ANZEIGE

Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Hier kann ein allgemeiner Austausch erfolgen.

Moderatoren: Erik, Sandra

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Stroty » 23 Juli 2019 15:08

Erik hat geschrieben:Nur so zur Info. Als ich meinen Text geschrieben habe, war ich noch nicht einmal mit lesen der Seite 1 fertig. Nachdem ich die letzten Posts hier lese muss ich ehrlich gesagt ein wenig schmunzeln.

Edit: ist doch kein Wunder dass du schmerzen bekommst mit dem Schuh. Mammut macht eher harte Sohlen. Dazu ist der Schuh noch relativ steif. Ein gesundes Gehen für einen Anfänger ist damit nicht gegeben. Und jetzt steinigt mich :D :D :D

Wenn du noch motiviert bist und paar Flocken über hast, dann schau dir mal Kandidaten wie Adidas Terrx, Scarpa Mescalito, Salewa Wildfire/Firetail usw weiter an. (naja den Salewa eher wenn du öfter neue Schuhe magst, die Sohle nutzt sich schnell ab)

Und nur nebenbei: hatte bisher 4 Firetail / 2 Terrex / 1 La Sportiva(aber halbsteigeisenfest, trotzdem leicht und bequem) ... mit denen gehe ich alle Touren ohne Gletscher Kontakt. Also auch bis über 3000m ohne Probleme.


ach erik, wieder bei dir. ich liebe auch die höchstens halbhohen im gelände und auf sämtlichen klettersteigen. bei hochtouren in eis war aber selbstverständlich was höheres mit steifer sohle aufgrund der notwendigen steigeisen passender. ich brauchte den knöchel bisher nicht eingepackt und habe es lieber etwas luftiger und beweglicher. wer allerdings mit den sprunggelenken probleme hat, für den mag was höheres im "normalen" gelände besser sein.
Benutzeravatar
Stroty
Forums-Altvordere(r)
 
Beiträge: 6169
Registriert: 20 Oktober 2008 12:54
Wohnort: Pfalz
Has thanked: 77 times
Been thanked: 52 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon harwin » 24 Juli 2019 7:36

Stroty hat geschrieben:ach erik, wieder bei dir. ich liebe auch die höchstens halbhohen im gelände und auf sämtlichen klettersteigen. bei hochtouren in eis war aber selbstverständlich was höheres mit steifer sohle aufgrund der notwendigen steigeisen passender. ich brauchte den knöchel bisher nicht eingepackt und habe es lieber etwas luftiger und beweglicher. wer allerdings mit den sprunggelenken probleme hat, für den mag was höheres im "normalen" gelände besser sein.

so ist es aktuell bei mir. Seitdem meine Arthrose am linken Sprunggelenk massiv zugeschlagen hat und schlimmer geworden ist bin ich froh einen hohen Schuh tragen zu können. Allerdings gibt es leider (noch) nicht den einen Schuh für alles. Bei Bergwanderungen will man lieber einen etwas weicheren Schuh haben für eine runde Abrollbewegung. Für Klettersteige und Bergsteigen sollte die Sohle etwas härter sein und vorne eine Climbing Zone haben. Und für Hochtouren darf die Sohle nochmals einen Härtegrad zulegen. Schließlich soll das Steigeisen absolut sicher sitzen.
Gruß
Harald
Benutzeravatar
harwin
biwakiert im Forum
biwakiert im Forum
 
Beiträge: 3378
Registriert: 31 Mai 2011 6:38
Wohnort: KA
Has thanked: 255 times
Been thanked: 139 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Stroty » 24 Juli 2019 10:39

naja, diese climbing zone bei vielen schuhen finde ich jetzt nicht wirklich hilfreich. damit stehe ich auf schmalen leisten im klettersteig auch nicht viel besser (da die schuhe meistens vorne relativ klobig sind) und die reibung an platten o. ä. ist auch kaum signifikant höher. ganz persönliche meinung.
Benutzeravatar
Stroty
Forums-Altvordere(r)
 
Beiträge: 6169
Registriert: 20 Oktober 2008 12:54
Wohnort: Pfalz
Has thanked: 77 times
Been thanked: 52 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon ziller » 24 Juli 2019 10:45

Daria hat geschrieben:Warum? Haben sie auch Nachteile?


