GR20 Korsika – Erfahrungsbericht, Etappen & Hütten

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung im Zusammenhang mit meinen geliebten Bergen bin ich etwas durch Zufall beim Stöbern im Internet auf den GR20 auf Korsika gestoßen. Danach war ich gleich Feuer und Flamme.

Ich habe mir also den Rother GR 20 Wanderführer (ISBN 978-3-7633-4353-9) gekauft, mich über die einzelnen Etappen und Hütten des GR20 informiert und schon mal den Flug von München nach Bastia gebucht. Das war bereits im September 2016. Nachdem ich die Route durch die Berge auf Korsika festgelegt hatte, habe ich auf folgender Website die Übernachtungen auf den jeweiligen Hütten im Voraus gebucht und gleich schon bezahlt. Bringt den Vorteil mit sich, dass wir kein Zelt zusätzlich mitschleppen und wir zudem nicht auch noch das Bargeld für die Hüttenübernachtungen mit uns tragen mussten.

Wir haben uns entschieden, die Tour von Nord nach Süd zu gehen. Wir sind in Calenzana gestartet und unser Ziel war Vizzavona. Für diese Tour haben wir 8 Tage geplant. Das entspricht ca. der Hälfte der Strecke des ganzen GR20, ist aber der anspruchsvollere Teil, mit mehr Höhenmeter und längeren Gehzeiten. Eine spezielle Vorbereitung auf dieses „Abenteuer“ hatten wir nicht. Wir sind so schon jedes Wochenende in den Bergen rund um Rosenheim unterwegs. Wir haben nur unsere Rücksäcke mit mehr Wasser gefüllt wie sonst, um das Gehen mit schweren Gepäck etwas zu üben. Unsere Rücksäcke haben wir dann mit Hilfe folgender Packliste gepackt.

Am Ende hatte mein Rucksack 12 Kilo, mein Freund hatte 15 Kilo zu tragen. Am 17.06.2017 ging es dann los. Flug von München nach Bastia. Um halb 9 in der Früh Landung in Bastia. Mit dem Bus zum Bahnhof ( 9 € p.P) und von dort mit dem Zug nach Calvi. ( ca. 17 € p. P.). Den ersten Tag hatten wir dann noch ganz entspannt in Calvi ausklingen lassen. Doch schon hier war die Hitze fast unerträglich (mittags 35 Grad) und erste Zweifel kamen auf, wie es uns wohl ergehen wird, wenn wir bei dieser Hitze mit schweren Gepäck wander würden. Zum Glück hatte die Unterkunft eine Klimaanlage

Am Tag danach saßen wir dann um 8 Uhr noch gemütlich dort beim Frühstück und bereits eine halbe Stunde später hat uns unser Gastgeber zum Startpunkt unserer Tour in Calenzana gefahren. (was für ein Glück, denn Busse fahren dort am Sonntag nicht)

Etappe 1 des GR20 Calenzana – Refuge de Carrozzu

Wir hatten uns entschieden, nicht den typischen Start des GR20 zu wählen, sondern die erste Etappe des Mare e Monti zu wandern. Calenzana – Refuge de Carrozzu. 15km und 6:30 h

Diese Etappe ist auf keinen Fall zu unterschätzen, obwohl der Weg an sich keine besonderen Anforderungen hat. Es ist die aller erste Etappe. Der Rucksack ist noch sehr schwer und die Hitze macht einem zu schaffen. Wir waren recht spät dran, was leider unserem Gastgeber zu schulden war, da der uns vor 8 Uhr kein Frühstück angeboten hatte und wir angewiesen waren auf seinen Fahrdienst.

Wie wir feststellen mussten, ist die Beschilderung auf dem ganzen GR20 mager bis gar nicht vorhanden. Wir haben uns sehr stark an der Beschreibung in unserem Führer orientiert. Dabei sind ein Kompass und ein Höhenmesser von absolutem Vorteil. Von unseren Wanderungen in den Alpen sind wir es gewohnt, die angegeben Gehzeit nicht wie beschrieben zu benötigen und im Durchschnitt eine Stunde schneller unterwegs zu sein. Deshalb waren wir sehr überrascht, dass wir am ersten Tag die volle Gehzeit benötigt hatten.

