Textpassage aus Wikipedia
: Nordwand der Benediktenwand Blick von Benediktbeuern zur Benediktenwand Die Benediktenwand (früher Kirchstein) ist ein 1801 m hoher Bergrücken in den Bayerischen Voralpen zwischen den Flüssen Loisach und Isar sowie der Jachenau im Süden und dem Kloster Benediktbeuern im Norden, von dem sie auch ihren Namen hat. Direkt unter der Nordwand der Benediktenwand befindet sich die Tutzinger Hütte (1327 m). Der Gipfel der Benediktenwand ragte während der Würmeiszeit ca. 600 m aus dem Eisstrom des Walchensee- und Isargletschers (Nebenarme des Inntalgletschers) heraus.[2] Zur Benediktenwandgruppe gehören von West nach Ost die Gipfel Rabenkopf (1555,5 m), Glaswand (1496 m), Benediktenwand (1801 m), Hennenkopf (1614 m), Probstenwand (1589 m), Achselköpfe (1600-1710 m), Latschenkopf (1712 m), Hinterer Kirchstein (1667 m), Vorderer Kirchstein (1670 m) und Schrödelstein (1548 m). Östlich grenzt das Brauneck (1555 m) an die Gipfelgruppe. Der normale Anstieg zur Benediktenwand führt von Benediktbeuern über die Tutzinger Hütte zum Gipfel. Auch von der Jachenau aus über die Glaswandscharte oder über die Bichler Alm und den Altweibersteig und vom Isarwinkel führen Anstiege auf den Gipfel. Weitere Wege führen durch das Längental über die Probstalm (1376 m; nicht öffentlich zugängliche Alpenvereinshütte) sowie vom über eine Seilbahn erschlossenen Brauneck zur Benediktenwand. Durch die weithin sichtbare Nordwand der Benediktenwand führen zahlreiche Kletterrouten vom II. bis zum VIII. Schwierigkeitsgrad. Auch durch die Südwand führen einige Kletterrouten. Seit September 1959 belebt die Nord- und Südflanken der Benediktenwand das Steinwild aus der Familie der Ziegen. Damals wurde erstmals von Bergwanderern ein zugewanderter, mächtiger Steinbock beobachtet und dem Forstamt Jachenau gemeldet. Nach der Zuführung von je zwei Böcken und zwei Geißen aus der Schweiz im Juni 1967 hat sich innerhalb von 30 Jahren eine Kolonie von mehr als 100 Stück (1998) gebildet, so dass in letzter Zeit immer wieder einzelne für die Jagd freigegeben werden mussten. Um Krankheiten und Nahrungsmangel auszuschließen, soll die Steinwildkolonie auf rund 80 Stück begrenzt bleiben. Die Steinwildfamilie ist eine der vier Populationen von Steinböcken in Deutschland. Diese bilden dort Gruppen und zeigen aufgrund des regen Tourismus wenig Scheu gegenüber Menschen. Den Sommer über verbringen die Tiere meist auf der schattigen Nordseite der Benediktenwand, den Winter eher auf der weniger verschneiten Südseite. |