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Hunde am Berg

Hier kann ein allgemeiner Austausch erfolgen.

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Hunde am Berg

Beitragvon Oldie » 11 Juni 2018 13:48

Da ich sicher nicht der einzige Hundebesitzer hier bin (zumindest zwei weitere sind mir bekannt), wird es doch Zeit, dass wir auch dieses Thema mal angehen. Wie haltet Ihr das, kommt der Hund prinzipiell an die Leine? Oder lasst Ihr ihn frei laufen? Und an die Nichthundbesitzer. Wie fühlt Ihr Euch, wenn so ein Freiläufer auf Euch zukommt und der zugehörige Mensch ist weit und breit nicht in Sicht? Vielleicht bekommen wir hier ja auch ein bisschen Schwung in die Diskussion.
Genuss kann man nicht in Höhenmetern messen!
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon Julian » 11 Juni 2018 14:15

Ich habe keine Angst vor Hunden, bin aber immer erstmal vorsichtig. Ich habe an sich auch nichts dagegen, dass Hunde frei laufen - immer in Abhängigkeit von Wildschutz, Vorgaben diesbezüglich, und natürlich auf Almen dem Viehschutz...
Für die Hundebesitzer: Haltet euch mit Hund von Almen mit Jungvieh und deren Müttern fern. Fast alle Angriffe mit schweren Verletzungen oder gar Tod in der Folge sind auf Weiden passiert, die von Hundebesitzern überquert wurden, und Mütter ihre Kälber vor dem Wolf beschützen wollten.

Hab nachher noch ein nettes Foto zum Thema Bergsteigen mit Hund! Folgt!
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon Oldie » 11 Juni 2018 14:39

Vielleicht sollte ich ja den Anfang machen, wenn ich eine Diskussion will. Also, meinereiner hat einen Beagle, sehr bergtauglich, aber inzwischen auch schon 11 Jahre alt. Und da Beagles nichts lieber machen, als spurerkundend weit weg zu laufen, kommt er in fremden Revieren grundsätzlich an die Leine. Wobei ich ihn in steilen Abstiegen aus Sicherheitsgründen auch schon mal abmache, dann bleibt er aber nah dabei, irgendwie checkt er das.
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon ziller » 11 Juni 2018 16:06

Ich hab immer Skepsis, wenn ein Hund frei läuft.
Mag sein, dass er nix macht (oder "der will nur spielen!"), aber weiss mans?
Ein Freund bildet Polizeihunde aus, die gehorchen schon auf Blicke, auf Kommandos sowieso.
Bedingungslos.
Dennoch sind sie ausser aufm eigenen Gelände zum Toben und Spielen IMMER an der Leine.

Keine Ahnung, wieso Hinz und Kunz mit ihren un- oder falsch erzogenen Tölen meinen, bei ihnen sei das nicht nötig.
Irgendwann und irgendwo triffst auf jeden Fall mal den Sensenmann.
Und in dem Moment denkst ganz gewiss nedd "Oh, ich hätte viel öfter ins Büro gehn sollen!"
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon Kraxel-Tobi » 12 Juni 2018 8:52

Es kommt natürlich auch auf die Rasse an, vor einem Chiwawa habe ich keinen Respekt. :lol:
Insgesamt mag ich es auch nicht, wenn die Hunde immer so frei rumlaufen dürfen, auch wenn
die Hundebesitzer noch so oft sagen "Der will nur spielen" oder "Der tut nix!". Man hat schon
so viel gehört, dass es Unfälle mit Hunden gab, ja sogar tödliche.

