Textpassage aus Wikipedia
: Sandling (Westseite von der Vorderen Sandlingalm) Der Sandling ist ein 1.717 m hoher, alleinstehender Berg im Gebiet von Altaussee im steirischen Salzkammergut knapp an der Grenze zu Oberösterreich. Im Berg befinden sich die größten Salzvorkommen Österreichs. Die erste urkundliche Erwähnung des Ausseer Salzbergbaus wird auf 1147 datiert. Der Abbau ist bis heute in Betrieb (Produktion 1993: 992.000 m³). Teile des Bergwerks sind als Schaubergwerk für Besucher zugänglich. In der Frühzeit wurde das Salz direkt am Fuße des Berges hergestellt, doch ab dem 13. Jahrhundert wurde es über Soleleitungen in die Saline Bad Aussee geleitet. Seit dem 16. Jahrhundert besteht auch eine Leitung nach Ebensee. Nach der Stilllegung der Saline Bad Aussee Ende des 20. Jahrhunderts wird die Sole ausschließlich nach Ebensee geleitet. Der Berg wird in Altaussee oft auch einfach Salzberg oder Berig (=Berg) genannt, das spiegelt auch seine historisch wichtige wirtschaftliche Bedeutung für den Ort wider. In diesem Salzbergwerk befand sich in den Jahren 1943 bis 1948 der Bergungsort Salzbergwerk Altaussee. Dort wurden Kunstschätze aus Österreich und wesentliche Teile der von nationalsozialistischen Organisationen für Adolf Hitler, Hermann Göring und Joseph Goebbels geraubten Beutekunst aus ganz Europa eingelagert. Im September 1920 brachen bei einem massiven Bergsturz (Zusammenbruch des Sandling-Turmes) an der Westwand über 6 Millionen Kubikmeter Kalkgestein ab und verschütteten Teile der Vorderen Sandlingalm. [1] Die starke Verformbarkeit des Salzstockes führt immer wieder zu Spannungen und Brüchen in den überlagernden Kalkschichten. |