Textpassage aus Wikipedia
: Lasörling vom Vorderen Sajatkopf Der Lasörling ist mit einer Höhe von 3.098 m ü. A. der höchste Gipfel der nach ihm benannten Lasörlinggruppe, die sich im Süden des Virgentals gegenüber dem Großvenediger erstreckt. Gelegentlich wird der Berg auch als ?Großer Lasörling? bezeichnet, da es sich um einen Doppelgipfel handelt (Südostgipfel: 3.055 m ü. A.). Der Hauptgipfel wurde früher auch Bergerspitze, der Südostgipfel auch Musspitze oder Virgen Lasörling geheißen.[1] Der einfachste Anstieg führt vom Virgental durch das Mullitztal über die Lasörlinghütte. Der Anstieg ist gletscherfrei, verlangt aber Trittsicherheit und weist Kletterstellen des ersten Schwierigkeitsgrads auf. Der Name ?Lasörling? bezieht sich auf das Aussehen des Berges: Das Wort ?Arl(ing)? ist ein altes Wort für Pflugschar oder Pflug und wird als altgermanisches Wort[2] oder Lehnwort aus dem slowenischen ?oralnik?[3] angesehen. Der Berg wurde um das Jahr 1531 noch mit der slowenischen Endsilbe ?-nik? als ?Lasornik? bezeichnet.[3] Für das Jahr 1670 ist die Schreibung ?Lasernik? belegt.[4] Die Silbe ?-nik? wurde im späteren Sprachgebrauch durch ?-ling? ersetzt.[3] Die Vorsilbe ?Las-? wird auf das (alt-)slowenische Wort für Rodung (Gereute) zurückgeführt, wie auch bei Lasnitzen, Laßnitz usw.[5][6] Der Lasörling wurde erstmals 1861 von Carl von Sonklar nach mehreren Versuchen über den Nordgrat bestiegen.[7] Nach anderen Angaben[1] sind die Erstersteiger unbekannt, vielleicht Jäger. Die erste touristische Ersteigung erfolgte demnach durch H. v. Acken und Messgehilfen im Jahre 1854 im Zuge der Landvermessung über den heutigen Normalanstieg, den Südanstieg aus dem Glauret. Carl Sonklar bliebe nur die Erstbegehung der Ostflanke im Abstieg (1861) und des Nordwestgrats (1864). Der gängigste Anstieg auf den Lasörling führt zunächst von der Lasörlinghütte (2.350 m ü. A.) in nordwestlicher Richtung in das Bergbaugebiet Glauret. Südlich des Gipfels zweigt der Weg nach Norden ab und führt in Serpentinen über Moränenhalden zur Lasörlingscharte (2.950 m ü. A.) und schließlich zum Gipfel. Die 748 Höhenmeter können in etwa drei Stunden überwunden werden.[8] |