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Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Hier kann ein allgemeiner Austausch erfolgen.

Moderatoren: Erik, Sandra

Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Oldie » 23 Juli 2019 7:51

Daria hat geschrieben:
Oldie hat geschrieben:Hi Erik, weiß zwar nicht, welches Geschäft du jetzt im Kopf hast, aber genau an dem Satz bin ich auch hängen geblieben. Schuhkauf ist der heikelste Punkt überhaupt, da sollte schon klar sein, zu welchen Einsatzzweck der Schuh gebraucht wird. Und man sollte ihn am besten im Geschäft auch schon mal ausgiebig testen können.


Zum Testen gab es da keine Möglichkeit, - nur ganz normal anprobieren, wie in jedem Schuhgeschäft. Ich hab ihr gesagt, dass ich totale Anfängerin bin und auf einen Berg raufwandern möchte, wo man nicht klettern braucht.


Wie lange hast du den Schuh am Fuß gehabt? Haben die keine Teststrecke im Geschäft, wo man mal rauf/runter kann, auch unterschiedliche Beläge, damit man merkt, ob und wie stark der Fuß im Schuh rutscht? Welcher Berg, wo fängt klettern an? Für ausschließlich Wirtschaftswege kannst du einen anderen Schuh hernehmen als für schmale felsige Steige. Und für kleine Tritte brauchst du einen Schuh, der zumindest an den Sohlenkanten eher steif ist, damit du stabil stehst. Verrat doch mal, welchen Schuh du jetzt hast.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Julian » 23 Juli 2019 7:58

Ich nehm sie lieber nicht. Stöcke lassen einen bei Dauergebrauch verlernen, auf die Signale aus dem eigenen Körper zu reagieren. Die Koordination wird schlechter, das Rückenmark ignoriert die wichtigen Rückmeldungen aus den Dehnungsrezeptoren in Muskeln, Sehnen, Bändern...Wer natürlich aufgrund von Vorschädigungen oder Psyche die Stöcke braucht, auch ok. Ich machs eben bisher nicht. Übrigens: Die Dinger können sich auch mal verhaken oder wegrutschen...also auch hier Vorsicht geboten, was man damit anstellt, und wieviel Gewicht man drauf bringt. Das wissen aber Apicius und Ralf besser, die sind die großen Stöckenutzer!

Ich kann, wenn ich am nächsten Tag nichts vorhabe, auch schnell den Berg runter, auf genau die Art, die erik und Stroty beschrieben haben, runter joggen.
Allerdings ist das auch eine Übungs- (und nicht zuletzt Konditions-)Sache. Denn die Muskulatur ermüdet dann schneller, und müde oder geschwächte Muskeln können bei den besten Reflexen des Nervensystems als ausführendes Organ nicht mehr rechtzeitig reagieren - und dann stolpert man.

Daria, ich denke, für Deine Knieschmerzen ist schnelles Absteigen nicht besser als langsames - früher habe ich gelernt, dass man am Berg immer kleine Schritte macht, sowohl bergauf, als auch bergab. Geschwindigkeitsrekorde sind was für unter 40jährige...

Viel wichtiger für Deine Abstiegsgeschwindigkeit ist sicher, Deine kleinen Höhenangst-Probleme in den Griff zu bekommen. Denn dann entspannst Du Dich psychisch wie physisch, und das setzt Kräfte frei für Deinen beschleunigten Abstieg!
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Daria » 23 Juli 2019 8:40

Oldie hat geschrieben: Wie lange hast du den Schuh am Fuß gehabt? Haben die keine Teststrecke im Geschäft, wo man mal rauf/runter kann, auch unterschiedliche Beläge, damit man merkt, ob und wie stark der Fuß im Schuh rutscht? Welcher Berg, wo fängt klettern an? Für ausschließlich Wirtschaftswege kannst du einen anderen Schuh hernehmen als für schmale felsige Steige. Und für kleine Tritte brauchst du einen Schuh, der zumindest an den Sohlenkanten eher steif ist, damit du stabil stehst. Verrat doch mal, welchen Schuh du jetzt hast.