Ja, allerdings. Zu den bereits von andern genannten (wenig Haftung auf Fels, Entwöhnung usw...) ist effektiver Stockeinsatz definitiv auch was, was man lernen muss. Nur so rumstochern, weil man sie mitschleppt ('schleppen' muss nedd sein, meine wiegen 280gr. das Paar), braucht man nedd, denn dann kann man sie auch daheimlassen. Bergauf zum Anschieben per Allrad kostet richtig Kraft, da war ich anfangs in der Schulter- und Brustmuskulatur aber sowas von fix und alle, bergab hats mich dann zwoma recht ordentlich zur Erdkunde geschickt und auf die Goschn ghaut, weil ichs gern 'rollen lasse', wie hier auch einige schon geschrieben haben, also quasi joggen. Iss ja logo, je weniger man abbremsen muss, umso geringer sind die Kräfte. Nur bringt das auch mit sich, dass man zuallererst dahin guckt, wo man hintritt. Da noch auf zwo Stöcke zu achten und wo man damit hinpiekt, geht nicht. Verlässt man sich dann auf die und sie rutschen weg, liegt man da. Glücklicherweise hab ich gewohnheitsmässig nie die Hände in den Schlaufen, so dass nix Wesentliches passiert ist, aber erstens diese Erfahrung und zweitens der Punkt, dass ich oft unterwegs bin, wo ich aus verschiedenen Gründen gar keine Stöcke mitnehmen und einsetzen kann, haben mich davon abkommen lassen.

Daria hat geschrieben:Zumindest kotze ich nicht und friere nicht trotz Hitze wie beim ersten Mal.


Puh, da würd ich ggf. auch mal über ne Hitze-Symptomatik nachdenken...

Aber was das (eigentliche) Thema generell angeht, auch im Zusammenhang mit Höhenangst: Schaut man sich Trailrunner an, joggen die ja mit recht windigen Schuhen in Ecken rum, wo andere sich nur massiv ausgerüstet grad so hingetrauen. Da iss also ne breite Spanne an Möglichkeiten, je nach Fähigkeiten, oder, wie ich es schon bei der Frage zum Berggehen bei miesem Wetter schreiben wollte: wer ko, der ko. Man muss einfach ein seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechendes Optimum finden. Wer Höhenangst hat und sich am liebsten an nem Geländerseil festklammert wo vorhanden, wird natürlich nicht wie ne Gämse den Pfad runterspringen, aber für das Grundsätzliche ist das ja auch gar nicht notwendig. Ausprobieren, verschiedenes Schuhwerk testen usw. kann man ja generell an irgendner Steigung/Gefälle.
Ich bin beispielsweise mal für nen Konditionstest immer mit nem unten aufgetankten 10l-Wasserkanister im Rucksack ne 2,5km lange Steigung hochgehechelt, hab oben das Wasser ausgekippt und bin knieschonend runtergejoggt, wo ich dann wieder aufgetankt und das Spiel wiederholt hab. Da brauchts keinen 3Stunden-Anstieg im Gebirge dazu, ich konnt ausprobieren, mit welchen Schuhen ich am besten zurechtkomme, verschiedene Rucksäcke unter grosser Belastung testen oder rausfinden, dass mich Stockeinsatz bei so ner Mission mehr belastet als auf die Stöcke zu verzichten (wie oben erwähnt bergauf mit Stecken anschieben braucht n paar Muskelgruppen, die sonst nur rumhängen und vielleicht vom Rucksackriemen malträtiert werden, und die brauchen dafür auch noch Nahrung und sind zudem schon platt, wenns oben dann mit Klettern weitergeht...)
Irgendwann und irgendwo triffst auf jeden Fall mal den Sensenmann.
Und in dem Moment denkst ganz gewiss nedd "Oh, ich hätte viel öfter ins Büro gehn sollen!"
Benutzeravatar
ziller
God of VIA-FERRATA
God of VIA-FERRATA
 
Beiträge: 1985
Registriert: 15 August 2016 23:16
Wohnort: Puy la Clavette
Has thanked: 50 times
Been thanked: 142 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon ziller » 24 Juli 2019 10:47

Stroty hat geschrieben:naja, diese climbing zone bei vielen schuhen finde ich jetzt nicht wirklich hilfreich. damit stehe ich auf schmalen leisten im klettersteig auch nicht viel besser (da die schuhe meistens vorne relativ klobig sind) und die reibung an platten o. ä. ist auch kaum signifikant höher. ganz persönliche meinung.



