitzugeben. :D

apropos stress: was haeufig vergessen wird ist, dass der verschuettete, sofern er bei bewusstsein ist, unter dem schnee sehr gut hoeren kann. negative aussagen wie: "den finden wir doch nie...der ist doch schon mausetot....komm lass gut sein" sollten daher waehrend der suche unterbleiben. das stresst den verschuetteten hi-end, senkt die motivation leben zu wollen und laesst ihn womoeglich vorzeitig aufgeben.! :shock:
und wenn es auch noch so brutal klingt: sollten wir den verschuetteten dennoch nicht retten koennen, so soll er wenigstens mit dem gefuehl von uns gehen dass wir alles getan haben um ihn zu retten und ihn nicht aufgegeben haben!
Viele Grüße,
Wolf

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Beitragvon Julian » 22 März 2014 17:51

Servus Wolf,

sehr gut, vorbildlich!!! So ist es!

Übrigens auch häufig wichtig: Unterscheidung Mehrfach-Verschüttung gegenüber Einzelverschüttung!
Bei Mehrfachverschüttung muss einer die Koordination übernehmen! Wenn möglich, weniger Suchende als Grabende, das Graben ist nämlich verdammt anstrengend. Der Schnee wird häufig extrem fest und hart, da wird man schnell müde!

In dem Zusammenhang: Bitte Stahlschaufeln mitnehmen! Alles andere bricht meist zu schnell. Wolf, Du hast sicher einen Klappspaten dabei... ;-)

Müdigkeit heißt Fehler machen...einer sollte "unangestrengt" bleiben, damit die Birne genug Sauerstoff abbekommt!
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Beitragvon wolf » 22 März 2014 18:35

Julian hat geschrieben:In dem Zusammenhang: Bitte Stahlschaufeln mitnehmen! Alles andere bricht meist zu schnell. Wolf, Du hast sicher einen Klappspaten dabei... ;-)

Müdigkeit heißt Fehler machen...einer sollte "unangestrengt" bleiben, damit die Birne genug Sauerstoff abbekommt!



natuerlich kein klappspaten....viel zu schwer...wo hab ich den eigentlich? 8)

stimmt. einer tut physisch nur wenig oder gar nichts und uebernimmt dafuer das kommando und die koordination der rettung. :)
Viele Grüße,
Wolf

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Beitragvon wolf » 26 März 2014 20:27

by the way: Beschreibung
Viele Grüße,
Wolf

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