Dieser Schuh ist es: https://www.sportokay.com/at_de/mammut- ... gI9TPD_BwE

Ich hätte dort vielleicht durchs Geschäft laufen können, aber sie meinte gleich: "ah, das sitzt ja super" und ich hab sie einfach genommen. Sie sind schon ein bisschen klobig, aber rutschen tun die Füße nicht drin. Eher fühle ich mich ein wenig wie eingegipst und die Zehen sind mir nach der langen Wanderung (insgesamt 12St. mit kurzen Pausen) ziemlich "eingeschlafen".

Die Wege, wo ich gehe, sind schon felsig und manchmal auch etwas ausgesetzt (Watzmann Hocheck, hohes Brett, Untersberg/Doppler Steig), und ich brauche immer wieder Hände. - Da sehe ich aber oft Leute, die diese Stellen fast ohne Hände durchlaufen. :) Für mich beginnt das Klettern da, wo ich mich nicht mehr hintraue. :) Ich weiß nicht, wie man es erklären kann. Also, wo ich am Hocheck rumgestanden bin und in die Richtung "Watzmann-Überschreitung" hingeschaut, da war für mich das "Klettern", - deswegen bin ich auch in aller Demut wieder abgestiegen.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Stroty » 23 Juli 2019 8:54

Apicius hat geschrieben:.....ohne Stöcke geh ich keinen Berg runter 8) :roll:

Ist einfach eine Riesenentlastung berab für die Kniee und je nach dem was man ausgeben will kriegt man die in jeden Tages - Rucksack rein und das ab um die 300gr Gewicht.

Darüber hinaus sind wir bergab echte Schnecken :wink:


so unterschiedlich ist das. ich habe gerne die hände für den notfall frei, daher verzichte ich auf stöcke und das klappt ganz gut und gesundheitsschonend.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon harwin » 23 Juli 2019 9:11

Daria hat geschrieben:Dieser Schuh ist es: https://www.sportokay.com/at_de/mammut- ... gI9TPD_BwE

Ich hätte dort vielleicht durchs Geschäft laufen können, aber sie meinte gleich: "ah, das sitzt ja super" und ich hab sie einfach genommen. Sie sind schon ein bisschen klobig, aber rutschen tun die Füße nicht drin. Eher fühle ich mich ein wenig wie eingegipst und die Zehen sind mir nach der langen Wanderung (insgesamt 12St. mit kurzen Pausen) ziemlich "eingeschlafen".

Die Wege, wo ich gehe, sind schon felsig und manchmal auch etwas ausgesetzt (Watzmann Hocheck, hohes Brett, Untersberg/Doppler Steig), und ich brauche immer wieder Hände. - Da sehe ich aber oft Leute, die diese Stellen fast ohne Hände durchlaufen. :) Für mich beginnt das Klettern da, wo ich mich nicht mehr hintraue. :) Ich weiß nicht, wie man es erklären kann. Also, wo ich am Hocheck rumgestanden bin und in die Richtung "Watzmann-Überschreitung" hingeschaut, da war für mich das "Klettern", - deswegen bin ich auch in aller Demut wieder abgestiegen.


nun, ein bedingt steigeisenfester Schuh, vorne mit einer "Climbing Zone". Der ist auch für etwas anspruchsvollere Zu- und Abstiege gut, scheut den Felskontakt nicht und kann auch für Klettersteige mit schmaleren Kanten mal ganz gut genommen werden. Bedingt steigeisenfest heißt, Du kannst ihn auch für leichte Hochtouren hernehmen.
Ein kleiner Nachteil ist, dass er etwas härter im Abrollverhalten sein dürfte. Umso wichtiger ist ein weiches, leicht federndes Gehen. Alles was Du mit der Muskulatur abfangen kannst geht schon nicht auf die Gelenke. :thumbup:
Gruß
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Erik » 23 Juli 2019 9:25

Daria hat geschrieben:
Erik hat geschrieben:
Daria hat geschrieben:Ich habe einfach das genommen, was mir die Verkäuferin im Sportgeschäft angeraten hat, weil ich mich selbst überhaupt nicht auskenne.