Da bin ich bei dir und verzichte auch drauf und hab sie bisher noch nie so wirklich vermisst.
Wo es wirklich interessant wird, nehm ich lieber gleich Kletterpatschen mit und hab so in zwei unterschiedlichen Szenarien nicht jeweils nur nen Kompromiss, sondern das Optimum.
Irgendwann und irgendwo triffst auf jeden Fall mal den Sensenmann.
Und in dem Moment denkst ganz gewiss nedd "Oh, ich hätte viel öfter ins Büro gehn sollen!"
Benutzeravatar
ziller
God of VIA-FERRATA
God of VIA-FERRATA
 
Beiträge: 1985
Registriert: 15 August 2016 23:16
Wohnort: Puy la Clavette
Has thanked: 50 times
Been thanked: 142 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon EfBieEi » 24 Juli 2019 11:00

Hier eine unnötige Anekdote #

Am Tegelberg hatte ich eine Zufallsbekanntschaft gemacht mit einer mittelalten Frau die war mit Sandalen unterwegs. Also nicht nur den Tegelbergklettersteig sondern auch den Fingersteig :D

Das waren aber spezielle Sandalen mit guter Sohle, den Grund warum habe ich vergessen. Sie kam aber einigermaßen zurecht :wink:
EfBieEi
Bergsteiger
Bergsteiger
 
Beiträge: 160
Registriert: 18 Juli 2018 9:52
Has thanked: 2 times
Been thanked: 14 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon harwin » 24 Juli 2019 11:52

Stroty hat geschrieben:naja, diese climbing zone bei vielen schuhen finde ich jetzt nicht wirklich hilfreich. damit stehe ich auf schmalen leisten im klettersteig auch nicht viel besser (da die schuhe meistens vorne relativ klobig sind) und die reibung an platten o. ä. ist auch kaum signifikant höher. ganz persönliche meinung.


da hat dann jeder andere Erfahrungen gemacht. ch bin froh, dass ich sie habe. Bis 4, zumindest in kombiniertem Gelände, gehe ich auch mit Bergschuhen. Und da ist genau dieser vordere Bereich für mich sehr hilfreich.

Außerdem ist ein festere Sohle auf nem Bügel auch angenehmer als bspw. ein Trailrunningschuh, bei dem sich der Bügel durch die Sohle drückt. Hab ich schon probiert.
Gruß
Harald
Benutzeravatar
harwin
biwakiert im Forum
biwakiert im Forum
 
Beiträge: 3378
Registriert: 31 Mai 2011 6:38
Wohnort: KA
Has thanked: 255 times
Been thanked: 139 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon ziller » 24 Juli 2019 16:49

EfBieEi hat geschrieben:
Das waren aber spezielle Sandalen mit guter Sohle, den Grund warum habe ich vergessen. Sie kam aber einigermaßen zurecht :wink:



Naja, wie hiess der Knabe, der übern Sommer wöchentlich mit seiner Honda nach Hanmersbach gebraust und dann barfuss übers Höllental undn KS auf die Zugspitze gegangen ist?
In irgendner Reportage wurde der mal gestreift. Aber wie ich schrieb: wer ko, der ko.
Irgendwann und irgendwo triffst auf jeden Fall mal den Sensenmann.
Und in dem Moment denkst ganz gewiss nedd "Oh, ich hätte viel öfter ins Büro gehn sollen!"
Benutzeravatar
ziller
God of VIA-FERRATA
God of VIA-FERRATA
 
