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238 - Emanuel Strubich

Bergrätsel - unsere beliebte Rubrik zur Überbrückung der "Klettersteig-freien" Zeit!

Moderator: Steeler

238 - Emanuel Strubich

Beitragvon Franz » 7 Dezember 2009 14:02

Wer ist der Junge Mann auf dem Bild ?

Bild

Es sind ihm etwa 75 Erstbegehungen gelungen, die meisten als Alleingänger.
Franz
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Re: 238 - Emanuel Strubich

Beitragvon Steeler » 7 Dezember 2009 14:06

Franz hat geschrieben:Wer ist der Junge Mann auf dem Bild ?

Bild

Es sind ihm etwa 75 Erstbegehungen gelungen, die meisten als Alleingänger.


Hallo Franz

Wenn man das Bild anklickt ist wieder die Lösung zu lesen:
Strubich, Vorname Emanuel

Emanuel Strubich
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Beitragvon Franz » 7 Dezember 2009 14:42

Und ich hatte schon einen Hinweis bereit zum Weitermachen!
Textprobe aus seiner Biografie:
"Als nicht gerade üppig verdienender Schneidergeselle hatte er es schwer die weit entfernten Alpen zu erreichen..."
Nun kann ich auch schon sagen warum : er war Sachse.
Ja, heute ist der Tag der schnellen Lösungen, Steeler Du bist dran!
Aber zur Geschichte von Emanuel Strubich erzähle ich euch später mehr,wenn das Forum eine "Kunstpause" wie vorhin macht. Zum Einen hat es Strubich verdient dass man von ihm berichtet, zum anderen gibt es Elemente einer Horrorgeschichte...
Gruss, Franz
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Beitragvon Steeler » 7 Dezember 2009 15:17

Naja, ich nehme den Punkt mal an, aber mir ist das etwas unangenehm weil ich ja nicht raten sondern nur ablesen musste.
Dauert aber etwas bis ich wieder was einstellen kann. Aber es ist ja sowieso ziemlich ruhig im Moment.

Gruß Uwe
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Beitragvon Reinhard » 7 Dezember 2009 15:20

Steeler hat geschrieben:Naja, ich nehme den Punkt mal an, aber mir ist das etwas unangenehm weil ich ja nicht raten sondern nur ablesen musste.


Das geht in Ordnung, denn Schnelligkeit muss auch belohnt werden! :wink:
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Beitragvon Franz » 8 Dezember 2009 0:02

Ich fange mal wie angekündigt an von Emanuel Strubich zu erzählen:
In der Folge seiner bedeutendsten Erstbegehuhg, der Drusenfluh Südwand, gab es wahre Horrorgeschichten.
Strubich hatte die fast 600 Meter hohe Wand 1921 im Alleingang durchstiegen.
Er verfasste eine Routenbeschreibung die noch viel zu reden geben sollte.
Im Februar1922 Verunglückt Emanuel Strubich in einer Lawine in den Stubaier Alpen.
1923 Beim Versuch der zweiten Begehung gab es einen Toten und die Schwierige Bergung des Überlebenden,der Zwei Nächte in der Wand verbringen musste.
Der Tote wurde eingeklemmt in einen engen Kamin gefunden,seine Leiche konnte aber nicht geborgen werden.
1928 erst gelang die zweite Begehung der Wand.
Noch im gleichen Jahr versuchte der Innsbrucker Diechtl allein eine Begehung. Er kam von der Route ab und verunglückte.
Seine Leiche wurde nie gefunden.
1928 gelang einer Zweierseilschaft die dritte Begehung, mit einem Biwak auf dem Abstieg. Dabei wurdenSeilreste unbekannter Herkunft gefunden.
Der nächste Begehungsversuch endete wieder tragisch. Diesmal wurde die Leiche eines Alleingängers am Wandfuss gefunden..
1930 Durchstieg die bekannte Seilschaft Walter Stösser und Ernst Seifried die Wand auf einer neuen Route und sie entdeckten... "In einem Schluchtabsatz einen wenige Meter langen Strick...Gebeinsreste...dann eine Masse die einst ein Mensch war..." Auch sie müssen Biwakieren. (Stösser starb 1935 in der Nordwand des Morgenhorns, von einer Eislawine erschlagen.)
Die Wand hat inzwischen einen schauderhaften Ruf. Jeder zweite Begehungsversuch endet unglücklich und so geht es auch weiter,bis kein geringerer als Anderl Heckmair das Gesetz der Serie unterbricht und zwei Begehungsversuche hintereinander gelingen.
Dazwischen gelang dem bekannten münchner Bergsteiger und Schriftsteller Leo Maduschka eine Begehung, aber er entkam nur mit Mühe der Wand nach einem bitteren Biwak. Er fand in derWand den Rucksack des verunglückten Innsbruckers Diechtl, zurückgelassen in der Wand. Es ist die letzte Unternehmung die ihm gelingt, bevor er in der Nordwestwand der Civetta in den Sturzbächen einer Gewitternacht an Unterkühlung stirbt.
Auch eine weitere Begehung der Wand gelang in einer glücklichen Phase der Serie.
Bis 1932 glaubte man von drei verschiedenen Routen in der Wand zu wissen, aber vieles blieb ungewiss : wer war wo durch die Wand geklettert ? Dass die meisten Unglücke durch Irrwege geschehen waren schien sicher. Es gab Diskussionen, Beschuldigungen wegen angeblich falscher Routenbeschreibungen, wirkliche und vermeintliche Irrtümer.Es wurde sogar die Frage aufgeworfen (und gedruckt !) : "... ist ...derErstersteiger schuld?" ( an den Irrgängen die zu den Unglücken führten )
Erst vor einigen Wochen wurde, angeregt durch ein neu erschienenes Buch, letzte Klarheit über diese zum Teil über 80 Jahre zurückliegenden Ereignisse gewonnen.
- Darüber vielleicht ein andermal...
Zuletzt geändert von Franz am 8 Dezember 2009 11:47, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon wolf » 8 Dezember 2009 9:37

hallo franz.

sehr interessante, wenn auch tragische, geschichte ueber einen mir bis dato unbekannten kletterpionier und dessen "nachfolgern".
danke fuer die alpine geschichtsstunde! :)
Viele Grüße,
Wolf

Seiwlisolwäisendeffriwea. (EehAhFau)

http://wolf.hat-gar-keine-homepage.de
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Beitragvon Franz » 8 Dezember 2009 17:34

BLR hat geschrieben:
Franz hat geschrieben:Erst vor einigen Wochen wurde, angeregt durch ein neu erschienenes Buch, letzte Klarheit über diese zum teil mehr als 80 Jahre zurückliegenden Ereignisse gewonnen.
- Darüber vielleicht ein andermal...

ich ahne schon, wer das Buch geschrieben hat...
Stephen King... :)
ist aber eine hochinteressante Geschichte rund um diesen Berg...

Zu hoch gegriffen was die Popularität des Verfasses betrifft...
Zu tief was den Bezug zur Realität betrifft...
Die besten Geschichten sind doch jene die das Leben schreibt.

Der Titel des Buches: "Mensch und Berg im Montafon"
ISBN 978-3-902225-37-5
Franz
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