Welches Geschäft wenn ich fragen darf'?

ich hab da eh schon ne böse Vorahnung ....


Ohje... Meinst Du, sie hat den naiven Neuling "gerochen" und hat mir gleich den Ladenhüter verkauft, den sonst keiner haben wollte? :(

Sport Direkt (ehem. Sport Eibl) in der Alpenstraße Salzburg. https://at.sportsdirect.com/salzburgalp ... store-1047


Ok, na alles gut.
Die Vermutung kann man haben, muss aber nicht so sein.
Meine Erfahrung zeigt bisher, dass sehr wenige Sportläden, vor allem wenn sie Breitensport anbieten, nicht in der Lage sind auf explizite Kundenvorstellungen einzugehen.
Wenn du dem Verkäufer (ich sag jetzt mal Intersport) sagst, dass du Klettersteige gehen willst, bekommst in den meisten Fällen erstmal erstmal nen Halbsteigeisen festen Bergschuh. Tolle Sache, Knöchelhoch, stabil, Teuer. Dass es aber keinen Sinn macht unter 3000m mit so einem fetten Schuh im Sommer aufn Berg zugehen realisiert von denen keiner. Weil sie eben meist selbst nur die Mutti besteigen als höchstes Ziel.

Warum dann aber einen Halbschuh? Ganz einfach weil die leichter sind, bessere Sohlen haben die mehr Grip bieten und was ich als persönlichen Punkt sehe, sie bieten dir eine Trittschulung. Da kannst im leichten Geröll nicht nur einfach einen Fuß vor den anderen setzten, sondern musst genau schauen wo du treten kannst vereinfacht gesagt. Wenn man das lange genug macht und es verinnerlicht, kommt man auch bequem und dementsprechend schnell den Berg runter.

Aber jetzt hab ich glaub wieder zu weit ausgeschweift ^^
Lg Erik
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Erik » 23 Juli 2019 9:29

Nur so zur Info. Als ich meinen Text geschrieben habe, war ich noch nicht einmal mit lesen der Seite 1 fertig. Nachdem ich die letzten Posts hier lese muss ich ehrlich gesagt ein wenig schmunzeln.

Edit: ist doch kein Wunder dass du schmerzen bekommst mit dem Schuh. Mammut macht eher harte Sohlen. Dazu ist der Schuh noch relativ steif. Ein gesundes Gehen für einen Anfänger ist damit nicht gegeben. Und jetzt steinigt mich :D :D :D

Wenn du noch motiviert bist und paar Flocken über hast, dann schau dir mal Kandidaten wie Adidas Terrx, Scarpa Mescalito, Salewa Wildfire/Firetail usw weiter an. (naja den Salewa eher wenn du öfter neue Schuhe magst, die Sohle nutzt sich schnell ab)

Und nur nebenbei: hatte bisher 4 Firetail / 2 Terrex / 1 La Sportiva(aber halbsteigeisenfest, trotzdem leicht und bequem) ... mit denen gehe ich alle Touren ohne Gletscher Kontakt. Also auch bis über 3000m ohne Probleme.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Oldie » 23 Juli 2019 10:05

Und "eingeschlafene Zehen" ist für mich ein Indiz, dass der Schuh eher zu eng ist oder dass du ihn zu fest schnürst. Das Gelenk will ja nicht eingegipst werden, sondern soll sich noch natürlich bewegen. Die Liste von Erik kann man auch noch mit La Sportiva TX2/4 fortsetzen. Den TX2 hat sich meine Frau jetzt gekauft, die hatte auch immer Probleme mit Rutschen/Drücken, nur noch begeistert.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Oldie » 23 Juli 2019 10:09

Erik hat geschrieben:Nur so zur Info. Als ich meinen Text geschrieben habe, war ich noch nicht einmal mit lesen der Seite 1 fertig. Nachdem ich die letzten Posts hier lese muss ich ehrlich gesagt ein wenig schmunzeln.

