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Erdbeben in Nepal

Hier kann ein allgemeiner Austausch erfolgen.

Moderator: Erik

Erdbeben in Nepal

Beitragvon Kraxel-Tobi » 26 April 2015 9:29

Hallo zusammen,

wie ihr sicher schon mitbekommen habt, gab es in Nepal ein schweres Erdbeben der Stärke 7,9.
Aktuell ist von ca. 2000 Toten die Rede, diese Zahl wird aber sicher leider noch steigen. Tausende
Menschen wurden verletzt und sind nun teilweise obdachlos. Zahlreiche der wunderschönen
Weltkulturerbestätten sind leider nur noch Schutt und Asche. Am Everest kamen außerdem
nach aktuellen Informationen 18 Bergsteiger durch Lawinen ums Leben, zahlreiche Erdrutsche
haben z.B. auch Häuser in Namche Bazar zerstört. Wie es in den sonstigen ländlichen Regionen
aussieht, ist derzeit noch nicht genau bekannt, da die Hilfskräfte nur langsam hingelangen.

Da mir das ohnehin schon arme Land sehr am Herzen liegt, möchte ich euch aufrufen, genau
wie ich zu spenden. Auch kleinere Spendenbeträge helfen sicher weiter!
Ich habe z.B. hier gespendet:

https://www.spendenkonto-nothilfe.de/

Es würde mich sehr freuen, wenn sich viele beteiligen.

Viele Grüße
Tobi
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Beitragvon verticalo » 27 April 2015 9:31

Echt schlimm was da passiert ist!
Da hast du keine Chance nur ansatzweise irgendwie zu entkommen.
Mein tiefstes Mitgefühl allen Betroffenen.
Ich habe sogleich auch gespendet!

Hier noch ein Video, das das Ausmaß der Lawine, die durch das schwere Beben ausgelöst wurde, im Everest Basecamp zeigt:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=_JC_wIWUC2U[/youtube]
Viele Grüße,
Bernd
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Beitragvon gambl3r » 27 April 2015 14:25

Wo er Recht hat, hat er Recht!

[facebook]https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=10152892221867775&id=311797192774[/facebook]
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Beitragvon Julian » 28 April 2015 8:16

Hmmm...

Also das stimmt ja nur zum Teil. Wer verletzt ist und behandelt werden muss, muss auch gerettet werden. Dazu gehören die Bergsteiger im Everest-Basecamp genauso wie die Nepalesen im gesamten Land.

Was allerdings NICHT passieren darf, ist, dass Hubschrauber woanders abgezogen werden, um einen Bergsteiger mit einer nicht gefährlichen Verletzung (z.B. unkomplizierter Armbruch oder so) dort auszufliegen. Vermutlich sind die Bergsteiger im Basecamp eh besser aufgehoben als im Rest des Landes, sie haben ja alles, was sie brauchen (ich könnte mir vorstellen, dass die Vorräte im Basecamp für einige Tage ausreichen...in jeder Hinsicht - und Ärzte gibt es da ja auch).

Ich verurteile da erst mal nichts, bevor man nichts Genaues weiß. Jetzt müssen erst mal schleunigst Infrastruktur-Reparaturen durchgeführt werden, damit die Hilfe überhaupt da ankommen kann, wo sie hin muss...
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Beitragvon Kraxel-Tobi » 2 Mai 2015 13:45

Also ich habe ja auch gespendet, aber ich mache mir auch ein wenig Gedanken,
ob mein Geld auch dort hingelangt, wo es wirklich gebraucht wird... :evil:

Wenn ich es richtig mitbekommen habe, organisieren vor Ort die Inder die Verteilung und
Koordinierung der Hilfe und sollen auch schon einige ausländische Hilfsorganisationen
daran gehindert haben, in umliegende Bergdörfer unweit Kathmandu zu fahren...
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Beitragvon Kraxel-Tobi » 5 Mai 2015 16:51

Mittlerweile nimmt die Erdbebenkatastrophe in Nepal Ausmaße an, da wird mir schwer ums Herz.
Neben den mittlerweile ca. 7.500 gezählten Toten und Tausenden Verletzten werden offenbar auch
noch hunderte Touristen vermisst, davon allein Dutzende Deutsche.