Beiträge: 1985
Registriert: 15 August 2016 23:16
Wohnort: Puy la Clavette
Has thanked: 50 times
Been thanked: 142 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Daria » 24 Juli 2019 18:42

ziller hat geschrieben:Bergauf zum Anschieben per Allrad kostet richtig Kraft.
Das muss ich jetzt austesten, vielleicht bringt mir da mein alter Sport doch Vorteile.
ziller hat geschrieben:bergab hats mich dann zwoma recht ordentlich zur Erdkunde geschickt und auf die Goschn ghaut, weil ichs gern 'rollen lasse', wie hier auch einige schon geschrieben haben, also quasi joggen.
Da wird es bei mir noch lange dauern, bis ich esvom Kopf her schaffe mit dem "rollen lassen", leider. :oops:

ziller hat geschrieben:Aber was das (eigentliche) Thema generell angeht, auch im Zusammenhang mit Höhenangst: Schaut man sich Trailrunner an, joggen die ja mit recht windigen Schuhen in Ecken rum, wo andere sich nur massiv ausgerüstet grad so hingetrauen. Da iss also ne breite Spanne an Möglichkeiten, je nach Fähigkeiten, oder, wie ich es schon bei der Frage zum Berggehen bei miesem Wetter schreiben wollte: wer ko, der ko. Man muss einfach ein seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten entsprechendes Optimum finden. Wer Höhenangst hat und sich am liebsten an nem Geländerseil festklammert wo vorhanden, wird natürlich nicht wie ne Gämse den Pfad runterspringen, aber für das Grundsätzliche ist das ja auch gar nicht notwendig. Ausprobieren, verschiedenes Schuhwerk testen usw. kann man ja generell an irgendner Steigung/Gefälle.
:thumbup: Gestern bin ich meinen kleinen "Trainingsberg" (den Barmstein) abgegangen und hab mich richtig gezwungen, soweit wie möglich "ohne Hände" auszukommen. - Und es ist schon viel besser gewesen, als bei den ersten Versuchen. Ich hab auch geschafft, mich oben auf die Felskante hinzusetzen mit den Füßen in den Abgrund sozusagen. Für euch hier wahrscheinlich ganz normal, aber ich war super stolz darauf. Vor zwei Wochen wäre es für mich völlig undenkbar gewesen. Heute habe ich mir leichte Halbschuhe vom Salomon gekauft "Speed Cross 4", sie wiegen nichts und haben einen sehr ausgeprägten Profil, sitzen angenehm am Fuß. Morgen probiere ich sie aus am Barmstein. Am Wochenende will ich wieder zum Carl von Stahl Haus und von dort versuchen auf den Hohen Göll zu kommen. - Am letzten WE hab ich es nur aufs Hohe Brett geschafft und war für die Überschreitung dann zu feige. - Vielleicht packe ich es dieses Mal. Da könnte ich die leichten Schuhe zumindest für den Weg zum Stahl Haus nutzen, damit die Füße nicht die ganze Zeit so eingegipst sind.

ziller hat geschrieben:Ich bin beispielsweise mal für nen Konditionstest immer mit nem unten aufgetankten 10l-Wasserkanister im Rucksack ne 2,5km lange Steigung hochgehechelt, hab oben das Wasser ausgekippt und bin knieschonend runtergejoggt, wo ich dann wieder aufgetankt und das Spiel wiederholt hab.
Das ist doch eine Super-Idee! Vielleicht könnte ich sie auch einfach fürs Training nutzen? Eine ordentliche Tour kann ich nur am WE machen. Nach der Arbeit schaffe ich nur meinen "Trainingsberg", - da fahre ich 15km mit dem Radl hin, habe 400h.m. mit einem Stück gesicherten Steig und fahre dann heim. Von der Kondition ist es mir zu wenig, aber mit einem guten Gewicht im Rücksack kann ich mich da auslasten.