Edit: ist doch kein Wunder dass du schmerzen bekommst mit dem Schuh. Mammut macht eher harte Sohlen. Dazu ist der Schuh noch relativ steif. Ein gesundes Gehen für einen Anfänger ist damit nicht gegeben. Und jetzt steinigt mich :D :D :D

W.


Warum steinigen? Jeder macht halt seine Erfahrungen und zieht daraus seine Schlüsse, ist doch gut so. Die Vielfalt macht es doch interessant. Ich persönlich habe mit Mammut keinerlei Erfahrungen, aber ich kann z.B. in Meindl gar nicht, obwohl die in allen Tests super abschneiden. Ich hatte mal einen Salewa Rapace der ersten Generation. Geniale Sohle, aber ich habe den einfach nicht vernünftig an den Fuß bekommen, immer Blasen. Aber wo der passt.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Oldie » 23 Juli 2019 10:10

Daria hat geschrieben:Ich hätte dort vielleicht durchs Geschäft laufen können, aber sie meinte gleich: "ah, das sitzt ja super" und ich hab sie einfach genommen. Sie sind schon ein bisschen klobig, aber rutschen tun die Füße nicht drin. Eher fühle ich mich ein wenig wie eingegipst und die Zehen sind mir nach der langen Wanderung (insgesamt 12St. mit kurzen Pausen) ziemlich "eingeschlafen".

Die Wege, wo ich gehe, sind schon felsig und manchmal auch etwas ausgesetzt (Watzmann Hocheck, hohes Brett, Untersberg/Doppler Steig), und ich brauche immer wieder Hände. - Da sehe ich aber oft Leute, die diese Stellen fast ohne Hände durchlaufen. :) Für mich beginnt das Klettern da, wo ich mich nicht mehr hintraue. :) Ich weiß nicht, wie man es erklären kann. Also, wo ich am Hocheck rumgestanden bin und in die Richtung "Watzmann-Überschreitung" hingeschaut, da war für mich das "Klettern", - deswegen bin ich auch in aller Demut wieder abgestiegen.


Also in einem guten Bergsportgeschäft gibt es Teststrecken, auf denen man den Schuh wirklich auch einmal fühlen kann. Wenn das nicht gegeben ist, mindestens eine halbe Stunde mit den Schuhen an den Füßen im Geschäft verbringen, rumlaufen, Treppe rauf, Treppe runter. Wenn die das nicht wollen, höflich bedanken, Schuhe ausziehen, rausgehen und nie wieder reinkommen.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon EfBieEi » 23 Juli 2019 10:30

Möchte auch mal etwas fragen weil ich während meines Schuhkaufs dachte dass für Hochtouren sehr steife Bergstiefel im Prinzip das Beste sind.

Die Verkäuferin hatte mir zu diesen hier geraten https://www.krusche-outdoor.de/Schuhe/T ... cwQAvD_BwE
als ich mich schon mit weniger harten Bergstiefeln angefreundet hatte.

Das Argument ist halt immer dass mit harter Sohle im Schwierigen Terrain die Füße weniger angestrengt werden. Und das kann ich im Vergleich zu meinen Touren im Vorjahr auch bestätigen da war ich mit Halbschuhen auf dem Tajakopf, der Abstieg ist dort bei weitem nicht so lang wie von der Watzmann Südspitze aus aber meine Füße haben am Ende regelrecht geglüht dass ich sie im See löschen musste :D
Außerdem ist es in den Stiefeln viel einfacher das Gleichgewicht zu halten :thumbup:

@
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bzgl. deinen Zehen... Haben die in deinen Schuhen auch genügend Platz? Minimal Bewegung ist bei Bergstiefeln nicht schlimm aber auf keinen Fall dürfen deine Zehen beim Berg abgehen anstoßen. edit: Evtl hast du sie auch zu fest geschnürt drücken dürfen sie auch nicht.
Zuletzt geändert von EfBieEi am 23 Juli 2019 10:45, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Julian » 23 Juli 2019 10:38

Bedingt Steigeisenfeste jemandem zu verkaufen, der von sich sagt, er sei Anfänger...naja.
Ich bekomme in meinen Schuhen (auch bedingt Steigeisenfeste) auch manchmal "eingeschlafene Füsse - das heißt dann etwas lockerer zu schnüren, gerade im vorderen Bereich über den Zehengrundgelenken, dann geht es meistens wieder. Ein bisschen liegt es auch an der mangelnden Bewegung da vorne dank der sehr steifen Sohle (aber wenn man dann mal Steigeisen dran hat und es etwas steiler wird, lernt man dieses Gefühl SEHR zu schätzen - besonders, wenn man wie ich das Gehen mit Steigeisen in Skitouren-Schuhen gelernt hat).

