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Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Tage

Seid ihr kürzlich auf einer Tour unterwegs gewesen? Dann lasst uns bitte hier an euren persönlichen Erfahrungen teilhaben und fertig einen Tourenbericht samt Bildern bei uns hier im Forum an...

Moderator: Bjarga

Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Tage

Beitragvon kboomdani » 15 Juli 2016 7:42

Lange geplant und dann endlich durchgezogen. In den Sextener Dolomiten lässt sich eine Klettersteigrunde par excellence begehen. Ich will euch hier nicht mit über 500 Fotos zuspamen sondern nur ein paar Highlights zeigen, den diese Runde oder zumindest Teile davon muss man selbst erlebt haben. Die Eindrücke und Gefühle können Fotos nie übermitteln die ich in den 3 Tagen, die ich alleine unterwegs war, erleben durfte. Hier ein paar Eckdaten:
-50 km Distanz
-10.000hm
-3 Tage anstatt der normalen 4 Tage
-15.000 kcal verbrannt :-)
-gefühlte 20 Energieriegel vertilgt
-über 500 Fotos
-13 Kg Marschgepäck (auf das notwendigste reduziert)
-10 Klettersteige
-3 Hüttenübernachtungen
-3 Gipfelkreuze
-keine einzige Blase (Hurra)
-1 Paar Socken
-viele Stunden Ruhe da ich keinem auf den einzelnen Steigen begegnet bin
-die Erkenntniss das ohne Oropax in den Hütten nix geht
-die wohl schönste Hütte mit dem besten Essen gefunden--Büllejochhütte--Geheimtipp :-), wo sonst gibts a 4 Gang Menü mit "Gruß aus der Küche" und Hirschgulasch auf knapp 3000 Meter?
-Ein Cappucino am Fuße der 3 Zinnen schmeckt noch besser wie im Tal
-die Erkenntniss das ein Merinowolle Shirt selbst nach 3 Tagen schwitzen nicht stinkt--> Danke an das Merinoschaf das dafür seine Wolle hergegeben hat :-)
-Gute Ausrüstung spart eine Menge an Gewicht und steigert so das Komfortgefühl sowie die Geschwindigkeit beim Gehen.

Last but not least: Momentan die intensivste und beeindruckendste Tour meines Lebens.

Hier die einzelnen Stationen:
1. Etappe:
Rifugio Berti (1950 m) – Ferrata Roghel (K4–5) – Ferrata Cengia Gabriella (K3) – Rifugio Carducci (2297 m), – Nuova ferrata (K2–3) – Sandbüheljoch – Alpinisteig (K1–2) – Büllelejochhütte (2528 m),6,5St.

2. Etappe: Büllelejochhütte – Sentiero delle Forcelle (K 2) – Innerkofler-De Luca-Steig (K2–3) – Drei-Zinnen-Hütte (2405 m) – Leiternsteig (K3) – Toblinger Knoten (2607 m) – Drei-Zinnen-Hütte – Büllelejoch (2522 m) – Zsigmondyhütte (2224 m), 4,45 Std.
3. Etappe: Zsigmondyhütte – Strada degli Alpini (K2–3) – Sentinellascharte (2717 m) – Via ferrata Zandonella S (K 4–5) – Sextener Rotwand (2936 m) – Rotwand-Klettersteig (K2) – Ferrata Zandonella SE (K3) zum Rifugio Lunelli, 5,5H

Bei der ganzen Tour liegt die Schwierigkeit nicht in den KS ansich, sondern in dem Alpinen Umfeld. Viele ungesicherte Wege,Schneefelder,desolate Seilversicherungen und Absturzgelände machen daraus eine ernstzunehmende Unternehmung,die aber bei gründlicher Vorbereitung gut zu meistern ist. Aktuell liegt in den Nordabbrüchen des Elfers noch einiges an Schnee was gerade die Elferscharte noch ein bischen tricky macht.

BTW: Danke Söllner Marlene fürs besetzen der Homebase und die Unterstützung :-).



https://picasaweb.google.com/1181617145 ... 9786590049
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Re: Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Ta

Beitragvon Julian » 15 Juli 2016 8:33

Was soll man sagen...Glückwunsch! Klingt toll, aber allein hätte ichs nicht gemacht (=Schisser).
Und: Nur 500 Fotos? Ralf hätte die allein am ersten Tag gemacht!!! :lol: :lol: :lol:
What goes up, must come down.
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Re: Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Ta

Beitragvon kboomdani » 15 Juli 2016 11:07

Julian hat geschrieben:Was soll man sagen...Glückwunsch! Klingt toll, aber allein hätte ichs nicht gemacht (=Schisser).
Und: Nur 500 Fotos? Ralf hätte die allein am ersten Tag gemacht!!! :lol: :lol: :lol:


Ich bin ja schliesslich zum KS gehen unterwegs und nicht primär für Fotos. Das ist nur ne Randerscheinung. :lol:
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Re: Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Ta

Beitragvon KarlM » 16 Juli 2016 17:59

Hallo

gratultion zu der Tour

sag mal, bist du Trailrunner?

die erste Etappe mit der verlängerung zur Büllejochhütte in 6,5 h,
wenn ich im Schaller die Gehzeiten zusammen zähle, komme ich auf 9-10 h (?)