Die erste Hütte, ist wie auch die anderen Hütten, sehr einfach gehalten. Es gibt ein Bettenlager mit durchschnittlich um die 25-35 Betten, einen Zeltplatz und Leihzelte. Wir hatten unsere Verpflegung für die gesamten 8 Tage dabei. Man kann sich aber auch bei jeder Hütte ein Abendessen (20 € p. P.) und ein Frühstück (min. 10 €) von den Hüttenleuten vorbereiten lassen.

Zu den Korsen und zu den Hüttenleuten an sich ist zu sagen, dass diese eigentlich nur zu französisch sprechenden Personen nett sind. Merken diese, dass du kein Französisch sprichst und dann auch noch Deutscher bist, kann es schon sein, dass du mal ein Zelt bekommst ohne Isomatte, da sie einfach keine Lust haben, dir weiterzuhelfen und mit Englisch braucht man es eigentlich gleich gar nicht probieren. Da helfen dann nur noch Hände und Füße. Auffallend war auch, dass ca. 90 % der Wanderer dort Franzosen waren. Ein paar Deutsche und viele Engländer haben wir getroffen. Leider macht das die Kontaktaufnahme etwas schwer.

Wie es auf Hütten so üblich ist, geht der letzte um 22 Uhr ins Bett und die ersten stehen um 4 Uhr auf. Auch wir waren immer recht früh unterwegs (zwischen 06 – 07 Uhr), da wir so der Mittagshitze entfliehen wollten. Die Vegetation gibt dort wenig her, sich ein schattiges Plätzchen für zwischendurch zu suchen. Man war dann froh, bereits bei der nächsten Hütte angekommen zu sein, um dort in den rettenden Schatten eine längere Pause einzulegen oder sich gar schon für die nächste Nacht ein Plätzchen am Fenster zu sicher.

Etappe 2 des GR20 Refuge de Carrozzu – Haut Asco

7 km, 05:30 h Gehzeit

Diese Etappe sollte man früh angehen, da diese dann noch im Schatten liegt. Zudem unterstützt hier eine Art Drahtgeländer den Weg über die Felsplatten, was es schwierig macht zu überholen und sich so gerne mal Staus bilden. Hat man die Scharte oben erreicht, wird man mit einem super Blick aufs Meer belohnt. 

Weiter geht’s und es wird anspruchsvoller. Der Weg ist recht schmal und man geht doch sehr am Grat entlang. Geröll ist bei diesem Weg auch ein großes Thema, was gerade, wenn viele Leute vor einem sind, schell gefährlich wird.

Zu guter Letzt kommt noch der steile, sehr anspruchsvolle Abstieg zur Haut Asco. Anstrengend deswegen, weil man schon min. 4 Stunden Gehzeit in den Knochen hat und gerade das bergab gehen mit schweren Gepäck schnell die Knie mal schmerzen lässt.

Zudem ist die Markierung hier recht verwirrend, was zusätzliche Konzentration erfordert. Auch ist dann meist Mittag, wenn man sich an den Abstieg wagt und die Sonne brennt in die Scharte rein, die keinen Luftzug zulässt.

Weiter unten kommen dann wieder Bäume, in dessen Schatten man sich gerne eine Pause gönnt.

Etappe 3 des GR20 Haut Asco – Refuge Tighiettu,

6 km, 6 h Gehzeit

Diese Etappe ist nach wie vor im Führer beschrieben, jedoch existiert dieser Weg so nicht mehr. Es ist die mit Abstand schwerste Tour des GR 20. Es gab wohl durch einen Steinschlag mehrere Tote, was die Korsen dort bewegt hat, die Strecke durch eine harmlosere Strecke außen rum mit einer Gehtzeit von 8 – 10 Stunden zu entschärfen. Bereits um 6 Uhr waren die Meisten unterwegs, was uns etwas gewundert hat, da die ursprüngliche Strecke ja nur mit 6 h angegeben war.

Etwas irritiert von der großen Anzahl der Leute in der Gemeinschaftsküche machten wir uns gegen halb 7 auf den Weg, welcher im Buch beschrieben ist. Bereits nach 500m merken wir, dass wir keine Leute mehr trafen, keiner war vor uns und niemand kam uns hinterher. Auch waren manche Markierungen übermalt, andere wiederum nicht und der Weg war stark mit Steinmännern markiert. Auch konnten wir am Abend zuvor beobachten, wie 3 Wanderer genau aus dieser Richtung zur Hütte kamen. Wir waren also nach wie vor der Meinung, auf dem richtigen Weg zu sein. Der Weg führte weiter durch eine Art Wald, was uns nicht die Chance weit nach vorne oder hinten zu sehen, um zu überprüfen, ob nach wie vor keine Wanderer den gleichen Weg gingen. Die Auflage des Führers war von 2014 und wir sind gingen davon aus, dass die Touren darin richtig beschrieben sind. Wer würde denn auch weitere Führer verkaufen, die nicht aktuell sind? Das machte für uns keinen Sinn. Also gingen wir weiter.