Den Langtang-Nationalpark hat es offenbar auch sehr stark getroffen. Das gesamte Dorf
Langtang wurde verschüttet... :cry:

Ich kann nur noch einmal appellieren, vielleicht durch eine kleine Spende wenigstens aus der Ferne
ein bißchen zu helfen. Ich habe noch an folgenden seriös wirkenden kleineren Hilfsverein Geld gespendet:

http://www.nepalmed.de/

Grüße
Tobias
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Beitragvon Oldie » 11 Mai 2015 14:42

Ich habe über meine AV Gruppe Kontakt zu jemanden bekommen, die während des Erdbebens auf dem Manaslu Treck waren. Das Dorf des Guides ist vollständig zerstört. Die sammeln jetzt privat Geld, was sie dann an ihren Guide schicken (überweisen). Da habe ich mitgemacht, weil ich bei der Aktion die Gewissheit habe, dass es auch dort ankommt, wo es wirklich etwas nützt.
Genuss kann man nicht in Höhenmetern messen!
mit sportlichen Grüßen
Volker
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Beitragvon Ralf » 11 Mai 2015 16:57

Oldie hat geschrieben:Ich habe über meine AV Gruppe Kontakt zu jemanden bekommen, die während des Erdbebens auf dem Manaslu Treck waren. Das Dorf des Guides ist vollständig zerstört. Die sammeln jetzt privat Geld, was sie dann an ihren Guide schicken (überweisen). Da habe ich mitgemacht, weil ich bei der Aktion die Gewissheit habe, dass es auch dort ankommt, wo es wirklich etwas nützt.


da bist du natürlich wirklich auf der sicheren Seite wenn es nur einen Geldstrom von A nach B gibt - und du weißt wer hinter B sich verbirgt! :thumbup:
Viele Grüße, Ralf

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Beitragvon Kraxel-Tobi » 12 Mai 2015 16:27

Heute gab es ein erneutes schweres Nachbeben der Stärke 7,3, wie ihr vielleicht auch schon mitbekommen habt.
Wo soll das alles nur noch hinführen... :|
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Beitragvon möhrchen857 » 12 Mai 2015 23:49

Kraxel-Tobi hat geschrieben:Heute gab es ein erneutes schweres Nachbeben der Stärke 7,3, wie ihr vielleicht auch schon mitbekommen habt.
Wo soll das alles nur noch hinführen... :|

Bei so einem Erdbeben ist das doch "ganz normal".

Beim Erdbeben 1976 im Friaul war ich mit den Brannenburger Gebirgspionieren 4 Wochen lang im Einsatz. Stationiert waren wir in Udine und unser Einsatzort war Gemona. Osoppo weiter im unten Tal wurde von den Amis platt gemacht, es gab nichts mehr zu retten.
Wir spürten jeden Tag schwere Nachbeben. Wenn ich Mittags auf der Straße im Schatten mich ausruhte und das Ohr am Boden hatte, konnt man ständig das rumoren tief in der Erde hören und spüren.
Eines der Erdstöße war so stark, dass der Dom von Gemona, in dem ein paar Minuten vorher meine Kompanie drinnen war, endgültig einstürzte.
Es gab Gebiete in den Bergen, man konnte da noch nicht hin und die Schreie der Menschen verstummten langsam, dann wurde gekalkt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbeben_von_Friaul_1976

Es waren wohl meine sinnvollsten , meine traurigsten und schönsten 4 Wochen beim Bund.
Traurig, weil so viel zerstört wurde und es so vielen Menschen das Leben gekostet hat.
Schön, weil man sah, wie froh die Menschen um jede helfende Hand war.
Schön, weil sie ihre Danbkbarkeit zeigen konnten.

25 jahre später habe ich Gemona mit dem Rad - aus der Toskana /Siena kommend - bereist.
Die Menschen dort haten die gesamte Stadt abgetragen, jeden Stein nummeriert und die Stadt vollkommen neu aufgebaut.
Ich habe mich abends auf dem Platz vor dem Dom Santa Maria Assunta hingesetzt und meine Flasche Wein getrunken - fragt mich bitte nicht, wie meine Stimmung war. Ich wäre glücklich gewesen, wenn ich da schon Elke gekannt und in dem Moment an meiner Seite gehabt hätte.
Gemona und der Dom wurden aufgebaut und man konnte an den Häusern noch die Nummern der Steine erkennen. Nur das Kino, das wurde nicht mehr aufgebaut, unter der Deckenplatte waren 300 Tote begraben.

Ja lieber @Kraxel-Tobi, es ist grausam, aber ganz normal.
Bei mir kommen dann eben wieder die Erlebnisse im Friaul hoch.
LG Walter
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