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Vorrauszahlung bei Hüttenübernachtung

Hier kann ein allgemeiner Austausch erfolgen.

Moderator: Erik

Vorrauszahlung bei Hüttenübernachtung

Beitragvon blaufuchs » 1 April 2014 12:26

Servus zusammen,
nachdem mich ein Thema (passiert Herbst letzten Jahres) ganz schön gewurmt hat (und normalerweise braucht es schon etwas mehr, bis ich die Contenance verliere), wollte ich mal nachfragen: Bin ich nicht mehr up-to-date und wie denkt Ihr darüber?

Im Spätherbst habe ich mit den 3 Kindern eine Hüttenübernachtung auf die XY-Hütte gemacht und wie immer vorreserviert (was hier auch per Mail möglich war). Prompt kam die Aufforderung für eine Vorauszahlung etc. Da sich die Jüngste am Tag davor (!) im Sport ein Band gerissen hatte, kamen nur 3 von 4 angekündigten Personen (bei auch nicht gutem Wetter) auf der Hütte an. An der Rezeption wurde ich dezent „zusammengefaltet“ weil ich nicht abgesagt hatte und Sie ja eventuell eine Suchaktion hätten starten müssen (wenn gar keiner gekommen wäre!; Anmerkung: Wir befinden uns in den Bayerischen Voralpen, knapp über der Baumgrenze!), außerdem hätten Sie schon Hundert Leuten absagen müssen, die sich über den freien Platz gefreut hätten. Ton und Art haben sogar dazu geführt, dass sich die beiden anderen Kinder irritiert angesehen hatten und selbst bemerkten „der Gastraum ist ja nicht mal halbvoll“ (und wurde es auch nicht mehr). Egal…

Knackpunkt war der nächste Tag beim Bezahlen: Für jede Person war eine Anzahlung von 10,- zu tätigen (in Summe wären wir auch wirklich bei 4 Personen knapp über 40,- gewesen; allerdings war die Anzahlung von 10,- höher als die Nächtigung eines Kindes). Auf jeden Fall wurde die Anzahlung des nicht erschienen Kindes „dezent“ einbehalten und auch nicht mit dem anderen verrechnet (Verzehr, Quartier etc.). Auch hier habe ich eigentlich noch höflich nachgefragt „Warum“? Weil, dann müssten sie ja auch diesen Umstand auf der Home-Page verdeutlichen und eine Stornofrist ausweisen. Aber „ich hätte ja keine Ahnung von den Ausgaben, betriebswirtschaftliches Denken etc.“. Eingesehen habe ich es zwar nicht, meinte aber dann, da es sich ja um meine Heimatsektion handelt würde ich den Betrag gerne aufrunden, weil ich auch keine Lust im Beisein der Kinder auf einen Streit hatte. Die folgende Entgegnung hat mich erstmal sprachlos gemacht und die Hütte (meiner Heimatsektion!) auf unsere interne „black-list“ gesetzt: „Doch, sie hätten sehr wohl die Vermutung, dass ich gerne streiten würde, außerdem würde ich mich nicht verhalten wie jemand, der im Alpenverein gut aufgehoben wäre. Man hätte auch den Anschein, dass ich wohl nur sehr selten in die Berge gehe, denn eine Anzahlung (sowie deren Einbehalt) seien durchaus üblich.“

Tja, soviel zu fast 40 Jahren Sektionszugehörigkeit, über 800 Klettersteigen etc. ;-) Zumindest hatten die Kinder und ich genug Gesprächsstoff bis ins Tal…

