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Unfälle am Berg

Hier kann ein allgemeiner Austausch erfolgen.

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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Kraxel-Tobi » 6 Januar 2018 17:53

Und in Südtirol hatte es auch leider schon zwei Tote gegeben.
Besonders tragisch das mit dem Mädchen (11 Jahre). :cry: (das mit der Mutter natürlich auch). Mein Beileid!

https://rtlnext.rtl.de/cms/mutter-und-t ... 38169.html

Warum warum begibt man sich bei Lawinenwarnstufe 3 (was ja bereits erheblicher Lawinengefahr entspricht!) in ungesicherte
Bereiche außerhalb gesicherter Pisten...
"Wenn ich die Zivilisation hinter mir lasse, fühle ich mich sicher." Zitat Heinrich Harrer
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon harwin » 7 Januar 2018 20:23

Kraxel-Tobi hat geschrieben:Warum warum begibt man sich bei Lawinenwarnstufe 3 (was ja bereits erheblicher Lawinengefahr entspricht!) in ungesicherte
Bereiche außerhalb gesicherter Pisten...


nun, wir waren auch schon mehrfach bei einer LWS 3 unterwegs. Bei einer sehr defensiven Routenwahl und genügend Erfahrung ist das schon möglich. Aber da sollten dann keine Hänge über 30° dabei sein, weder befahren noch darüber.
Gruß
Harald
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Steeler » 16 Januar 2018 10:45

February 10th 2014, i survived
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon harwin » 16 Januar 2018 11:20

Steeler hat geschrieben:http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_83054636/zwei-deutsche-verungluecken-beim-eisklettern-in-tirol-toedlich.html


habe ich auch gerade gelesen, sehr tragisch. Ich frage mich ob da da noch keine Zwischensicherungen (Eisschrauben) drin waren
Gruß
Harald
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Julian » 16 Januar 2018 11:41

Mein Beileid den Angehörigen.
Aber nicht nur klettern ist gefährlich...

https://www.gmx.net/magazine/panorama/s ... e-32749304
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Erik » 17 Januar 2018 9:47

harwin hat geschrieben:
Steeler hat geschrieben:http://www.t-online.de/nachrichten/panorama/id_83054636/zwei-deutsche-verungluecken-beim-eisklettern-in-tirol-toedlich.html


habe ich auch gerade gelesen, sehr tragisch. Ich frage mich ob da da noch keine Zwischensicherungen (Eisschrauben) drin waren

Soweit ich gehört hatte, war es direkt nach einem Stand. Das der Schlaghaken da mal kommt, kann nunmal passieren und dass dann der Friend nicht mehr alles auffangen kann ist mehr als bitter. Frage wäre natürlich, welche Größe er gelegt hatte und wie gut er geklemmt hat.
Lg Erik
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Erik » 17 Januar 2018 9:52

Kraxel-Tobi hat geschrieben:Warum warum begibt man sich bei Lawinenwarnstufe 3 (was ja bereits erheblicher Lawinengefahr entspricht!) in ungesicherte
Bereiche außerhalb gesicherter Pisten...


Wir sind größtenteils bei einem 3er unterwegs, oft auch im Gelände über 35 Grad.

Das Problem ist aber, dass es verschiedene 3er gibt. Das kommt immer auf den Schnee und die Gefahrenmuster an sowie noch viele andere Faktoren.
Du kannst auch bei einem 4er gehen, aber da solltest genau wissen was du machst.

Ich bilde mich dahingehend mehr mals im Winter mit meinen Bergführern weiter, hab selbst auch schon Lawinen ausgelöst und !beherrsche die LVS Suche. Daher sollte jeder für sich mit gesundem Verstand entscheiden ob er bei einem 2er noch geht oder nicht.

(mal davon abgesehen, wenn ich Touren nur bei einem sicheren 2er mache, kann ich meine Touren pro Winter an einer Hand abzählen.)
Lg Erik
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Julian » 17 Januar 2018 9:53

Erik, kann es nicht auch sein, dass die Temperatur da eine Rolle spielt? Ist der Felsen "gefroren" nicht vielleicht auch spröder als wenn er warm wäre?
Ist eine ernst gemeinte Frage, habe da keinen Schimmer.

In jedem Fall extrem bitter. :cry:
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Julian » 17 Januar 2018 10:04

Was das Lawinenthema angeht, kann ich mich Erik nur anschließen. Auch wenn ich bisher schon versucht habe, bei LWS 3 oder mehr die Steilhänge zu meiden...wenn das geländebedingt nicht geht, im Aufstieg unbedingt Entlastungsabstände einhalten, und beim Abfahren auch ausreichend Platz lassen, immer nur einer im Hang...und alleine würd ich dann eh nicht gehen (ich glaub ich bin überhaupt noch NIE eine Skitour allein gegangen - wen sollte ich denn dann vollabern?).

