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Entwicklung auf Alpenvereinshütten - Was meint ihr?

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Re: Entwicklung auf Alpenvereinshütten - Was meint ihr?

Beitragvon danielb » 13 September 2018 9:15

ziller hat geschrieben:
danielb hat geschrieben:[
Das heißt also, dass der Bergfreund welcher z.B. bedauerlicher Weise keine Kuhmilch verträgt, von einer Berghütte im Zuge einer z.B. Mehrtagestour fern bleiben soll, da er kein allesfressender Neandertaler ist?


Das ist sicherlich ein schlechtes Beispiel da ich mir gut vorstellen kann, problemlos auf Speisen mit Milchprodukten zu verzichten.




Ich griff dieses Beispiel auf, weil du es mehrfach recht rustikal angeführt hast. Damit soll es aber jetzt auch gut sein.
Ich bin nur der Ansicht, dass schon sehr genau unterschieden werden sollte, ob jemand vielleicht eine persönliche "Baustelle" hat, die ihn zu sowas zwingt, oder ob es um eine breite Masse mit 5* Mentalität geht, die keinerlei alpinen Background hat und nur auf den Bergen herumturnt weil es halt aktuell im Trend liegt und die unzähligen Drahttaxen alles so schön einfach machen.

Dies konnte ich in der vergangenen Woche wieder mal wunderbar in der Jungfrauregion beobachten. Glücklicherweise war das Wetter schlecht genug so dass oberhalb der Station Eigergletscher postapokalyptische Menschenleere herrschte.
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Re: Entwicklung auf Alpenvereinshütten - Was meint ihr?

Beitragvon sevo » 13 September 2018 10:29

Oldie hat geschrieben:oder denen zumindest zu gestatten, dass sie ihr mitgebrachtes Essen zu sich nehmen.


Mir ist noch keine Hütte untergekommen, in der der Verzehr von mitgebrachtem verboten war. Allerdings muss man als Selbstversorger 5€ Unkostenbeitrag (statt 9€ fürs Essen) zahlen - und wenn man nicht reserviert oder die Zahl der Mahlzeiten vorab kommuniziert hat, zahlt man das bereits gemachte Essen, auch wenn man es nicht isst.
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Re: Entwicklung auf Alpenvereinshütten - Was meint ihr?

Beitragvon ziller » 13 September 2018 10:40

danielb hat geschrieben:Ich bin nur der Ansicht, dass schon sehr genau unterschieden werden sollte, ob jemand vielleicht eine persönliche "Baustelle" hat, die ihn zu sowas zwingt, oder ob es um eine breite Masse mit 5* Mentalität geht, die keinerlei alpinen Background hat und nur auf den Bergen herumturnt weil es halt aktuell im Trend liegt und die unzähligen Drahttaxen alles so schön einfach machen.


Da geb ich dir vollkommen recht, aber andersrum spielt das ja voll ins eigentliche Thema rein:
  • muss ich der Fünf-Sterne-All-Inklusive-Nase alles rechtmachen und damit auch auf der Hütte entgegenkommen?
  • entspricht es dem Verantwortungsbewusstsein das wir beim Bergsteigen (oder Klettersteiggehen) voraussetzen, wenn sich jemand mit ggf. problematisch auswirkenden, gesundheitlichen Einschränkungen da rumtreibt und muss ich dem als Hüttenwirt Rechnung tragen?

Grad bei letzterem mögen die Übergänge fliessend sein, auch ist einzusehen (und dem wird tatsächlich auch von der Bergwacht in deren Positionspapier Rechnung getragen) dass Menschen sich an ihre Grenzen und darüber hinaus wagen, aber auch hier sehe ich die Frage als berechtigt an, ob dazu ein Buchungssystem nötig/hilfreich ist, das nur langfristige Planungen zulässt und ob ein vielfältiges Speisenangebot auf der Hütte dafür notwendig ist.
(Ich red hier von der breiten Masse, nicht von extremen Geschichten)
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Re: Entwicklung auf Alpenvereinshütten - Was meint ihr?

Beitragvon Ralf » 13 September 2018 10:55

ziller hat geschrieben:
Da geb ich dir vollkommen recht, aber andersrum spielt das ja voll ins eigentliche Thema rein:
  • muss ich der Fünf-Sterne-All-Inklusive-Nase alles rechtmachen und damit auch auf der Hütte entgegenkommen?
  • entspricht es dem Verantwortungsbewusstsein das wir beim Bergsteigen (oder Klettersteiggehen) voraussetzen, wenn sich jemand mit ggf. problematisch auswirkenden, gesundheitlichen Einschränkungen da rumtreibt und muss ich dem als Hüttenwirt Rechnung tragen?

Dazu habe ich jeweils eine klare Antwort
NEIN und NEIN

bei zweitem Punkt sehe ich es so, dass wenn jmd. "Spezialnahrung" außerhalb des normalen Umfeldes (also am Berg) braucht, muss er es halt selber mitnehmen (und kann nicht erwarten, dass es vegan, vegetarisch und lactosefrei usw. auf den hütten angeboten wird - im Gegenzug sollte der Verzehr von eigens mitgebrachtem Essen dann in der Hütte natürlich mit dem Hüttenwirt abgesprochen werden und ggff ein "Verzehrobolus" an den Hüttenwirt entrichtet werden)
Viele Grüße, Ralf

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Re: Entwicklung auf Alpenvereinshütten - Was meint ihr?

Beitragvon sevo » 13 September 2018 11:15

ziller hat geschrieben:entspricht es dem Verantwortungsbewusstsein das wir beim Bergsteigen (oder Klettersteiggehen) voraussetzen, wenn sich jemand mit ggf. problematisch auswirkenden, gesundheitlichen Einschränkungen da rumtreibt und muss ich dem als Hüttenwirt Rechnung tragen?


Eine Lebensmittelallergie tangiert ja nicht das Klettern, sondern bloß die Speisewahl in der Hütte - gibt's da nix sicheres, muss man sich als betroffener halt selbst versorgen. Das ist offensichtlich problemlos zu verantworten, von an einer Allergie verstorbenen oder auch nur ausgeflogenen Hüttengästen hab ich jedenfalls noch nie gehört.
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Re: Entwicklung auf Alpenvereinshütten - Was meint ihr?

Beitragvon ziller » 13 September 2018 11:28

sevo, bezieh es doch bitte nicht immer nur auf ne Lebensmittelallergie...;-)

Ich weiss, ich bin da ein wenig Hardliner wenns drum geht, die eigenen Kenntnisse, Fähigkeiten und daraus resultierende Möglichkeiten (oder halt Un-Möglichkeiten, das triffts eh öfter) reell einzuschätzen, aber ich bin täglich mit Typen konfrontiert, die zwar einerseits nichtmal ihren Namen richtig schreiben können aber andererseits meinen, die Welt aus den Angeln heben zu wollen und völlig überzogene und unrealistische Ansprüche stellen, die nichtmal Charakteren zustünden, die 10x fähiger sind.
Kann man denen halt nicht direkt so sagen, dennoch prägt es.
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