Im Nachhinein muss man ehrlich zugegen, war es wohl eine Art Glück, dass wir diese Tour gemeinsam unversehrt gemeistert haben. Die ursprüngliche Tour war mit Leitern und Ketten vereinfacht worden. Diese Hilfsmittel wurden nach der Sperrung des Weges abgebaut und liegen gelassen. Es ist kein guten Gefühl, vor einer Felswand zu stehen und neben einem liegt ein Haufen von Ketten und die Leiter lose herum. Wir waren jedoch an einem Punkt der Tour angekommen, wo umkehren auch keine Option mehr gewesen ist. Dieses Felsental heißt Cirque de la Solitude, auf Deutsch „Kessel der Einsamkeit“. Und ja es war einsam. Wir hörten nichts. Was auf so einer Tour niemals der Fall ist. Wir waren komplett alleine.

Hinter uns die Geröllwand (Abstieg – s.Bild links), die wir gerade mit großer Mühe hinab gerutscht und geklettert sind, was mit einem 12 Kilo Rucksack durchaus nochmal mehr Gefahren mit sich bringt und vor uns die Felswand, in der wir auf keine Hilfsmittel mehr hoffen konnten und gleich der Einstieg einer 3-4er Kletterei entsprach, ohne zu wissen wie weit oder wie lang wir auf solchem Niveau diese Wand erklimmen müssen.

Um diese Etappe mit weiteren Eindrücken zu verstärken, ziehe ich folgende Seite zur Hilfe: https://www.4funweb.de/gr20/gr20-2.htm (Süd – Nord Variante) Es ging weiter mit klettern und dem Gefühl, jeder Schritt könnte hier der letzte sein. Wäre uns dort etwas passiert, man hätte uns wohl niemals gefunden und mit Empfang in den korsischen Bergen ist das auch so eine Sache. Nun schreibe ich ja diesen Text und man kann sich vorstellen, am Ende sind wir oben angekommen. Bocca Minuta 2218m. Und was uns da für Gefühle durchströmt haben, lässt sich wohl in Worte kaum ausdrücken. Wir haben es überlebt. Wir standen einsam zu zweit auf dem Gipfel, Stille um uns herum, keine Wolke am Himmel und rundherum Berge über Berge. Es war einzigartig. (Schild, sobald man den Gipfel erreicht)

Danach war der Abstieg zur Refuge Tighiettu als vergleichsweise entspannt beschrieben. Aber nein. Es war steil, heiß und es wurde wie immer volle Konzentration von einem verlangt.

Wir haben uns entschieden, nicht in der Refuge Tighiettu zu bleiben, sondern die halbe Stunde weiter zu gehen zur Berg. De Ballone, um uns dort in die so fantastischen Gumpen zu setzten und das Leben zu feiern. Die Gelenke und Muskeln danken es einem sehr!!

Etappe 4 des GR20  Refuge Tighiettu – Refuge Ciuttulu die i Mori

6km, 4 h – Radule 6km 1.50 h

Schlimmer kann es jetzt nicht mehr werden. Was soll noch kommen nach dieser Tour? Wir haben uns auf einen entspannten Tag eingestellt, aber wenn es schon heißt 6km in 4 Stunden, dann weiß man es wird steil, heiß, anstrengend. Mit erholen war nicht viel. Auf entspannte Serpentinenwege wartet man auf dem GR20 vergebens. Es geht entweder steil hoch oder steil hinab. Nicht umsonst wird dieser Weg wie folgt beschrieben. „der GR20 ist eine große Herausforderung. Aufgrund seines alpinen Charakters und seiner einfachen Hütten ist er einer der schwierigsten Fernwanderwege, aber auch einer der schönsten“.