Ich habe schon mehrmals die Erfahrung gemacht, dass Hunde auf mich zugerannt kommen
und mich dermaßen anbellen. Einmal ist auf dem Weg zur Arbeit in der morgendlichen Dämmerung
ein Hund bellend angerannt gekommen und ist an mir hochgesprungen, den hatte ich so schnell
gar nicht wahrgenommen. Das empfand ich als sehr unangenehm. Dabei galt in dem Bereich
Leinenpflicht und als ich den Hundebesitzer darauf ansprach, bekam ich nur eine blöde Antwort.
Leider stelle ich immer wieder fest, das viele Hundebesitzer nicht einsichtig sind, ich will aber
natürlich nicht alle über einen Kamm scheren.
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon Oldie » 12 Juni 2018 9:00

Wobei gerade diese Fußhupen/Toydogs ganz schön giftig sein können. Ja, leider gibt es viele Hundebesitzer, die wenig Einsicht und Vernunft zeigen. Mir ist es jetzt auch schon mehrfach passiert, dass ich mit Hund an Leine auf freilaufende Tölpelhunde, bevorzugt der Marke Retriever/Labrador getroffen bin, die dann sehr aufdringlich auf meinen Kleinen zugekommen sind. Der weiß allerdings auch genau, was er machen muss, wenn es ihm zu eng wird. Die Menschen gucken dann immer nur blöd.
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon harwin » 12 Juni 2018 9:17

Unsere jetzt schon 14 Jahre alte Hundedame war früher sehr viel mit uns in den Bergen unterwegs. Sie wurde damals auch auf dem Hundeplatz ausgebildet und Frau und Hund hatten erfolgreich die Begleithundeprüfung bestanden. Menschen jeglicher Art einschließlich Jogger, Radfahrer oder kleine Kinder waren nie ein Problem. Lediglich ihr etwas ausgebildeter Jagdtrieb war ein Thema. Daher kam sie immer an die Leine wenn Tiere in der Nähe waren. Eine Leinenpflicht wurde ebenfalls immer respektiert.
Insofern würde ich Leine oder nicht auch in den Bergen davon abhängig machen ob ein Hund entsprechend erzogen ist. Wenn ängstliche Menschen kommen, bei Fuß gehen lassen oder kurz an die Leine nehmen.
Gruß
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon Kraxel-Tobi » 12 Juni 2018 10:26

Jetzt hätte ich mal noch eine Frage an Bolero: :D

Du hast doch schon öfters Gipfelfotos mit Deinem kleinen weißen Hund ins Forum gestellt.
Wie machst Du das eigentlich mit ihm auf anspruchsvolleren Wegpassagen - kommt er dann
in den Rucksack? So weit ich weiß, war er ja auch schon auf Touren dabei, wo es auch
Klettersteigpassagen gab? Oder kleidest Du ihn mit seinem eigenen Klettersteigset ein? :lol:
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon Oldie » 12 Juni 2018 10:57

harwin hat geschrieben:Insofern würde ich Leine oder nicht auch in den Bergen davon abhängig machen ob ein Hund entsprechend erzogen ist. Wenn ängstliche Menschen kommen, bei Fuß gehen lassen oder kurz an die Leine nehmen.


Die Frage ist nur, wie man es den Menschen ansieht, ob sie Angst haben. Von daher gehe ich lieber auf Nummer sicher und lasse ihn an der Leine laufen.
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon Shinigami » 12 Juni 2018 12:08

Ich habe selbst keine Angst vor Hunden, da ich mit ihnen groß geworden bin und immer noch 2 habe.
Fakt ist aber, dass andere Menschen, ob kleine Frau oder gestandener Mann, aus unterschiedlichsten Gründen Panik vor Hunden haben können.
Wenn die dann auch noch einem großen, freilaufenden am Berg begegnen, dann Prost Mahlzeit.
Aus Rücksicht auf andere Menschen nehme ich daher meine Hunde immer, unabhängig von Berg oder normalem Spaziergang an die Leine, wenn ich das Umfeld nicht sicher sehen kann.
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon ziller » 12 Juni 2018 12:58

harwin hat geschrieben:Wenn ängstliche Menschen kommen, bei Fuß gehen lassen oder kurz an die Leine nehmen.

