Schwingrasen
meistbesuchter
See des Bayer. Waldes Der Große Arbersee ist einer von drei Seen des Bayerischen Waldes. Er gehört zur Gemeinde Bayerisch Eisenstein. Der Große Arbersee liegt an der Flanke des Großen Arbers. Ebenso wie weitere sieben Seen in der Region (s. unten) ist der Große Arbersee ein Relikt der Eiszeit (Karseen) und von einem dichten Urwald und Hochwald umschlossen. Der Große Arbersee ist der meistbesuchte See des Bayerischen Waldes. Er ist in einem tiefen und wildromantischen Bergkessel gebettet und wird vom 1.456 Meter hohen Großen Arber um 500 m überragt. Durch Filzbildung verlor der See zwischen 1803 und 1897 etwa 1,5 ha von seiner Fläche. Um das Zuwachsen des Sees zu verhindern, wurde 1899 ein großer Teil der Schwingrasen abgesprengt und an Land gezogen, wodurch sich die Seefläche wieder erheblich vergrößerte. Heute gibt es noch zwei größere Flächen Schwingrasen im westlichen Teil des Sees, eine mit 1,4 Hektar im Südwesten und eine mit 0,8 Hektar im Nordwesten. Im Gegensatz zu den schwimmenden Inseln im Kleinen Arbersee sind die Schwingrasen am Großen Arbersee mit dem Ufer verbunden, doch auch sie haben keine feste Verbindung zum Seegrund. Im Westen des Sees steigt die fast 400 m hohe steile Arberseewand empor. Der Aufstieg über die Seewand auf den Arbergipfel wurde wegen einer Zunahme des Borkenkäferbefalls sowie nach mehreren Abstürzen und dramatischen Rettungsaktionen geschlossen. Der Große Arbersee ist unmittelbar neben einer vielbefahrenen Straße zu finden, die Besucherzahl liegt bei rund einer halben Million pro Jahr. Der See kann dabei auf z.T. steinigen und häufig nassen Wanderwegen und im Moorbereich auf Stegen umwandert werden. An seinem Ufer steht mit dem Arberseehaus eine Gaststätte. Das erste Arberseehaus wurde 1905 erbaut. Das Naturschutzgebiet Großer Arbersee und Arberseewand wurde durch Verordnung des Regierungspräsidenten in Regensburg am 15. August 1939 ausgewiesen und durch Bekanntmachung im Bayerischen Regierungsanzeiger vom 22. August 1939 in Kraft gesetzt. Es war bereits seit 1914 Pflanzenschonbezirk. Es ist 157 ha groß und umfasst die Umgebung des Sees einschließlich der Seewand. 1972 wurde ein ca. 130 ha großer Teilbereich zum Naturwaldreservat Geige und Seewand erklärt. Im gesamten Schutzgebiet besteht ein Wegegebot, Radfahrverbot, für Hunde Leinenzwang, ein Bade- und Sonnenbadeverbot und das Verbot, den See unbefugt zu befahren. |