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Unfälle am Berg

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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon harwin » 7 September 2018 8:54

Kraxel-Tobi hat geschrieben:
harwin hat geschrieben:15m sind eigentlich nicht viel


:shock:
15 m ist aber auch schon wie wenn Du aus der 5. Etage fällst...

natürlich, das schon. Aber es hätte auch (nur) mit Knochenbrüchen ausgehen können. Aber der zusätzlich herabstürzende Felsbrocken ... :(
Gruß
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Erik » 7 September 2018 10:10

Cestonsaill hat geschrieben:Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. 8)
Beim Universum bin ich mir aber nicht mehr so sicher :wink:


7 Beitrage und noch kein einziger Vernünftiger. Mal von der genialen Vorstellung deiner Person abgesehen.
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Oldie » 7 September 2018 10:14

Erik hat geschrieben:
Cestonsaill hat geschrieben:Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. 8)
Beim Universum bin ich mir aber nicht mehr so sicher :wink:


7 Beitrage und noch kein einziger Vernünftiger. Mal von der genialen Vorstellung deiner Person abgesehen.


:thumbup: wieder mal ein Vogel, der sich verflogen hat.
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Ralf » 10 September 2018 9:19

Der Elfjährige hatte Angst, die Seilbrücke (im Drachenwand Klettersteig) zu betreten. Laut Aussagen des Vaters verweilte er ca. 30 Minuten mit geschlossenen Augen in zusammengekauter Stellung auf einem Felsabsatz vor der Hängebrücke.


https://www.nachrichten.at/oberoesterre ... t4,3001747
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Kraxel-Tobi » 10 September 2018 9:50

Klassischer Fall von Blockade, nicht schön, hatte ich ja selbst schon mal.

Und ggf. auch Überschätzung des Vaters, was den Sohn anging. Aber natürlich reine Spekulation,
weil ich ja nicht weiß, wie erfahren die beiden sind. Wäre aber mit Sicherheit nicht das erste Mal,
dass ein übereifriger Vater seinen Sohn in einen zu schwierigen Klettersteig mitnimmt...
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Ralf » 10 September 2018 9:57

Kraxel-Tobi hat geschrieben:Wäre aber mit Sicherheit nicht das erste Mal,
dass ein übereifriger Vater seinen Sohn in einen zu schwierigen Klettersteig mitnimmt...


da hast du Recht - musste ich leider auch schon oft live beobachten wie Eltern ihre Kinder durch irgendwelche Steige mit Gewalt schleifen
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Julian » 10 September 2018 13:08

Der arme kleine Kerl. Der geht so schnell auch nicht mehr in einen Steig...

Zu dem dreifachen Unfall an dem steilen und glatten Bachbett:
Ich kann mir schon vorstellen, dass das eine formidable Rutschbahn ist! Wenn da in auch nur geringem Umfang irgendwas Glitschiges auf den Steinplatten wächst, reicht schon wenig Strömung, um da den Abgang zu machen. Und dann geht es dahin. Unsere gute Funktionskleidung bremst ja wenig auf einem derartigen Untergrund...

Mein Beileid allen Angehörigen.
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Stroty » 10 September 2018 13:55

Und gestern ist ein achtjähriges Mädchen am Ettaler Mandl tödlich verunglückt. Wie schlimm :oops:
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Julian » 11 September 2018 8:50

Das ist ja furchtbar. Da wird man seines Lebens nicht mehr froh, wenn man das mit ansehen musste. Ich fühle mit den Eltern. :cry:
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Oldie » 14 September 2018 7:45

Es nimmt kein Ende und dieses Jahr scheinen es mir sehr viele Klettersteige zu sein:
https://www.alpin.de/home/news/26232/ar ... steig.html
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon sevo » 14 September 2018 9:18

Oldie hat geschrieben:Es nimmt kein Ende und dieses Jahr scheinen es mir sehr viele Klettersteige zu sein:
https://www.alpin.de/home/news/26232/ar ... steig.html


Wieder mal eine ungesicherte Abstiegspassage. Auch sonst ganz viele Unfälle im Ein-, Aus- oder Abstieg. Auch wenn da das trockene Jahr (durch monatelang pulvertrockene zu Sand oder Kies zertretene Wege) die Situation noch etwas schlimmer gemacht hat, würde ich das schon als eine Entwicklung interpretieren. Der eigentliche Aufstieg ist an Klettersteigen mittlerweile so gut gesichert, dass die Passagen ringsum (nicht selten mit Schwierigkeiten in den II-III) zum gefährlicheren Element werden. Die Sicherheitsforschung und die Klettersteig-Errichter werden sich wohl mehr um diese in der Vergangenheit wenig beachtete Peripherie kümmern müssen.
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Apicius » 15 September 2018 23:47

Vorab erst mal mein Beileid den Angehörigen, denen nutz ein warum oder wieso nichts, da zählt einzig die Tatsache des Verlust.