Mein extremstes Erlebnis in dem Zusammenhang war sicher die Abfahrt der gesamten Hütte damals von der Essener Rostocker. Die hier schon länger mitlesen, kennen die Story schon. Die Hütte drohte komplett eingeschneit zu werden, an Skihochtouren in der Gegend war aufgrund der extremen Lawinengefahr nicht mehr zu denken (Warnstufe 4!). Am Abend saßen alle gemeinsam im Speiseraum und haben beraten, was zu tun sei...das ende vom Lied war, dass alle 60 Mann zusammen am nächsten Tag abgefahren sind. Dabei mussten drei echte Lawinenhänge gequert werden. Die drei Bergführer, die dabei waren, hatten jeden darauf eingeschworen, absolut nur das zu tun, was sie sagen. Es ist also immer nur einer der großen Gruppe in den Hang, und alle anderen mussten absolutes Stillschweigen bewahren. War echt gruselig, vor allem, als ein Flugzeug über uns weg geflogen ist...das Brummen klang eine Zeit lang echt bedrohlich wie eine beginnende Lawine! Alle haben den Atem angehalten. Als alle unten waren und nix passiert war, waren wir echt erleichtert. Damals ist dieses Foto entstanden (Qualität ist leider mies - analog, alt, eingescant mit schlechtem Scanner...):

Bild
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Erik » 17 Januar 2018 10:19

Natürlich spielt auch die Temp. mit rein. Einmal die vom Schnee und die der Oberfläche. Das wiederum beeinflusst den Schneedeckenaufbau und die oftmals angesprochene "aufbauende Umwandlung.

Die Temp des Untergrund ob nun Stein oder Rasen ist meist immer gleich. Da kommt es auf die Verbindung der Schneedecke mit dem Untergrund an. Deswegen hast auch öfter im Winter das Gleitschnee Problem. Da ist einfach die Verbindung kacke und dann rutscht es.
In den meisten Fällen hast das im Frühwinter und am Ende.
Der Skifahrer belastet die Schneedecke bis zu 1 Meter in die Tiefe. Deswegen macht man Blocktests auch nur 1 Meter tief.
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Erik » 17 Januar 2018 10:21

Julian hat geschrieben:Bild


Wuhuuuuuu, FaceShots. Geil. Die Sicht hätte besser sein können :lol:
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon harwin » 17 Januar 2018 10:41

Erik hat geschrieben:Soweit ich gehört hatte, war es direkt nach einem Stand. Das der Schlaghaken da mal kommt, kann nunmal passieren und dass dann der Friend nicht mehr alles auffangen kann ist mehr als bitter. Frage wäre natürlich, welche Größe er gelegt hatte und wie gut er geklemmt hat.

dann war die Fallhöhe vermutlich nicht allzu hoch. Wenn es dann trotzdem den Haken raushaut war der halt einfach nicht mehr sicher. Wenn dann noch ein kleiner Friend dazu kommt ... Eine Verkettung unglücklicher Umstände. :(

Edit: quote korrigiert
Zuletzt geändert von harwin am 17 Januar 2018 11:50, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Julian » 17 Januar 2018 10:43

Erik hat geschrieben:Natürlich spielt auch die Temp. mit rein. Einmal die vom Schnee und die der Oberfläche. Das wiederum beeinflusst den Schneedeckenaufbau und die oftmals angesprochene "aufbauende Umwandlung.

Die Temp des Untergrund ob nun Stein oder Rasen ist meist immer gleich. Da kommt es auf die Verbindung der Schneedecke mit dem Untergrund an. Deswegen hast auch öfter im Winter das Gleitschnee Problem. Da ist einfach die Verbindung kacke und dann rutscht es.
In den meisten Fällen hast das im Frühwinter und am Ende.
Der Skifahrer belastet die Schneedecke bis zu 1 Meter in die Tiefe. Deswegen macht man Blocktests auch nur 1 Meter tief.


Ähhh...ich meinte die Temperatur vom Fels bei dem ausgebrochenen Haken. Da kam das Lawinenthema nur plötzlich dazwischen...

Das mit der Schneeumwandlung ist mir in etwa bekannt. :-)
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Julian » 17 Januar 2018 10:46

Erik hat geschrieben:
Julian hat geschrieben:Bild


Wuhuuuuuu, FaceShots. Geil. Die Sicht hätte besser sein können :lol:


Fürs Foto ja - zum Fahren wurscht! Ich hatte eh dauernd die Fresse voll Schnee! Immer geil, wenn beim Einatmen grad so eine richtige Kelle kommt!

Erik, das war über BAUCHTIEF!!! :mrgreen:

Allerdings nur teilweise Genuss, weil dann ja die Lawinenhänge kamen - da hieß es dann nichts wie durch.
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Re: Unfälle am Berg

Beitragvon Erik » 17 Januar 2018 10:54

Sorry Julian, war gerade eh im Thema ;) ^^

Also temp vom Haken bzw Gestein is da echt Wurscht. Interessant wäre wie alt der Haken war, bzw wieviel Winter und Belastungen er schon hatte. Das Gestein ja durch Frost gesprengt werden kann weisst ja eh. Aber ich denk mal das wird jetzt alles untersucht werden.

Über Bauchtief hatte ich erst am 30.12. im Walsertal. Aber dazu dann Bluebird ;) immer nur atmen beim Umschwingen ^^
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