Ok, ich kann verstehen, dass viele Hütten unter Anmeldungen leiden, die dann einfach nicht erscheinen. Auf der anderen Seite ist eine Hütte für mich auch kein Hotel! Es kann immer etwas dazwischen kommen und man kann nicht absagen (kein Handy etc.). Was dann? Zusätzliche Strafe durch Einbehalt der Gebühr? Wofür zahle ich denn bitte meine AV-Gebühr? Wobei ich gar nicht darauf bestehen würde, anders als die Nicht-Mitglieder behandelt zu werden. Das würde jetzt bedeuten: Nie mehr vorzureservieren und immer vor einer überfüllten Hütte zu stehen (denn das Vorrecht eines Mitglieds bei Vergabe der Schlafplätze gibt es leider schon lange nicht mehr; da war zumindest bis 18 Uhr noch eine freien Anzahl von Plätzen, die erst DANACH an Nichtmitglieder vergeben wurden). Oder aber, wie immer vorzubuchen und dann im worst-case sich mit den Hütten über umständlich Rücküberweisungen herumärgern?
Meine Frage: Ist das wirklich die Regel heute auf den Hütten? Ich penne ja nicht wöchentlich auf einer AV-Hütte, aber so 4-6 mal im Jahr schon und das war diesmal der erste Fall mit der Anzahlung.

Klar macht auch der Ton die Musik und vielleicht hatte die Hüttenwirtin auch nur einen schlechten Tag, aber schon der Empfang war sehr irritierend. Sie hätte es mal so sehen sollen: Immerhin kamen 75% der Leute ja an (früher war an manchen Wänden so eine Erfolgsquote enorm) ;-)

Schade aus meiner persönlichen Sicht: Soviel zum Thema „Heimatsektion“ und soviel zum Thema „Jugend in die Berge“. Zum Glück kennen meine Kinder aber auch schon andere Hütten…
ha det bra
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Beitragvon Steeler » 1 April 2014 12:44

Wäre auf jeden Fall eine Meldung an die Sektion wert.
Andererseits, was juckts ne deutsche Eiche wenn sich eine Sau an ihr kratzt :wink:
Vielleicht hatte sie wirklich nen schlechten Tag.
Ihr solltet die Hütte nochmal besuchen(am besten unangemeldet) und die Laune der Wirtin erneut überprüfen.
February 10th 2014, i survived
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Beitragvon Ralf » 1 April 2014 12:56

Servus Sascha,

echt blöd gelaufen bzw. vll. wirklich nen extrem schlechten Tag der Hüttenwirtin erwischt... evtl. hatte sie ja davor telefonisch 3 Absagen zu verkraften? :roll:
das mit der Anzahlung auf AV-Hütten kenne ich z.T. auch! Das kommt vor allem bei den Hütten vor, die generell gut besucht sind und und eine entsprechende "Lage" haben. In deinem Fall war ja eine 75% Erscheinungsquote noch sehr gut. Ich denke darüber hätten sich viele Hüttenwirte gefreut. Ich hatte hierzu auch letztes Jahr ein Gespräch mit einem Hüttenwirt und die Tendenz ist in der Tat ersichtlich, dass viele einfach auf der Hütte telefonisch vorreservieren und dann ohne jegliche Rückmeldung fernbleiben. Die Anzahlung soll somit gewissermaßen als "verbindliche REservierung" verstanden werden, denn eine telefonische (oder auch per eMail) Reservierung ist heutzutage - laut dem Hüttenwirt mit dem ich mich ausgetauscht hatte - quasi eine "Freifahrtschein" für´s unentschuldigte Nichterscheinen.
In deinem Fall wäre es aus meiner Sicht seitens der Hüttenwirtin angemessen gewesen, sich zumindest fürs Teilerscheinen zu bedanken und den angezahlten Betrag auf Getränke- und Essenskonsum zu verrechnen. Wie bereits oben geschrieben - wahrscheinlich hat die wirklich nen extrem schlechten tag gehabt
Viele Grüße, Ralf

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Beitragvon lisa2103 » 1 April 2014 13:09

ich finde das ganze auch nicht gut. in den französischen alpen gibt es teilweise hütten die man ausschließlich über das internet reservieren kann (reservierungen über telefon werden nicht entgegengenommen), und bei der reservierung über das internet muss man seine kreditkartendaten angeben und dann werden gleich bei der reservierung pro person 10 euro abgebucht. :roll:
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Beitragvon harwin » 1 April 2014 13:23

ich hatte für September letzten Jahres jeweils in einer AV-Hütte und in einer privaten Hütte reserviert und dann leider ein paar Tage vorher wegen sehr schlechtem Wetter absagen müssen.