Das gehört zwar hier nicht zum Thema, aber wo ich schon am Schreiben bin... Ich bin ein wenig ratlos, wie man das Training planen soll. In meinem alten Sport ging alles sehr genau nach Gewichten in kg, % von Max.-Leistung, Gesamtvolumen, Wh.-Zahl usw. Alles sehr übersichtlich. Hier versinke ich irgendwie in vielen "Baustellen": ich muss normale Grundlagenkondition verbessern, ich muss mir die Höhenangst abtrainieren, ich muss was für Koordination und Gleichgewicht tun, ich kann das Krafttraining nicht komplett aufschmeißen... So viel Gesamttrainingszeit hatte ich als Gewichtheberin eigentlich nie. Die Vielfalt der Anforderungen macht mich narrisch. :) Ich brauche ein wenig Struktur und Planung...
Daria
Wanderer
Wanderer
 
Beiträge: 67
Registriert: 8 Juli 2019 14:21
Has thanked: 27 times
Been thanked: 0 time

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon ziller » 24 Juli 2019 22:05

Wenn ich den letzten Absatz so durchlese: du solltest den leistungsorientierten Ansatz imho komplett streichen.
Du wirst (sry!) keine Spitzenbergsteigerin mehr und ich würde dir schwer empfehlen, mehr die touristisch motivierte Komponente zu betonen.
Es gibt ein Leben ohne Trainingsplan.
Piano anfangen, im Rahmen der Möglichkeiten steigern, längere, anspruchsvollere Touren wählen, dabei kein Risiko eingehen. Mit der Brechstange die Alpen erobern zu wollen wird sich über kurz oder lang rächen.

Traf neulich ne entfernte Bekannte aufm Heimweg vom Klettern mit ihrem Hund und beglückwünschte sie dazu, so nah an dem Kletterspot zu wohnen, aber sie meinte, sie habe Höhenangst.
Macht ihr aber nix, weil sie so viele Interessen und Möglichkeiten hat, dass sie es nicht als Nachteil empfindet, nicht in die Berge oder Klettern zu gehn.
Es ist ja mit absolut allem so, dass irgendwer was besser kann, jemand anders dafür gar nedd und umgekehrt. Muss man sich halt damit arrangieren und gucken, dass man sich im Rahmen seiner Möglichkeiten wohlfühlt und klarkommt.

(Davon abgesehn und etwas sarkastisch: die meisten tödlichen Unfälle passieren ja beim Bergwandern. Also, im Vergleich zum Alpinklettern, Bergsteigen und so, iss das wohl knüppelhart, vorallem wenn man bedenkt, dass es ja eher so den Ruch einer Seniorenbeschäftigung ohne Anspruch hat. Also: sowas banales muss man auch erstmal überleben und sicher und redudant angehängt im Klettersteig ist wohl mehr so Kindergeburtstag dagegen...:mrgreen: )
Irgendwann und irgendwo triffst auf jeden Fall mal den Sensenmann.
Und in dem Moment denkst ganz gewiss nedd "Oh, ich hätte viel öfter ins Büro gehn sollen!"
Benutzeravatar
ziller
God of VIA-FERRATA
God of VIA-FERRATA
 
Beiträge: 1985
Registriert: 15 August 2016 23:16
Wohnort: Puy la Clavette
Has thanked: 50 times
Been thanked: 142 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon möhrchen857 » 24 Juli 2019 22:53

ziller hat geschrieben:(Davon abgesehn und etwas sarkastisch: die meisten tödlichen Unfälle passieren ja beim Bergwandern. Also, im Vergleich zum Alpinklettern, Bergsteigen und so, iss das wohl knüppelhart, vorallem wenn man bedenkt, dass es ja eher so den Ruch einer Seniorenbeschäftigung ohne Anspruch hat. Also: sowas banales muss man auch erstmal überleben und sicher und redudant angehängt im Klettersteig ist wohl mehr so Kindergeburtstag dagegen...:mrgreen: )

Es ist wirklich so:
Gehst einen anstrengenden E-Klettersteig, alles läuft super .
Im Tal angekommen, auf dem Weg zum Auto - man bricht sich den Haxn.

Im Steig bist du gesichert und alle Sinne sind konzentriert
Im Tal auf dem Gehweg ist man dann müde und stolpert über die eigenen Haxn :cry: - so bei uns noch nie passiert, aber nahe drann.

