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Flyer RS SLX

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Flyer RS SLX

Beitragvon ziller » 14 Januar 2019 17:14

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Wird Zeit, allmählich mal meine 'Alltagsschlampe', den im Titel erwähnten Flyer RS aufs Parkett zu bringen.
Erfreulicherweise ist der Bügel alles andere als ne Schlampe, schon vom Einstandspreis her.
Mit dem Preis wär aber einer von zwei Negativpunkten (mehr oder weniger) schon abgehakt.
Der andere betrifft die Schalteinheit am Lenker, die im Sommer zwar ok geht, aber im Winter mit dicken Handschuhen echt dämlich zu bedienen ist.

Im weitesten Sinne gäbs noch nen Punkt, aber irgendwas ist ja immer.
Wie die Bezeichnung schon verrät oder wenigstens andeutet, sollte die Kischd ja ne Shimano SLX verbaut haben.
Hat sie auch und fast ist man geneigt, vollmundig zu verkünden, sie haben ne vollständige SLX verbaut, aber das stimmt nicht ganz.
Zu ner vollständigen Gruppe gehören auch die Naben, die Kurbelgarnitur und der Umwerfer und dies eben sind die drei Komponenten, die nicht aus der SLX stammen. Die Kurbel ist bei nem Mittelmotor aber schwierig aus ner MTB-Gruppe zu verwenden, ein Umwerfer bei vielen Ebikes gar nicht vorgesehen und die Naben, naja, die sind Flyer Hausmarke.
Also voraussichtlich ausm Hause Joytech, wie so gut wie alle Hausmarkenaben sowie jene, die unterm Premium-Label 'Novatech' des Hauses unters Volk gebracht werden.
Kann gut sein, muss nicht. Muss aber auch nicht schlecht sein. Aber wie auch immer: bisher halten sie.

Anstoss, die Büchse zu thematisieren ist die Schnapszahl aufm Tacho gewesen:

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Das war Ende letzten Jahre und zugegebenermassen ist voriges Jahr auch ein Gutteil dieser Kilometer da draufgefahren, nämlich knapp über 5000, rund knapp 1000 aufs Uproc und in höchster Eile noch 600 auf das Giant, den Rest meiner Jahreskilometer hab ich mitm Bio-Bike runtergerissen.
Das RS diente in erster Linie für alles, wo kein MTB notwendig war. Einkaufen, Pendeln, Kneipe und Biergarten.
Dazu drängt sichs förmlich auf, weil alles Notwendige am Rad ist: robuster Gepäckträger, vernünftige Schutzbleche (die aber durchaus und vorallem vorne noch n paar Zentimeter weiter runtegezogen sein dürften und deren Befestigung ich anfangs nicht von 12 bis zum Mittagsläuten übern Weg traute, nach einigen üblen MTB-Einsätzen, zu denen ich die anderen Bikes verliehen hatte und nicht mitm Tiefeinsteiger-Oma-Rad auftauchen wollte, aber doch), absolut super Licht und vorallem ein fettes Abus Amparo-Rahmenschloss, zu dem es noch ne zusätzliche Kette gibt, mit der man das Bike für längeres Parken irgendwo abschliessen kann.
Also ein Schlüssel für alles: Akku und Schloss, die Kette wird mit nem Dübel in die Verriegelung des Schlosses gesteckt und zusammen mit selbigem verriegelt.
Also schnell mal 2 Minuten zum Bäcker unds Bike im Blick, einfach das Rahmenschloss abschliessen, wenn die Rodel länger geparkt steht, die Kette dazu.
Das beste Schloss nutzt ja nix, wenn mans mitsamt Bike in nen Kastenwagen werfen unds Schloss daheim in aller Ruhe mit der Flex bearbeiten kann.

Grad angesichts der teils fiesen Bedingungen, unter denen ich mit der Rodel unterwegs bin, ist der Verschleiss lächerlich. Mittlerweile sind die Bremsbeläge (ois SLX) fast runter, die Kette (ois SLX) machts aber gewiss nochmal mindestens halb so lang wie die derzeitigen rund 6000km auf der Uhr.

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Eigentlich fast schon unglaublich, obwohl ich zum Messen hier erstens die Kette per Kurbel gestrafft hab und zweitens an den Ebikes nicht grad der ultimative Pfleger bin, was die Kette anbelangt.
An nem normalen Rad dreh ich zum Schmieren die Kurbel rückwärts, da tut sich bei Mittelmotoren halt wegen dem Freilauf da drin nicht viel und der Bewegungsablauf mit vorwärts drehn ist total ungewohnt für mich.
Wenn ich dann also tatsächlich mal schmiere, immer ohne vorher den groben Dreck runterzuputzen (so siehts dann aufm Bild auch aus), der dann im Idealfall von nem guten Schmiermittel schlicht mit zwischen die Kettenglieder reingesaugt wird.
Vielleicht ist aber auch nur meine Rohloff-Plörre für die Kettenpflege deutlich schlechter als man gemeinhin annimmt.