In der AV-Hütte ist mir das mit dem "Zusammenfalten" am Telefon auch passiert, da musste ich nur vorher keine Anzahlung leisten. In der privaten Hütte hatte ich zwar eine Anzahlung getätigt, der Hüttenwirt hat mir aber zugesichert die Anzahlung bis zum 30.06. diesen Jahres aufrecht zu erhalten. Das fand ich sehr positiv.
Gruß
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Beitragvon Julian » 1 April 2014 15:23

Nur nach der Überschrift zu urteilen.... April, April....?!?!? :wink:

Der Rest der Geschichte klingt dann nicht mehr nach einem Aprilscherz...
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Beitragvon msOXYD » 1 April 2014 17:31

Hallo Sascha,

da hast Du ja wirklich keine nette und keine freundliche Behandlung erfahren. :thumbdown:

Wie früh reserviert ihr eigentlich die Hütten :?:
Ich möchte im August den Berliner Höhenweg laufen und habe bisher noch nie so viele Tage in Serie in Hütten genächtigt.
Da August dort sicher auch Hochsaison ist würde ich lieber reservieren, bei so einer Mehrtages- Tour kann natürlich auch im Sommer z.B. Wettermäßig einiges dazwischen kommen. Buche ich zu früh- muss ich stornieren, buche ich zu spät muss ich evtl. absteigen.
Achso wir sind zu zweit unterwegs. :gruebel:
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Re: Vorrauszahlung bei Hüttenübernachtung

Beitragvon Manni-Fex » 1 April 2014 19:42

Ich habe s hon oft in Huetten uebernachtet und immer vorher reserviert. Anzahlung wurde noch nie verlangt. Vergangenes Jahr habe ich in der Buellelejochhuette schon im Maerz fuer 11 Personen reserviert. Wenn man bedenkt, dass die kleine Huette nur fuer 13 Personen Platz bietet, dann habe ich etwa 85% der verfuegbaren Schlafplaetze gebucht. Nach meiner Frage wegen einer Anzahlung hat man mir das verneint und gesagt, dass ich nur einige Tage vorher nochmals die benoetigten Plaetze bestaetigen soll.

In deinem Fall wuerde ich auch mal auf der Seite www.huettentest.de
die Erfahrungen teilen.
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Re: Vorauszahlung bei Hüttenübernachtung

Beitragvon Kaiser » 1 April 2014 22:29

Bisher habe ich auf Hütten immer dann reserviert, wenn ich mit einer größeren Gruppe unterwegs war. Eine Anzahlung hab' ich bislang nicht leisten müssen - weder auf AV-Hütten noch auf privaten. Natürlich kann es sein, dass die Hüttenwirtin einen schlechten Tag hatte. In einem Fall habe ich auch schon erlebt, dass der Hüttenwirt einer AV-Hütte anscheinend ausschließlich profitorientiert und an der Zufriedenheit der Gäste aber auch mal so gar nicht interessiert war. Diese Meinung wurde auch von diversen anderen Hüttengästen geteilt. Seit einiger Zeit hat die Hütte glücklicherweise einen neuen Pächter und da läuft's jetzt besser. :D
Gruß
Ralf
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Re: Vorrauszahlung bei Hüttenübernachtung

Beitragvon wolf » 2 April 2014 10:51

blaufuchs hat geschrieben:Servus zusammen,
nachdem mich ein Thema (passiert Herbst letzten Jahres) ganz schön gewurmt hat (und normalerweise braucht es schon etwas mehr, bis ich die Contenance verliere), wollte ich mal nachfragen: Bin ich nicht mehr up-to-date und wie denkt Ihr darüber?


hallo Sascha.

passiert ist mir as mit der Anzahlung noch nicht, ich meine aber einen entsprechenden Artikel im P_anorama gelesen zu haben, dass tatsaechlich einige Sektionen/huetten zu dieser art 'kundenbindung' uebergehen.

deine geschichte klingt aber so abenteuerlich, dass es fast nicht dreister geht. :shock:

und wenn DU (die personifizierte ruhe selbst :wink: ) schon als 'auf Krawall gebuerstet' bei der Wirtin ankommst.....dann kann sie ja froh sein dass der boese wolf nicht vor ihr stand. ich glaube ich haette sie derart weggefoehnt.....

ich wuerde auch nochmal die Wirtin bei einem neuen besuch antesten...wenn sie wiederum pampig ist...Meldung an die Sektion. :?
Viele Grüße,
Wolf

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Re: Vorrauszahlung bei Hüttenübernachtung

Beitragvon blaufuchs » 2 April 2014 11:50

Servus,
na, Danke für die vielen Antworten... übrigens werden jetzt auch Anzahlungen bei den Hütten der Oeav Salzburg gefordert (50% des reservierten Übernachtungspreises).