Auch ist nicht jeder der Abstürzt unerfahren, aber natürlich häufen sich die Unfälle weil einfach die Tritsicherheit zuvieler häufig mangelhaft ist da die Erfahrung fehlt und sich die Leute mit dem was Sie da so vor haben und desen Risiken und Vorraussetzungen die sie erbringen müssen nicht auseinandersetzen.

Die Sicherheitsforschung und die Klettersteig-Errichter werden sich wohl mehr um diese in der Vergangenheit wenig beachtete Peripherie kümmern müssen.


Müssen Sie das wirklich oder kapieren Alpenvereine und Fremdenverkehr doch irgenwann mal das Waschstum nicht um jeden Preis statfinden kann und soll sondern das es Grenzen gibt deren Überschreiten ungesund ist.

Das ist kein Kletterwald wo man von Anfang bis Ende eingebunden ist und schlimmstenfalls ein halbe Stunde doof in der Luft rum hängt bis einer Kommt und einen rettet.

Aber genau so kommt einem manchmal die Propaganda vor ...gefahrlos, einfach etc. sind die Schlagworte.

Das was sich dann so rumtummelt, gegebenenfalls sein Kind voller Verzweiflung eine halbe Stunde vor einer Stahlseilbrücke kauern läst ist leider noch nicht mal das Ende des Schreckenszenarios sondern nur Teilaspekt.

Die anschließende Bergung des Verunglückten gestaltete sich als äußerst schwierig - nicht zuletzt aufgrund mehrerer Schaulustiger, die die Arbeit der Rettungskräfte massiv behinderten.

Da die Gaffer immer wieder Steine lostraten, musste der Grat von einem Alpinbeamten gesperrt werden, um die Einsatzkräfte nicht zu gefährden.

Laut Polizeiangaben konnten auch mehrere Lautsprecherdurchsagen der Hubschrauberbesatzung, die vor Ort im Einsatz war, die neugierigen Bergsteiger nicht davon abhalten, bis an den Rand der Absturzstelle zu gehen, um das Szenario "besser" beobachten zu können.


Da fällt einem doch nix mehr ein.
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Stroty » 18 September 2018 12:35

überall rücksichtslose und respektlose menschen. wie gestern am klein matterhorn: massen von (jungen) skifahrern, die sich in die gondel gedrängelt haben, als wäre es die letzte. furchtbar, einfach furchtbar....... :thumbdown: :evil:
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon sevo » 18 September 2018 20:47

Apicius hat geschrieben:Das ist kein Kletterwald wo man von Anfang bis Ende eingebunden ist und schlimmstenfalls ein halbe Stunde doof in der Luft rum hängt bis einer Kommt und einen rettet.

Aber genau so kommt einem manchmal die Propaganda vor ...gefahrlos, einfach etc. sind die Schlagworte.


Ich fürchte, das Kind ist längst in den Brunnen gefallen. Unter Neubauten dominieren längst extrem ausgesetzte Abenteuer-Klettersteige voller künstlicher Hindernisse, welche dennoch, so lange man sich nicht ausklickt, kaum gefährlich sind, da die objektiv riskanten Passagen mit einem Kong-Kegel alle zwei Meter gespickt sind. Während früher Klettersteige dort einen sehr schweren Wanderweg fortsetzten, wo man ungesichert in akuter Lebensgefahr wäre. Dementsprechend halte ich schwere Zu- und Abstiege für solche Abenteuer-Klettersteige für einen Paradigmenbruch - ein "Kletterwald-Steig" dieses Typs muss mehr oder weniger auf asphaltierten Wegen erreichbar sein, denn wer da draufgeht, könnte bisher nur auf Linoleum geklettert haben und völlig frei von Trittsicherheit und Bergerfahrung sein...
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Oldie » 21 September 2018 8:06

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