Nun hieß es also hinauf die die höchstgelegene Hütte 1991m. Die Hütte liegt etwas unterhalb diesen großen Loches, welches mitten drin im Berg liegt. Es heißt, der Teufel selbst, soll es erschaffen haben. Es gibt wohl auch einen Weg ganz Nah ran an dieses „Wunder“. Wir haben es jedoch ausgelassen. Eigentlich war der Plan, die Nacht auf di i Mori zu verbringen. Wir waren jedoch bereits um halb 11 dort und so ein Tag kann lange werden auf einer Hütte. Da es uns zudem auch einfach zu heiß war und wir wussten unten im Tal erwarten uns wieder die herrlichen Gumpen, gingen wir also weiter.

Der mit Abstand erste wirklich entspannte Weg ohne große Konzentration und mit viel Aussicht.

Etappe 5 des GR20 Radule – Refuge de Manganu

18 km, 6:30 h

Eine sehr laaaaange Strecke, jedoch sehr einfach Tour, wo nur der Kampf mit und gegen die Hitze / Sonne zu gewinnen ist. Ein besonderes Highlight bringt dieser Tag mit sich. Den Lac de Nino. Mit ein wenig Glück sieht man die freilaufenden Pferde in Herden an einem vorbeilaufen. Sehr beeindruckend. Leider ist der See zum schwimmen ungeeignet, da dieser sehr veralgt ist. Man kann jedoch seine Füße darin erfrischen. Ist man noch vor den Massen da, erwischt man gegebenenfalls eines der wenigen Schattenplätzchen und kann es sich ein bisschen gemütlich machen und die Landschaft auf sich wirken lassen. Viele Wanderer legen sich auch direkt an den See in die Sonne. Ist man gut gegen die UV-Strahlen geschützt, ist das dann durchaus eine längere Pause wert.

Nur gut dass man hier noch nicht weiß, wie lange sich der Weg zur Hütte noch zieht. Hier heißt es Augen zu und durch. Am See entlang zum Ende der Senke und bergab. Hier war die Hitze fast unerträglich. Man sieht das Wasser, kann jedoch nicht hinein, es weht kein Lüftchen und es ist keine Wolke in Sicht. Die Bäume kommen dann erst etwas weiter unten und ab da schleppt man sich von Schatten zu Schatten. Zunächst gelangt man zur Ber. De Vaccaghia.

Der Ausblick lädt absolut zu einem längeren Aufenthalt ein. Käse und Bier sind auf de Bergerien sehr lecker. Leider hat diese Hütte wohl den unfreundlichsten Hüttenwart den man sich vorstellen kann. In Berichten habe ich gelesen, dass er wohl Wanderer selbst bei Unwetter wegschickt und Leute, die nichts bei Ihm kaufen, würde er gerne sofort die Pause ganz verwehren, obwohl die nur auf der Suche nach einem kühlen Plätzchen sind, um sich für die letzte Stunde zur Manganu zu stärken. Sowas ist für mich nur sehr schwer nachvollziehbar. Durch das Tal und hinten noch ein kleines wenig bergan erreicht man dann endlich sein Ziel. Refuge de Manganu.

Eine sehr schöne Hütte mit vielen Zeltplätzen, vergleichsweise schönen Toiletten und einer super Aussicht. Als wir dort waren, kamen gerade die Mulis hoch und haben neue Vorräte gebracht. Sehr beeindruckend wie schnell die Tiere mit dem schweren Gewicht am Rücken die Strecke bergan bewältigen. Oben angekommen werde diese abgeladen und einfach stehen gelassen. Kein Wasser und die Sättel bleiben drauf. Für uns Deutschen etwas ungewohnt, dass so mit den Tieren umgegangen wird.

Etappe 6: Refuge de Manganue – Refuge de Petra Piana

8 km, 06:30 h Die wohl zweitschwerste Tour am GR20.

Zunächst ein sehr steiler Anstieg, der mit einer atemberauben Aussicht belohnt wird.

Bald danach ist wieder eine Stelle, die mit Ketten entschärft worden ist. Hier kann es leicht zu einem Stau kommen. Danach geht ein schmaler Weg weiter bevor es wieder heißt die nächste Bergekette zu überwinden. Hier darf es nicht allzu rutschig werden, da man viel auf Reibung geht und ein großes Geröllfeld mit riesigen Steinbrocken überwinden muss. Die Beschreibung im Buch lässt nicht vermuten, dass es wieder so lang und steil wird. Ist das geschafft, sieht man genau, woher man gekommen ist. Hinter diesen Bergen liegt de Manganu.

