Das Kloster Rottenbuch ist ein ehemaliges Stift der Augustiner-Chorherren und jetziges Kloster der Don-Bosco-Schwestern in Rottenbuch in Bayern in der Diözese Freising. Es liegt nicht weit von der Wieskirche über dem Ammertal. Das St. Peter und Paul und Mariä Geburt geweihte Kloster wurde 1073 durch Herzog Welf I. von Bayern auf Zureden Bischof Altmanns von Passau gegründet. Die aus dem 11. Jahrhundert stammende romanische Basilika wurde im gotischen Stil erweitert und Mitte des 18. Jahrhunderts von dem Wessobrunner Stuckateur Joseph Schmuzer im Rokokostil ausgeschmückt. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst. Fabrikanten aus Aarau erwarben die meisten Gebäude zum Abbruch. Nur mit Mühe konnten die Kirche und einige Nebengebäude gerettet werden. Die Bibliothek kam weitgehend in die Papiermühle. Die Augustinerchorherren betrieben unter anderem die Wallfahrt auf dem Hohen Peißenberg. 1963 übernahmen Don-Bosco-Schwestern die erhaltenen Gebäude. Als Mutterstift der Augustiner in Altbayern war das Kloster Rottenbuch im 11. Jahrhundert führend in der Kanonikerreform.[1] Einer ihrer Augustiner-Chorherren war Eberwin, der von ca. 1100 bis zu seinem Tod 1142 der erste Propst des Klosterstifts Berchtesgaden sowie zwischenzeitlich auch erster Propst des Klosters Baumburg gewesen war, so dass Kloster Rottenbuch anfangs auch als beider Mutterkloster fungierte[2]. 47.735810.9662Koordinaten: 47° 44? 9? N, 10° 57? 58? O |