Ach ja, und ein, zwei Punkte gibts noch: erstens war gleich mal in den ersten Tagen die Batterie fritte. Wurde anstandslos auf Garantie getauscht, obwohl ich schon zitterte weil ich den Verdacht hatte, ich habe die mit ein paar Winternächten mit deutlichen Minusgraden im Freien selbst gelyncht. Sollt man nicht machen, keine Ahnung, was genau da die Hersteller bei Bikes mit integriertem Akku empfehlen. Vielleicht s ganze Rad mit rein nehmen.
Die technischen Aspekte: 15Ah, rechnerisch also knapp 580Wh. Reicht fürs Gröbste.
Auch für die Börse, wenn man das Ding mal aus eigener Tasche neu anschaffen muss.
(Die meisten greifen dann zum 18AH-Akku, der zwar günstiger ist, aber je nach Hersteller nicht schnellladefähig und so oder so ein eigenes Ladegerät erfordert. Bringt unterm Strich mehr Verdruss als die vermeintliche Ersparnis und optisch geschmeidiger als der eh schon ordentliche Watz isses nu auch nedd grad. Das sieht aus wie ne Schrankwand, wo die Flyer mit den Akkus hinterm Sitzrohr eh schon optisch gewöhnungsbedürftig sind)

Und die Forke. Nix gegen Suntour, die sind für ihr Geld ganz ok und die 'billigen' Stahlfedergabeln, die vorallem in günstigeren MTBs zu finden sind, sprechen oft besser an als billige Luftfedergabeln fürs gleiche Geld und auf die paar Grämmer kommts am Ebike ja auch nedd an.
Orischinool ist sicher auch die Leitungsverlegung untadelig, nur, ich brauchs idiotensicher und so wie am Motorrad, also vordere Bremse wird rechts betätigt.
Ich weiss, es gibt Genies, die da in ner Schrecksekunde meinen, umdenken zu können, ich gehöre da aber nicht dazu.
Deswegen muss ich die Leitung umklemmen und sie dazu anders verlegen, damit sie nicht scheuert:

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Was wirklich auf Suntours und Flyers Kappe geht, ist das nervige Spiel, das diese Touringgabeln mehr oder weniger neu schon haben. Egal, welcher Name da drauf steht und in welcher Liga da operiert wird: es will nicht jeder ne MTB-Gabel in der Hütte haben, die allein schon soviel kostet wie n billiges Nicht-Ebike.
Ich bügel da zugegebenermassen gern auch mal auf Singletrails durchn Wald und ebenso zugegebenermassen bewegt sich das Spiel auf gleichbleibend geringem Niveau, aber auch dadurch, sowie dasses eher die Regel als die Ausnahme ist, wirds nicht besser und die Materialbelastung nicht geringer.

Und ein noch nicht erwähnter Punkt auf der Haben-Seite: für mich irrelevant, aber massige Zuladung.
149kg Abfluggewicht sind nämlich erlaubt.
Hebt sich damit wohltuend von jenen Büchsen ab, die mit nem Wamperten in genagelten Stiefeln und mit n paar Klamotten umhängen allein schon überladen sind, ohne s Fahrradgewicht mitgezählt zu haben.

Ausserdem: zur eh schon üppigen Garantie gibts 10Jahre aufn Rahmen.
Gewährte Flyer aus Trotz, seit ihnen die Stiftung Warentest mit nem völlig realitätsfremden Test voll eine reingeschallert hatte und zwo Rahmen, die zehntausendfach ohne auch nur das geringste Problem draussen rumfuhren, aufm Prüfstand gelyncht hat.

Lenker/Vorbau hab ich etwas modifizieren müssen, um möglichst tief zu kommen.
Regulär wirds schwierig, da unter Sattelniveau zu kommen und auch auf den Bildern mags nicht so wirken, aber ohne nach unten geneigten Vorbau ist bei meiner Sitzhöhe (70cm überm Tretlager bei 170mm-Kurbeln) bestenfalls Sitzhöhe=Lenkerhöhe drin.
Interessiert aber eh die wenigsten mit so nem Bike, nehm ich an.
Irgendwann und irgendwo triffst auf jeden Fall mal den Sensenmann.
Und in dem Moment denkst ganz gewiss nedd "Oh, ich hätte viel öfter ins Büro gehn sollen!"
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