Erik, keiner steinigt Dich hier. Du hast wesentlich mehr Erfahrung als die meisten hier, ist keine Frage. Und wie Volker schon richtig schreibt, die Vielfalt macht es aus! Deine Begründung für Halbschuhe im Gelände finde ich gut, auch wenn ich glaube, das leichtere als bedingt Steigeisenfeste auch zur Gehschulung taugen, weil sie nicht gar so das Sprunggelenk einengen, da bleibt man schon beweglich - aber der Knöchel wird bei Einschlag von Steinen doch etwas geschützt.

Am Ende bleibt, dass jeder einen eigenen Fuss hat, der einen speziellen Schuh verträgt oder nicht - unabhängig von den Testergebnissen. Wer sich Blasen läuft mit dem Testsieger, hat von den anderen Vorteilen nichts...und dann hilft für die Trittsicherheit nur laufen, laufen, laufen...die Erfahrung bringts.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Daria » 23 Juli 2019 10:54

Erik hat geschrieben:Nur so zur Info. Als ich meinen Text geschrieben habe, war ich noch nicht einmal mit lesen der Seite 1 fertig. Nachdem ich die letzten Posts hier lese muss ich ehrlich gesagt ein wenig schmunzeln.

Edit: ist doch kein Wunder dass du schmerzen bekommst mit dem Schuh. Mammut macht eher harte Sohlen. Dazu ist der Schuh noch relativ steif. Ein gesundes Gehen für einen Anfänger ist damit nicht gegeben. Und jetzt steinigt mich :D :D :D

Wenn du noch motiviert bist und paar Flocken über hast, dann schau dir mal Kandidaten wie Adidas Terrx, Scarpa Mescalito, Salewa Wildfire/Firetail usw weiter an. (naja den Salewa eher wenn du öfter neue Schuhe magst, die Sohle nutzt sich schnell ab)

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Ich werde "die Flocken" schon zusammenkriegen, - das Equipment soll schon stimmen. :) Einen Haufen Ehrgeiz habe ich. - Ich schleppe ihn aus meinem alten Sport mit rein. Danke für die Empfehlung!
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Daria » 23 Juli 2019 11:44

EfBieEi hat geschrieben:@
Daria
bzgl. deinen Zehen... Haben die in deinen Schuhen auch genügend Platz? Minimal Bewegung ist bei Bergstiefeln nicht schlimm aber auf keinen Fall dürfen deine Zehen beim Berg abgehen anstoßen. edit: Evtl hast du sie auch zu fest geschnürt drücken dürfen sie auch nicht.

Beim raufgehen passt es perfekt. Beim Runtergehen hab ich schon das Gefühl, der Fuß vorne anstosst.
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Re: Schneller werden im Abstieg. Knieschmerzen.

Beitragvon Daria » 23 Juli 2019 11:49

Julian hat geschrieben:Viel wichtiger für Deine Abstiegsgeschwindigkeit ist sicher, Deine kleinen Höhenangst-Probleme in den Griff zu bekommen. Denn dann entspannst Du Dich psychisch wie physisch, und das setzt Kräfte frei für Deinen beschleunigten Abstieg!

Ein bisschen besser ist es schon. Nach meinem ersten Absteigen vom Hocheck habe ich im Watzmann Haus gespieben wie ein Reiher, weil ich vor lauter Panik so fertig war. :) Jetzt war ich noch zweimal diese Strecke und es geht viel besser. Zumindest kotze ich nicht und friere nicht trotz Hitze wie beim ersten Mal.
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