Wie Ziller schon schrieb: Einfach so weit gehen wie es Konzentration, Kondition und Technik es zulässt und diese Grenze nach und nach einfach verschieben.
Auch bedenken, der Abstieg und der Rückweg verlangen nach Kraft und Kondition, auch unvorhersehbare Widrigkeiten müssen eingerechnet werden um sicher wieder im Tal an zu kommen.

Der Klettersteig ist NUR ein Teil der gesamten Tour.
LG Walter
Benutzeravatar
möhrchen857
God of VIA-FERRATA
God of VIA-FERRATA
 
Beiträge: 1833
Registriert: 22 Dezember 2006 21:27
Has thanked: 256 times
Been thanked: 69 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Daria » 25 Juli 2019 6:37

ziller hat geschrieben:Wenn ich den letzten Absatz so durchlese: du solltest den leistungsorientierten Ansatz imho komplett streichen.
Du wirst (sry!) keine Spitzenbergsteigerin mehr und ich würde dir schwer empfehlen, mehr die touristisch motivierte Komponente zu betonen.
Es gibt ein Leben ohne Trainingsplan.
Piano anfangen, im Rahmen der Möglichkeiten steigern, längere, anspruchsvollere Touren wählen, dabei kein Risiko eingehen. Mit der Brechstange die Alpen erobern zu wollen wird sich über kurz oder lang rächen.

Dass ich in diesem Leben nicht mehr über die Eiger Nordwand komme, verstehe ich schon. Mit solchen Träumen müßte ich mich ja eher psychiatrisch behandeln lassen, wegen Realitätsverlust. :D Aber den Sportlerkopf komplett abstellen kann ich auch nicht, - ich kam mit 9 Jahren ins Kaderinternat und hatte seitdem mein gesamtes Leben nur nach dem Leistungsprinzip ausgerichtet. Natürlich bleiben meine "Obergrenzen" am Berg niedrig, - meine "Eigerwand" ist da, wo der Opa mit dem Hund spazieren geht. :) Aber ich muss diese Grenzen austasten und spüren, das ist doch das Schönste an der ganzen Sache! Ein Leben ohne Trainingsplan hab ich noch nicht probiert, bzw. es liegt so fern in der frühen Kindheit, dass es nicht mehr erinnerlich ist. Allerdings geht es beim Berg nicht so genau wie in der Gewichheberhalle, - irgendwie läßt er sich nicht in die Exzel-Tabelle reinwerfen und durchrechnen. :) - Für mich ist das schon eine Herausforderung.

Ich bin kein Mensch mit der "Brechstange" vom Charakter. Mein alter Sport hat weniger Mut und Wagnis verlangt, eher systematische, penibel genaue Arbeit und Zähigkeit bis zum Abwinken. Die Kraftsportler haben ein "Buchhalter-Hirn". Ich kehre - denke ich - immer rechtzeitig um oder sogar zu früh. - Aber ich komme wieder.
Daria
Wanderer
Wanderer
 
Beiträge: 67
Registriert: 8 Juli 2019 14:21
Has thanked: 27 times
Been thanked: 0 time

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Daria » 25 Juli 2019 6:49

möhrchen857 hat geschrieben:Wie Ziller schon schrieb: Einfach so weit gehen wie es Konzentration, Kondition und Technik es zulässt und diese Grenze nach und nach einfach verschieben.
Auch bedenken, der Abstieg und der Rückweg verlangen nach Kraft und Kondition, auch unvorhersehbare Widrigkeiten müssen eingerechnet werden um sicher wieder im Tal an zu kommen.

Der Klettersteig ist NUR ein Teil der gesamten Tour.