In diesem Fall hatten wir die Hütte 2 Monate vorher reserviert. Noch mal antesten? Nö, liegt eigentlich nicht lohenend genug (weil man die Tour auch gut ohne Hütte machen könnte). Es hat sich nur so mit den Kids eingebürgert, dass sie mit ihrem Dad eine Abschlusstour auf eine Hütte machen und diesmal war eben diese dran...

Wenn ich alleine unterwegs bin reserviere ich eh nie und riskiere lieber, dann ein Notlager zu haben. Für die Kids wäre das nur nicht so erholsam ;-) Ansonsten ist die Hütte bei mir eh erst einmal unten durch. Oder wie Nicolai meinte: Die haben ja eh keinen Kaiserschmarrn! :shock:
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Re: Vorrauszahlung bei Hüttenübernachtung

Beitragvon wolf » 2 April 2014 11:53

blaufuchs hat geschrieben:. Oder wie Nicolai meinte: Die haben ja eh keinen Kaiserschmarrn! :shock:



:lol: :lol: :lol:
Viele Grüße,
Wolf

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Re: Vorrauszahlung bei Hüttenübernachtung

Beitragvon felix » 2 April 2014 12:05

Hallo,
das ist natürlich weniger schön, wenn man auf diese Art auf einer idyllischen Berghütte empfangen wird!
Aber ich muß auch mal eine Lanze für die vielleicht mehr als gestresste Wirtin brechen. Wer weiss, was sie alles in den letzten Stunden erlebt hat...
Wir als Autoverkäufer können da ein Lied davon singen. Es werden immer mehr Pappnasen auf der Welt. Wie oft haben wir verbindliche Termine vereinbart, die nicht eingehalten werden. Ohne Absage oder jegliche Benachrichtigung, obwohl das in der heutigen Zeit kinderleicht ist und kaum Aufwand bedeutet. Was wir an Aufwand gehabt haben, zeitlich oder manchmal auch finanziell, spielt keine Rolle. Ich denke, dass der Prozentsatz an Chaoten auch in den Bergen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat, wie soll man da bei "Direktkontakt" immer die Nerven behalten? Manchmal hilft eine kurze Nachdenkphase und ein klärendes, freundliches Gespräch - und das Problem ist aus der Welt geschafft... Vor allem, wenn es den falschen getroffen hat!
Gruß
Lars

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Re: Vorrauszahlung bei Hüttenübernachtung

Beitragvon Steeler » 2 April 2014 12:06

wolf hat geschrieben:
blaufuchs hat geschrieben:. Oder wie Nicolai meinte: Die haben ja eh keinen Kaiserschmarrn! :shock:



:lol: :lol: :lol:


Dann kann die Hütte ja auch ganz zu machen :lol:
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Re: Vorrauszahlung bei Hüttenübernachtung

Beitragvon wolf » 2 April 2014 20:24

Steeler hat geschrieben:
wolf hat geschrieben:
blaufuchs hat geschrieben:. Oder wie Nicolai meinte: Die haben ja eh keinen Kaiserschmarrn! :shock:



:lol: :lol: :lol:


Dann kann die Hütte ja auch ganz zu machen :lol:


so.

dann waere das jetzt ja auch geklaert.

nicolai,wolf und steeler....die derzeit fuehrenden alpinisten in sachen 'kulinarik am berg' sind sich einig...eine berghuette ohne kaiserschmarrn geht gar nicht. :lol:

@sascha: du kannst die huette anschreiben, sie moegen sich entweder nach jemandem umschauen der einen gescheiten kaierschmarrn machen kann, oder gleich ganz zu sperren. 8) :lol:
Viele Grüße,
Wolf

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