Wirkt der Wendelstein von unten fast unbezwingbar, umso mehr ist man erstaunt wenn man diesen "Voralpenriesen" fast ohne Kletterfertigkeiten leicht besteigen kann.
Wirkt der Wendelstein von unten fast unbezwingbar, umso mehr ist man erstaunt wenn man diesen "Voralpenriesen" fast ohne Kletterfertigkeiten leicht besteigen kann.
Anfahrt / Parkplatz
Talort: Bayrischzell (800m)
Ausgangspunkt: Sudelfeld-Passstraße B307 - Parkplatz bei der großen Nord-Kehre
Zielpunkt: Wanderparkplatz in Birkenstein
GPS-Koordinaten: N 47.686481358079966, E 12.05622911453247
Beschreibung:
Vom Parkplatz (1000m) geht es auf breiter Schotterstraße nordwärts in das schöne Arzmoos. Nach der Krappenalm führt der Weg links hinauf. Nach einer flacheren Passage folgen wir dem Wegweiser nach links Richtung Wildalpjoch. Auf der Wiese führt der Weg ein kurzes Stück zurück und dann im Wald bergauf zu einem neuen Forstweg. Hier den Wegweisern nach links folgen. Kurze Zeit später befinden sich links unterhalb des Weges zwei Markiereungen (rot-weiß-rot) au einer angedeuteten kleinen Baumstamm-Brücke. Diese beachten wir nicht(!) und gehen bis zum Ende des Schotterweges. Am Ende der Wiese (ca. 1200m) beim Steinmännchen erkennt man im steilen Hang einen kleinen Pfad, den wir bis zur Kaserwand nach oben folgen. Auf dem Sattel bei ca. 1500m bietet sich eine kleine Rast an, bevor es weiter zum Gipfel der Kaserwand (1660m) geht. Das Gipfelkreuz befindet sich nur wenige Schritte hinter dem Abzweig zum Wildalpjoch.
Auf dem wenig besuchten Gipfel kann man sich von dem steilen Aufstieg sehr gut erholen.
Anschließend geht es das kurze Stück bis zum Abzweig zurück und dann hinüber zum Wildalpjoch (1720m). Von hier wählen wir den Weg Richtung Wendelstein, auf dem möglichst wenig an Höhe verloren wird und steigen zunächst ab und dann über den Gratweg durch dichte Latschen Richtung Kesselwand. Hier geht es südseitig hinunter auf den breiten Weg, der von den Wendelsteiner Almen hinauf führt.
Von nun an geht es, über einen Teil des Geo-Parks, den anderen Wanderern hinterher bis zum Wendelstein Haus (1725m) und bis auf den Gipfel des Wndelsteins (1838m).
Abstieg:
Der Abstieg erfolgt südseitig über steilen Bergpfad, zunächst unterhalb der Gondelbahn und dann Richtung Birkenstein / Aiblinger Hütte wo es wieder ruhiger wird. Der Weg nach Birkenstein folgt dem Maximiliansweg.
Kurz oberhalb der Elbach Alm (1420m) folgen wir dem Weg linker Hand um wenig Höhe zu verlieren bis zum Sattel unterhalb des Schweinsberges. Eine Alternative bietet noch die Besteigung des Breitensteins, der dann über die Aibliner Hütte und das Hubertus-Haus erreicht wird.
Vom Sattel geht es nur noch bergab. An der Koth-Alm vorbei zur Kesselalm (1278m). Dann weiter der Straße in vielen Serpentinen folgend (im Winter eine Rodelstrecke) hinab Richtung Wanderparkplatz in Birkenstein (850m).
Für diese Tour empfiehlt sich eine Rückfahrgelegenheit zum Ausgangspunkt zu organisieren, evtl. vorher zweites Auto parken.
Der Wendelstein (links) von Norden. Rechts daneben befindet sich der Breitenstein.
Der Wendelstein von Süden
Der Wendelstein ist ein 1838 m hoher Berg der Bayerischen Alpen. Er gehört zum so genannten Mangfallgebirge, dem östlichen Teil der Bayerischen Voralpen. Er ist höchster Gipfel des Wendelsteinmassivs. Wegen seiner exponierten Lage bietet er eine sehr gute Aussicht ins Bayerische Alpenvorland und ist umgekehrt im weiten Umkreis zu erkennen. Er liegt zwischen den Tälern von Leitzach und Inn und ist mit der Wendelstein-Seilbahn und der Wendelstein-Zahnradbahn erschlossen. An seinen nördlichen Ausläufern entspringt der Jenbach, der auf seinem Weg zur Mangfall zur Kalten wird.
Talorte sind unter anderem Bayrischzell, Brannenburg (Zahnradbahn) und Osterhofen (Seilbahn).
Der Berg besteht hauptsächlich aus Wettersteinkalk aus der oberen Trias mit Dasycladaceen - dies sind marine Algen deren Habitat flache Lagunen tropischen Klimas sind.[1] Die Farbe des Gesteins variiert zwischen grauweiß und hellgrau bis gefleckt.
Der Jahresniederschlag liegt bei 1713 mm in der Referenzperiode 1961?90 und ist damit im deutschlandweiten Vergleich extrem hoch, da er in das obere Zwanzigstel der in Deutschland erfassten Werte fällt. An 99 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Im Zeitraum von 1971 bis 2000 ist der Jahresniederschlag um etwa 40 mm im Vergleich zur Normperiode gesunken.[2] Die meisten Niederschläge fallen mit 199 mm im Juli und damit ca. 2,6 mal soviel wie im trockensten Monat, dem Oktober. Die jahreszeitlichen Schwankungen sind extrem groß. An nur 3 % der Messstationen werden höhere jahreszeitliche Schwankungen registriert.