Diesen Fehler habe ich gerade gemacht. - Ich wollte eigentlich auf den Hohen Göll über Stahl Haus und das Brett. - Bin in der Nacht aufgestanden, von Salzburg nach Golling mit dem Radl hingefahren (35km), dann zum Stahl Haus aufgestiegen (3,5St.) und dann erst auf das Hohe Brett (1,5St.) und weiter. Als dann die Überschreitung für meine Verhältnisse schwieriger wurde, war schon Mittag, brennheiß und ich hatte schon 7St. Weg hinter mir. Habe mich ein bisschen verrechnet. :) Auf der anderen Seite abzusteigen wäre natürlich ein kürzerer Weg, aber da muss man wirklich klettern, was ich nicht kann. Also ging ich unerledigter Dinge wieder zurück und hab den Göll "stehen lassen" müssen. Bin abgestiegen und mit dem Radl heimgefahren. Kam erst um 22:00 nach Hause, nach insgesamt fast 18St. Weg. Wenn ich im Stahl Haus übernachte und von dort losgehe, werde ich es wohl schaffen, bzw. ein Stück Weg weiter schaffen, wenn es für mich doch zu kompliziert wird.
Daria
Wanderer
Wanderer
 
Beiträge: 67
Registriert: 8 Juli 2019 14:21
Has thanked: 27 times
Been thanked: 0 time

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon ziller » 25 Juli 2019 7:21

Daria hat geschrieben:Aber den Sportlerkopf komplett abstellen kann ich auch nicht, ...


Weil ich genau diesen Eindruck hatte, hab ich das geschrieben.
Aber wie du selbst erkannt hast: der Berg lässt sich (noch) nicht in eine Excel-Liste pressen und hat sein eigenes Leben, Wetter usw. und erfordert Erfahrung, die kann man halt nicht lernen, die muss man mit der Zeit erlangen (oder sich Leuten anvertrauen, die sie schon haben).

Davon abgesehen denke ich, ohne dir zu nahetreten zu wollen, dass deine Vorgeschichte nicht wirklich hilfreich ist, vorallem in köperlicher Hinsicht. Grad wenn Höhenmeter ins Spiel kommen, wirds Leistungsgewicht zunehmend wichtiger und ich nehme an, du 'schleppst' jede Menge Ballast rum (ich hatte das mit der Schulter- und Brustmuskultur bereits mal angedeutet), der einerseits Bewegungsapparat der unteren Extremitäten belastet, andererseits eben versorgt werden muss.
Währends früher also mehr oder weniger wurscht war, wie du in deine Halle kommst (Hauptsache, du lieferst dort und bist darauf optimal vorbereitet), vermute ich, bringst du Muskeln an den Berg in ner Menge, die du gar nedd brauchst, die ggf. für andere Bewegungsmuster optimiert sind und eben alimentiert werden müssen, währends optimalerweise so aussähe, dass Arme und Beine haben, was sie fürs Programm brauchen, immer im grünen Bereich arbeiten und du immer nur nen Schluck Tee nachkippen musst, damit der Motor weiter läuft und Schwitzen ausgeglichen wird...

Der Vorteil eines jeden Einsteigers in jedem Bereich ist, dass die Erfolge am Anfang gewaltig sind. Der erste 5km-Lauf, der erste Inline-Marathon: das wird immer ne persönliche Bestzeit. Aber dann würde ich direkt zu ner Politik der kleinen Schritte tendieren.
Grad Laufanfänger lassen sich gerne am Anfang von den ersten Erfolgen zu Übermut hinreissen. Muskeln und Herz (letztlich auch ein Muskel) adaptieren sich ja fix, Gelenke und Sehnen aber halt nicht und oft ist deswegen aufgrund ungebührlicher Steigerungen schon wieder Schluss, ehe der erste Zehner gelaufen ist...
Dabei gibts auch im Alltag jede Menge Banalismen, die hilfreich sein können. Und wenns nur ist, statt aufm Gehweg zu gehn aufm Bordstein zu balancieren, zum Bäcker das Rad zu nehmen oder in neuen Schuhen zu laufen, auch wenns schifft (oder grad wenn, man iss ja fix wieder zuhause und kann sich umziehen), am Flussufer über die Wackersteine tänzeln statt nebenher am Wanderpfad zu laufen...
'Wennst ein Hammer bist, sieht alles nach nem Nagel aus!' In diesem Sinne: man muss die Möglichkeiten nur sehen und nutzen.
Irgendwann und irgendwo triffst auf jeden Fall mal den Sensenmann.
Und in dem Moment denkst ganz gewiss nedd "Oh, ich hätte viel öfter ins Büro gehn sollen!"
Benutzeravatar
ziller
God of VIA-FERRATA
God of VIA-FERRATA
 