Woran erkennt man die von weitem so rechtzeitig,dass der frei laufende Waukel herbeizitiert und angeleint werden kann?
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon harwin » 12 Juni 2018 14:31

ziller hat geschrieben:
harwin hat geschrieben:Wenn ängstliche Menschen kommen, bei Fuß gehen lassen oder kurz an die Leine nehmen.

Woran erkennt man die von weitem so rechtzeitig,dass der frei laufende Waukel herbeizitiert und angeleint werden kann?

ja, Du hast Recht. Bin von unserem Hund ausgegangen. Der war eh nie weit weg von uns. Sprich, andere Personen waren dann schon relativ nah bei uns. Dann hat man das bereits am Verhalten und am Gesichtsausdruck gesehen.
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon Oldie » 12 Juni 2018 15:39

Wenn unserer einen Hund erschnüffelt, dann will er dort auch schnellstmöglich hin, von daher ist er an der Leine am besten aufgehoben, man weiß ja nie, was ihn dort erwartet. Andere (fremde) Menschen ignoriert er eigentlich, wobei er auch zu spontanen Sympathiekundgebungen neigen kann, die sind aber selten. Und Fahrradfahrer sind für ihn nicht existent. Die scheint er nicht zu den Lebewesen zu zählen. Pferde werden ignoriert, Schafe und Ziegen sind interessant, Kühe angsteinflößend.
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon Julian » 12 Juni 2018 16:19

Weil Du Fahrrad sagst...mir ist mal vor Jahren am Hetzles hier auf einem gut fünf Meter breiten Fahrweg eine Leinenratte (halt so ein kleiner Kläffer) voll entgegen gepeest gekommen - die Hundebesitzer waren da offensichtlich machtlos, der hat Null auf die reagiert...ich hatte da ca. 35 Sachen auf dem Mountainbike drauf. Der kleine Kerl kam recht überraschend aus einer leichten Kurve mit Gebüsch an der Seite...ich wär voll über den drübergerammelt. Ich also mit Hörnchen und Klickies gezogen was ging und drüber gesprungen. Bremsen war ausgeschlossen.
Gut, ich war vermutlich zu schnell. Ich war aber auch erst 16. Ich hab mir ein Geschrei anhören dürfen, erste Sahne. Ich hab dann gesagt (16, ihr erinnert euch), Gut, beim nächsten mal FAHR ich drüber, nehmt die Töhle halt an die Leine. Beinahe hätten die mich verprügelt. :roll:

Ich schulde euch noch das Bild mit Hund - an einem Tag ist der Hüttenhund des Westfalenhauses von der Hütte bis zum Gipfel des Winnebacher Weißen Kogels mitgegangen! Hat ich glaub ich als Rätselbild schon mal. War ein sehr netter Zeitgenosse, in dem Fall!

Bild
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Re: Hunde am Berg

Beitragvon bolero934 » 12 Juni 2018 19:23

Oldie hat geschrieben: Wie haltet Ihr das, kommt der Hund prinzipiell an die Leine? Oder lasst Ihr ihn frei laufen? Und an die Nichthundbesitzer. Wie fühlt Ihr Euch, wenn so ein Freiläufer auf Euch zukommt und der zugehörige Mensch ist weit und breit nicht in Sicht?


Würde sagen vom Hund und der Situation abhängig.
Bei meinem kann ich sagen: Niemals in die Augen schauen und nicht den Rücken zukehren. :lol:
Ein ordentlicher Hundehalter erkennt die Situation, leint an oder leint ab!



Bild

https://www.mein-wanderhund.de/tipps-zu ... -mit-hund/
https://bergwelt.me/2012/07/25/wenn-sic ... -begegnen/

Kraxel-Tobi hat geschrieben:Jetzt hätte ich mal noch eine Frage an Bolero:
Wie machst Du das eigentlich mit ihm auf anspruchsvolleren Wegpassagen...


Schlag einfach eine Tour vor!! :wink:


Gruß Andy
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