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Anlässlich des 90-jährigen Firmenjubiläums stiftet das Unternehmen Hanwag eine neue Biwakschachtel auf dem Jubiläumsgrat. Biwakschachtel ersetzt. Auf dem exponierten Grat hat sie schon so manchen Alpinisten bei Erschöpfung oder einem Wetterumschwung als rettendes Refugium gedient. Bis zu acht Personen fanden in der Notunterkunft Platz. Da sie inzwischen dringend sanierungsbedürftig ist, freut sich die Sektion München über ein ganz besonderes Geschenk des Bergschuhherstellers HANWAG anlässlich seines 90-jährigen Firmenjubiläums: eine neue Biwakschachtel in Feuerrot für den Jubiläumsgrat. Zu sehen war die neue Behausung bereits auf der diesjährigen Outdoor-Messe in Friedrichshafen. Bevor im Juli nächsten Jahres nun die Biwakschachtel auf den Grat geflogen wird, wird die neue Notunterkunft zuvor noch einigen Städten zu sehen sein. Wir sprachen zudem mit Stefan von Roth von der Firma Hanwag über dieses Thema... Herstellerlink Firma Hanwag: http://www.hanwag.de
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Textpassage aus Wikipedia![]() |
Als Jubiläumsgrat oder auch Jubiläumsweg (kurz: ?Jubi?, ?Jubigrat? oder ?Jubelgrat?) wird die Führe über den Verbindungsgrat zwischen der Zugspitze (2.962 m) und dem Hochblassen (2.706 m) bezeichnet (deswegen auch ?Blassenkamm? genannt), vor dessen Nordwestabbruch man an der ?Falschen Grießkarscharte? normalerweise zur Alpspitze (2.628 m) hinüberquert oder über das Matheisenkar absteigt. Im Gratverlauf werden die drei Höllentalspitzen (2.740 m), die Vollkarspitze (2.630 m) und etliche Grataufschwünge überschritten oder umgangen. Die Route ist eine ernst zu nehmende hochalpine Tour und nicht, wie oftmals dargestellt, ein Klettersteig. Die Bezeichnung geht zurück auf die Gründungsmitglieder der DAV-Sektion München, die im Gegenzug für die Ehrungen zum 25-jährigen Bestehen der Sektion im Jahr 1894 zunächst 900 Mark spendeten, mit denen ein ?Jubiläumsweg? finanziert werden sollte. Bis zum Ersten Weltkrieg kam durch weitere Stiftungen und Zinsen ein Betrag von 9400 Mark zusammen, die unter anderem dem Bau der Führe über den auch Höllentalgrat genannten Kamm zugute kamen. Allerdings war das Vorhaben nicht unumstritten und die Sicherungsanlagen, an denen man von 1906 bis 1915 arbeitete, wurden nie in Gänze fertiggestellt, ja teilweise sogar wieder zurückgebaut. Insbesondere das Gratstück zwischen der Inneren Höllentalspitze und der Zugspitze ist weitgehend frei von Eisenklammern und Drahtseilsicherungen. Auch über die Bezeichnung ist viel diskutiert worden. Es wurde befürchtet, dass der Name ?Jubiläumsweg? zu viele Personen in ein hochalpines Gelände locken würde, dem sie nicht gewachsen sind. Heute wird für die Tour daher zumeist der Begriff ?Jubiläumsgrat? verwendet. Erstmals überschritten wurde der Grat bis zur inneren Höllentalspitze 1896 von Emil Diehl, auf der ganzen Länge bis zur Alpspitze 1897 von Ferdinand Henning. Die erste Winterbegehung erfolgte erst am 19./20. März 1927 durch W. Hofmeier, Karl von Kraus und Karl Wien. Weihnachten 1936 gelang Otto Eidenschink die erste Winter-Alleinbegehung. In 24 Stunden überwand er den Grat unter schwierigen hochwinterlichen Bedingungen von der Stuibenhütte bis zum Münchner Haus.[1] Der Jubiläumsgrat kann grundsätzlich in beide Richtungen begangen werden. Häufig starten die Alpinisten von der Zugspitze, nachdem sie im Münchner Haus genächtigt haben oder mit der ersten Seilbahn auf den Gipfel gefahren sind. Beim Verlassen des Zugspitzplateaus verweist eine Tafel auf die letzte Talfahrt der Alpspitzbahn. Den Einstieg erreicht man bereits kurz nach Überschreiten des Zugspitz-Ostgipfels. Der Übergang von West nach Ost hat darüber hinaus den Vorteil, dass etwas mehr ab- als aufgestiegen werden muss. Trotzdem ergeben sich auf Grund des Gratverlaufes noch ca. 800 Höhenmeter Gegenanstieg. Das erste Gratdrittel bis zur Inneren Höllentalspitze bildet den anspruchsvollsten Teil der Tour. Man geht hier früh morgens noch mit der höchsten Aufmerksamkeit. Nach Überschreitung der drei Höllentalspitzen nimmt die Zahl der Versicherungen zu. An der Vollkarspitze sind mit zwei Bergstürzen auch Teile der früheren Führe weggebrochen. Von der Vollkarspitze zieht der Jubiläumsweg gegen die Grießkarscharte, statt dem weiteren Gratverlauf zum Hochblassen zu folgen. Von der Scharte sind es noch gut 150 Höhenmeter bis zum Alpspitzgipfel. Die Gehzeit zur Grießkarscharte beträgt mindestens 6 Stunden. Bei ungünstiger Witterung, unzureichender Kondition oder schlechten Verhältnissen kann sich die Begehungszeit auch auf 12 Stunden und mehr verlängern. Für den Abstieg von der Grießkarscharte sind je nach Ziel nochmals mindestens 2,5 Stunden einzuplanen. Übliche Ziele sind die Höllentalangerhütte im Höllental, die Osterfelderkopf-Seilbahn oder das Kreuzeckhaus. Setzt man die Tour von der Grießkarscharte noch bis zum Alpspitzgipfel fort, sind weitere zeitliche Reserven einzuplanen. Bei entsprechender Witterung wird der Jubiläumsgrat von versierten Alpinisten auch im Winter begangen, erfordert dann aber oft ein Biwak. |
| Schlüsselwörter: | Hanwag, 90, jahre, Jubiläum, Biwak, Notunterkunft, Jubigrat |
| Datum: | 20.09.2010 20:04 |
| Urheberhinweis: | via-ferrata.de, Hanwag, alpenverein-muenchen-oberland.de |