Beiträge: 1985
Registriert: 15 August 2016 23:16
Wohnort: Puy la Clavette
Has thanked: 50 times
Been thanked: 142 times

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Daria » 25 Juli 2019 8:41

ziller hat geschrieben:Davon abgesehen denke ich, ohne dir zu nahetreten zu wollen, dass deine Vorgeschichte nicht wirklich hilfreich ist, vorallem in köperlicher Hinsicht. Grad wenn Höhenmeter ins Spiel kommen, wirds Leistungsgewicht zunehmend wichtiger und ich nehme an, du 'schleppst' jede Menge Ballast rum (ich hatte das mit der Schulter- und Brustmuskultur bereits mal angedeutet), der einerseits Bewegungsapparat der unteren Extremitäten belastet, andererseits eben versorgt werden muss.

Währends früher also mehr oder weniger wurscht war, wie du in deine Halle kommst (Hauptsache, du lieferst dort und bist darauf optimal vorbereitet), vermute ich, bringst du Muskeln an den Berg in ner Menge, die du gar nedd brauchst, die ggf. für andere Bewegungsmuster optimiert sind und eben alimentiert werden müssen, währends optimalerweise so aussähe, dass Arme und Beine haben, was sie fürs Programm brauchen, immer im grünen Bereich arbeiten und du immer nur nen Schluck Tee nachkippen musst, damit der Motor weiter läuft und Schwitzen ausgeglichen wird...
Ich habe im Moment 63kg bei 155cm und sehr sehr wenig Fett, - auf jeden Fall KfA im einstelligen Bereich. D.h. Gewicht reduzieren könnte ich nur durch Verlust der Muskelmasse. - Da sollte ich wohl die Kraftkammer komplett lassen oder auf ein Minimum reduzieren, oder? Die Beine sind eh belastet durchs Radfahren und Gehen/Steigen und sonst nur Bauch und Rückenstrecker trainieren zwecks Rumpfstabilität. Und das viele Essen! JA. Das ist ne ganz üble Angewohnheit aus meinem alten Sport. - Ich esse normalerweise alle 2-3St. und komme an einem Trainingstag locker auf 4500 Kkal. - Der Körper "frißt viel Brennstoff". :) Derweil nehme ich einfach meine hochkalorischen Pulver mit und löse sie in Wasser auf. An das "normale" Essen wie es in den Hütten angeboten wird, habe ich mich nicht getraut, weil es so ganz gegen meine Gewohnheiten ist. Ich weiß gar nicht, wann ich meinen letzten Speckbrot oder Kuchen gegessen habe, - wohl vor Jahren. Und meinen Reis mit Pute auf den Berg raufzuschleppen hat sich als verdammt lästig erwiesen. :)
ziller hat geschrieben:Dabei gibts auch im Alltag jede Menge Banalismen, die hilfreich sein können. Und wenns nur ist, statt aufm Gehweg zu gehn aufm Bordstein zu balancieren, zum Bäcker das Rad zu nehmen oder in neuen Schuhen zu laufen, auch wenns schifft (oder grad wenn, man iss ja fix wieder zuhause und kann sich umziehen), am Flussufer über die Wackersteine tänzeln statt nebenher am Wanderpfad zu laufen...
'Wennst ein Hammer bist, sieht alles nach nem Nagel aus!' In diesem Sinne: man muss die Möglichkeiten nur sehen und nutzen.
Danke für die Tips! Ich mache die "Alltagsstrecken" sowieso alle mit dem Rad, aber diese Balance-Sachen, die muss ich noch dazunehmen, da ist meine "Vorgeschichte" natürlch ein weißes Blatt. :)
Daria
Wanderer
Wanderer
 
Beiträge: 67
Registriert: 8 Juli 2019 14:21
Has thanked: 27 times
Been thanked: 0 time

VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeines & Tips

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste


via-ferrata.de ©2019    Kontakt - Impressum - Datenschutz | Partnerseite: Klettern



Log in with your credentials

or    

Forgot your details?

Create Account