Textpassage aus Wikipedia
: Setterich ist ein östlicher Stadtteil von Baesweiler in der Städteregion Aachen. Er ist nach dem Hauptort Baesweiler der deutlich größte Stadtteil. Einen größeren Bevölkerungszuwachs hatte der Ort nach dem Zweiten Weltkrieg wegen des Steinkohlebergbaus. Zahlreiche Bergleute der Grube Emil Mayrisch im benachbarten Siersdorf wurden hier angesiedelt. In der Zeit vor dem ersten Weltkrieg bildete Setterich zusammen mit Siersdorf (heute zu Aldenhoven gehörig) und dem Ort Schaufenberg (heute zu Alsdorf gehörig) die Bürgermeisterei Setterich. Bis 1935 gehörte Setterich als selbständige Gemeinde zum Kreis Jülich, wechselte dann in den Kreis Geilenkirchen. Die Verwaltung befand sich lange Jahre in Immendorf, erst 1961 wurde Setterich zu einer Kommune mit eigener Verwaltung. Diese Selbständigkeit währte aber nur bis zur kommunalen Gebietsreform zum 1. Januar 1972.[1] Seitdem ist Setterich ein Stadtteil von Baesweiler und gehört zum Kreis Aachen, der 2009 zur Städteregion Aachen wurde. Von 1961 bis zur Eingemeindung nach Baesweiler lautete die Postleitzahl ?5112 Setterich /über Alsdorf (Kr. Aachen)?. Von der Wasserburg in Setterich existiert nur noch das um 1640 errichtete Torhaus. Die restlichen Gebäude wurden um 1820 abgebrochen, und heute befindet sich auf dem Gelände ein Wohn- und Pflegeheim für Senioren mit dem Torhaus als Zufahrt. In Setterich gibt es fünf Kindergärten, eine Realschule, in der auch ein Großteil des Unterrichtes der Musikschule Baesweiler stattfindet, und zwei Grundschulen. Die 1969 im Rahmen der großen Schulreform aus den Volksschulen hervorgegangene Hauptschule wurde zum Ende des Schuljahres 2009/2010 wegen zu geringer Schülerzahlen geschlossen. Bis zur Ansiedlung zahlreicher Bergleute ab dem Jahr 1954 war der Ort weitestgehend römisch-katholisch. Die jüdische Minderheit, etwa 40 von ungefähr 1200 Einwohnern, die ein eigenes Bethaus besaß, wurde zur Zeit des Nationalsozialismus verschleppt und ermordet, falls ihr nicht vorher die Flucht aus Deutschland gelang. Durch den Bergbau erfolgte zunächst der Zuzug von evangelischen Christen, später folgten auch Muslime, überwiegend aus der Türkei und Marokko. |