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Klettersteig-Kurs oder Geführte Tour?

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Moderator: Erik

Klettersteig-Kurs oder Geführte Tour?

Beitragvon Kocherreiter » 3 Dezember 2015 15:27

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr mit meiner Tochter (12) beim Bambini-Steig beginnen und schauen wie weit wir dann beim Höhenglücksteig kommen. Bisher hat es leider nicht geklappt, so dass ich mich noch etwas einlese und den Beginn auf 2016 verschiebe.

Dadurch habe ich beim Googeln diverse Kurs-Angebote entdeckt. Wie sinnvoll sind solche Kurse wenn ich Knotenkunde, Eigensicherung und Kind-Sicherung - nicht nur in der Theorie - beherrsche? Ich denke an (den oder die?) Alpspitz-Ferrata die ich in 2016 nach dem Schnuppern in Hersbruck angehen möchte; jedoch unter der Obhut eines "Profis". Ich habe einen 2-Tages-Kurs für 250€ gefunden und eine geführte Tages-Tour für 100€.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?
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Re: Klettersteig-Kurs oder Geführte Tour?

Beitragvon aktuell » 3 Dezember 2015 16:23

Kocherreiter hat geschrieben:Eigentlich wollte ich in diesem Jahr mit meiner Tochter (12) beim Bambini-Steig beginnen und schauen wie weit wir dann beim Höhenglücksteig kommen. Bisher hat es leider nicht geklappt, so dass ich mich noch etwas einlese und den Beginn auf 2016 verschiebe.

Dadurch habe ich beim Googeln diverse Kurs-Angebote entdeckt. Wie sinnvoll sind solche Kurse wenn ich Knotenkunde, Eigensicherung und Kind-Sicherung - nicht nur in der Theorie - beherrsche? Ich denke an (den oder die?) Alpspitz-Ferrata die ich in 2016 nach dem Schnuppern in Hersbruck angehen möchte; jedoch unter der Obhut eines "Profis". Ich habe einen 2-Tages-Kurs für 250€ gefunden und eine geführte Tages-Tour für 100€.

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?


das Geld würde ich mir sparen - ich würde hier im Forum mal einen Termin (mit entsprechendem vorlauf) für die Tour posten. Da findet sich bestimmt jemand der Erfahrung hat und dich gerne begleitet und ein bisschen einweist! Alternativ würde ich mir an deiner Stelle auch eine geführte Sektionstour vom Alpenverein raussuchen. Da zahlst du nur einen Bruchteil und keine 100 bzw. sogar 250 € !!
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Beitragvon harwin » 3 Dezember 2015 16:35

@Kocherreiter
was ich festgestellt habe ist, dass es häufig an der generellen Erfahrung in den Bergen hapert. Wie bewege ich mich sicher in den Bergen, Risikominimierung (Wetter, etc.), Trittsicherheit, Tourplanung, Zeitmanagement, Selbsteinschätzung, Verantwortungsbewusstsein, usw.
Das technische in einem Klettersteig (richtige Ausrüstung, anlegen derselben und die korrekte Benutzung) lässt sich leicht erlernen und hat man auch schnell drin. Den Vorschlag von @aktuell finde ich da recht gut. Aber wenn die oben genannten Rahmenbedingungen nicht stimmen ...
Gruß
Harald
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Beitragvon felix » 3 Dezember 2015 17:00

Hallo Kocherreiter,

der Harald hat Recht, die für die Berge nötigen Vorraussetzungen beschränken sich nicht auf das Technische in Sachen Klettern/ Klettersteig. Die alpinen Grundvorrausetzungen sind auch nicht kurzfristig in Lehrgängen zu erlernen. Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen, und die kommt erst mit der Zeit. Ich würde mich langsam an die Sache rantasten, es gibt so viele ganz einfache Klettersteige. Und, um auf Deine zweite Frage einzugehen, ein Beitritt zu einer Sektion des DAV bringt viel.
Man lernt viele Gleichgesinnte kennen, die gerne etwas miteinander unternehmen. Außerdem ist meistens der Terminkalender übers ganze Jahr mit Aktivitäten gefüllt, jede "alpinistische Spielart" wird bedacht. So ist es jedenfalls bei uns. Theoretische Sachen, wie z.B. Knotenkunde, Tourenplanung, Wettereinschätzung, Kartenlesen etc., sind gerade in der jetzigen Zeit immer mal ein Thema bei den Vereinsabenden. Und die Vorfreude aufs Frühjahr steigt...
Gruß
Lars

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Beitragvon Julian » 3 Dezember 2015 17:05

Ich denke, dass das Modell "erst Höhenglück, dann Alpspitze" nicht so schlecht ist.

Am Höhenglück brauchts keine Bergerfahrung, wenn das Wetter kippt, geht man heim (gell, Ralf? :lol: ).

Wenn man da dann das Handling drin hat, kann man sich an die Alpspitze wagen - denn einen Wetterbericht lesen kannst Du ja sicher, und auch wenn das hochalpines Gelände ist, es ist nie sehr weit zur Gondelbahn (max. 2h), und der Steig nicht schwerer als das Höhenglück! Und sogar ähnlich abgespeckt... 8)

Für die erste alpine Klettersteigtour ist aber eine erfahrenere Begleitung nie schlecht (schon aus psychologischen Gründen).
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Beitragvon Kocherreiter » 4 Dezember 2015 7:28

Danke für die vielen guten Anregungen :thumbup:
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