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Riesendinghöhle

Hier kann ein allgemeiner Austausch erfolgen.

Moderator: Erik

Beitragvon möhrchen857 » 20 Juni 2014 8:15

Stroty hat geschrieben:die haben gestern in den nachrichten erwähnt, dass insgesamt 1000 (!) leute in die rettungsaktion involviert waren. wer zahlt sowas eigentlich?

Das ist eine gute Frage. Im Bezug auf die Höhle kann ich es dir nicht sagen, aber es wird wohl zum Großteil wie bei uns laufen.

Bei der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. (DLRG) ist es folgendermaßen:
Die Mitglieder zahlen einen Beitrag, dafür, dass sie im Notfall auch ihr Leben einsetzen dürfen, um andere zu retten.
Ein Teil des Geldes geht an den Bundesverband (Präsidium), ein Teil an den Landesverband und der Rest bleibt beim Ortsverband. Davon muss der OV seinen gesamten Material- und Ausrüstungsbedarf bestreiten. Dazu kommt etwas Unterstützung der zuständigen Gemeinde (überwachter See) und die weiteren Spenden der Mitglieder.
(Beim BRK kommen dann noch höhere Spenden aus der Bevölkerung - die wir z.B. kaum haben).
Zuschüsse der Gemeinde ist in Laufe der Jahre immer weniger geworden.
Größere Anschaffungen wie Rettungsfahrzeug oder-boot werden vom Bundes- und Landesverband bezuschusst.
Die Materialschlacht wird also fast zu 100% von den Mitgliedern der Rettungsorganisation (DLRG) geschlagen.

Die Arbeitskraft/-zeit trägt das eingesetzte Mitglied zu 100% selbst. Wenn der Orstverband im Katastrophenschutz mit eingebunden ist, muss im Alarmfall der Arbeitgeben das betroffene Personal freistellen. Gilt z.B. auch für die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren. Wie da eine Entschädigung läuft, weiß ich nicht- kann das jemand beantworten?

Ich denke, dass es bei der Wasser- und Bergwacht - beides ist rotes Kreuz LV Bayern - nicht anders ist.

D.h., von den 1000 eingesetzen Leuten kannst du schon mal alle ehrenamtlich tätigen ausschließen, die tragen die "Kosten" wohl selber.

Anderst sieht es wohl aus, wenn berufsmäßige Retter zum Einsatz kommen, die werden sehrwohl entlohnt, das gleiche gilt wohl für die Ärzte, Flugpersonal, Hubschrauber usw.
Die Kosten dürften aber schon sehr hoch sein und da wird wohl eine Versicherung einspringen müsen.
LG Walter
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Beitragvon bolero934 » 20 Juni 2014 9:58

Stroty hat geschrieben:.....erwähnt, dass insgesamt 1000 (!) leute in die rettungsaktion involviert waren.


An anderer Stelle hätte eventuell auch nur 1 Person ausgereicht um zu helfen :(
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Beitragvon verticalo » 21 Juni 2014 11:15

Interessante Fakten zur Rettung und auch zur Versicherungsfrage bzgl. des Einsatzes in der Riesendinghöhle hat der Spiegel hier http://www.spiegel.de/panorama/johann-w ... 76185.html veröffentlicht.
Viele Grüße,
Bernd
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Beitragvon Jonas » 21 Juni 2014 11:47

BILD schreibt "Die Gesamtkosten für die Rettung liegen bei rund 1,5 Millionen Euro. Allein die Helikopterflüge haben rund 500 000 Euro gekostet. Die Gemeinde Bischofswiesen will künftig nur noch Besucher in die Riesending-Schachthöhle lassen, die eine Versicherung haben, die einen Rettungseinsatz über diese Summe abdeckt."
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Beitragvon harwin » 7 Juli 2014 12:23

Update: Kein Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Verunglückten. Daher werden die Kosten komplett übernommen.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/b ... witterfeed
Gruß
Harald
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Beitragvon Ralf » 7 Juli 2014 13:21

harwin hat geschrieben:Update: Kein Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Verunglückten. Daher werden die Kosten komplett übernommen.

http://www.swr.de/landesschau-aktuell/b ... witterfeed


:thumbup:
Viele Grüße, Ralf

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Beitragvon Timmy » 7 Juli 2014 17:23

Ich bin froh das dem Mann geholfen werden konnte. Scheiß doch aufs Geld wenn mann ein Menschenleben rettet. Es wäre sehr unwürdig gewesen Ihn in der Höhle verotten zu lassen.
Zum Glück ist es gut ausgegangen. So wie mann lesen konnte plant er wohl schon die nächste Expedition in die Höhle. Ich wünsche Ihm nicht nocheinmal in seinem Leben in solch eine Situation zu kommen.
Glück auf ...
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Beitragvon Jolante » 1 August 2014 6:35

Naja ich finde wir haben so viel von solchen mutigen Menschen, dann die Kosten bei einem unfall nicht zu übernehmen fände ich dreist!
Forschen ja nicht nur für sich selbst sondern für uns alle -a uch wenn der persönliche Kick vermutlich gigantisch ist!

Lg
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