Wir bist du genau von der Sentinellischarte weiter? du führst drei KS auf.
Bist diu 2x hoch auf die Rotwand?

Danke
Karl
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Re: Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Ta

Beitragvon Kaiser » 14 August 2016 18:45

kboomdani hat geschrieben:desolate Seilversicherungen und Absturzgelände


Hierzu noch mal der Hinweis: Die Südostroute der Via ferrata Zandonella ist behördlicherseits gesperrt!
Gruß
Ralf
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Re: Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Ta

Beitragvon bolero934 » 17 September 2016 11:24

Servus Daniel!

Jetzt muss ich auch nochmal nachfragen... bis zum Rif. Carducci und dem Abzweig Sandbühelejoch/ Büllelejochhütte kann ich Dank der Karte noch folgen, (...und danach auch wieder) wie aber passt da der Alpinisteig dazwischen und wie kommst du insgesamt auf 10000Hm. (...im Aufstieg oder Auf. und Abstieg zusammengerechnet?)
Hab max. 3000Hm zusammengerechnet...(laienhaft) :wink:

Also bei sovielen Hm in 3 Tagen schreckt mich die Tour dann doch bisschen ab :wink:


Kaiser hat geschrieben:
kboomdani hat geschrieben:desolate Seilversicherungen und Absturzgelände


Hierzu noch mal der Hinweis: Die Südostroute der Via ferrata Zandonella ist behördlicherseits gesperrt!


@AndréTT
Der Südost-Steig ist oben und unten von italienischer Seite auf einem Papierschild am Seil ab 15. Juli 2015 „gesperrt“ worden, da 4 Sicherungsstellen kaputt sind. Zum Klettern u. Selbstsichern benötigt man diese jedoch nicht zwingend, wer sich im Fels sicher fühlt. Verbleichende rote Markierungen zeugen aus der Zeit, als es noch kein Stahlseil in der Art gab. Leider befinden sich keine Hinweise über die Sperrung an den Hütten Berti und Lunelli.


Ansonsten tolle Tour und Klasse Leistung! Dank Hütteneinkehr, für mich die Chance, dich irgendwann am Abend (Nacht) wieder einzuholen! :wink:

Gruß Andy
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Re: Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Ta

Beitragvon Reinhard » 17 September 2016 13:51

bolero934 hat geschrieben:... wie aber passt da der Alpinisteig dazwischen...


Hier ist wohl der kurze Kriegssteig am Sandbüheljoch gemeint?
Gruß Reinhard
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Re: Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Ta

Beitragvon kboomdani » 21 September 2016 12:26

bolero934 hat geschrieben:Servus Daniel!

Jetzt muss ich auch nochmal nachfragen... bis zum Rif. Carducci und dem Abzweig Sandbühelejoch/ Büllelejochhütte kann ich Dank der Karte noch folgen, (...und danach auch wieder) wie aber passt da der Alpinisteig dazwischen und wie kommst du insgesamt auf 10000Hm. (...im Aufstieg oder Auf. und Abstieg zusammengerechnet?)
Hab max. 3000Hm zusammengerechnet...(laienhaft) :wink:

Also bei sovielen Hm in 3 Tagen schreckt mich die Tour dann doch bisschen ab :wink:


Kaiser hat geschrieben:
kboomdani hat geschrieben:desolate Seilversicherungen und Absturzgelände


Hierzu noch mal der Hinweis: Die Südostroute der Via ferrata Zandonella ist behördlicherseits gesperrt!


@AndréTT
Der Südost-Steig ist oben und unten von italienischer Seite auf einem Papierschild am Seil ab 15. Juli 2015 „gesperrt“ worden, da 4 Sicherungsstellen kaputt sind. Zum Klettern u. Selbstsichern benötigt man diese jedoch nicht zwingend, wer sich im Fels sicher fühlt. Verbleichende rote Markierungen zeugen aus der Zeit, als es noch kein Stahlseil in der Art gab. Leider befinden sich keine Hinweise über die Sperrung an den Hütten Berti und Lunelli.


Ansonsten tolle Tour und Klasse Leistung! Dank Hütteneinkehr, für mich die Chance, dich irgendwann am Abend (Nacht) wieder einzuholen! :wink:

Gruß Andy


Der Alpinisteig darf nicht mit der "Strada degli Alpini" vertauscht werden. Der Alpinisteig ist auch bekannt unter Kriegssteigl.
Die Hm summierten sich natürlich im Auf und Abstieg. Das wäre sonst ein Pensum das wohl schwer zu schaffen wäre. :D
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Re: Dolomiti Senza con Fini- Eine Klettersteigtour über 3 Ta

Beitragvon Apicius » 21 September 2016 13:15

die wohl schönste Hütte mit dem besten Essen gefunden--Büllejochhütte--Geheimtipp :-), wo sonst gibts a 4 Gang Menü mit "Gruß aus der Küche" und Hirschgulasch auf knapp 3000 Meter?


das nenn ich doch mal eine wirklich wichtige Information....mal sehen das ich die Hütte nächstes Jahr irgenwie einbauen kann :thumbup:
Apicius ist die freundliche Art Fressag zu sagen
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