Nun es weiter bergab Richtung Refuge de Petra Piana. Unsere absolute Lieblingshütte, alleine schon wegen den kleinen Babykatzen, die dort ihren Sommer genießen dürfen.

Etappe 7: Refuge de Petra Piana – Refuge de l’Oanda

10 km, 04:30 h

Ein steiler Abstieg zu Beginn des Tages, der mit einem Bier und Käse in der Bergerie de Tolla, welche einem Biergarten gleicht, entlohnt wird. Unter großen Art Kastanienbäumen lässt es sich super verweilen und man genießt sogar noch ein zweites Getränk. Der Aufstieg zur letzten Refuge ist dann ein Spaziergang.

Etappe 8: Refuge de l’Onda – Vizzavona

10 km, 06 h

Nach einem letzten anstrengenden Aufstieg erreicht man endlich den letzten hohen Gipfel. Auf diesem Aufstieg muss man mit starkem Wind rechnen, der die Wolken spektakulär über den Bergrücken vor sich her treibt. Hier ist im April 2003 Jean Laudincurt tödlich bei einer Skitour in die Tiefe gestürzt. Eine Gedenktafel erinnert an ihn.

(Letzter Gipfel: Crete de Muratellu)

Der Abstieg nun nach Vizzavona ist lang, steil, anstrengend. Man meint, man ist schon fast am Ziel, jedoch liegt das in unbeschreiblicher Entfernung. Gleichzeitig kommen einem hier die gerade gestarteten Wanderer noch frisch und munter entgegen und man lächelt zurück, mit dem Gedanken, dass man hier nicht starten wollen würden, mit dem Wissen, was man jetzt hat.

In Vizzavona selbst treffen sich dann die ganzen Wanderer in den Bars und Restaurant am Bahnhof um dort auf den Zug, der zweimal am Tag wieder Richtung Norden der Insel fährt, zu warten. Die Stimmung der Leute ist ausgelassen und entspannt. Nach 8 Tage Nudeln, freut man sich auf seine wohlverdiente erste Pizza auf Korsika.

Zurück in Calvi hatten wir noch gemütliche 5 Tage, um uns von dieser Tour zu erholen, als es dann wieder hieß: back home!

Allgemeines, Rückblick & Tipps zum GR20

Generell würde ich das nächste Mal wohl einfach mit meinem eigenen Zelt los marschieren. Einen Zeltplatz findet man immer. Die Toureneinteilung lässt sich so auch sehr individuell gestalten und man muss keine nächste Hütte erreichen. Wir haben Personen getroffen, die haben diese Tour in 4 Tagen absolviert. Sie waren jeden Tag zwischen 10 und 12 Stunden unterwegs. Mir stellt sich hier dann die Frage, ob man sich dann jedoch die Zeit nimmt, diese atemberaubende Landschaft zu genießen und auf sich wirken zu lassen. Das ist doch dann aber wiederum jedem selbst überlassen.

Würde ich es nochmal machen? Ich denke nicht. Zum einen bin ich nicht der Type, der Sachen gerne zweimal erlebt. Ich denke dafür gibt es zu viele tolle Möglichkeiten auf dieser Erde und am Ende war es schlicht weg einfach zu warm, um sagen zu können es war vor allem gegen Mittag ein angenehmes wandern.

Frage von via-ferrata.de: Wir haben woanders mal gelesen , dass die Hütten total „verwanzt“ (Bettwanzen) sein sollen – kannst du das bestätigen?

Ja, leider kann ich das mit den Bettwanzen bestätigen. Mich selbst hat es dann noch auf der letzten Hütte erwischt und das wünscht man echt keinem.
Bin dann sofort ins Krankenhaus nach Calvi und wir konnten die Bettwanzen mit Antibiotika bekämpfen. Die aufgekratzten Wunden sind immer noch zu erkennen. Viele Wanderer haben sich ein Spray gegen Bettwanzen von der Apotheke gekauft und mitgetragen. Leider ist dieses sehr unhandlich und groß. Jedoch würde ich das in kauf nehmen, anstatt nochmal solchem Juckreiz ausgesetzt zu sein.


Ein Erfahrungsbericht von Sarah Siebler

Tags:

Bitte kommentiere hier...

0 Comments

Leave a reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Loading Facebook Comments ...

via-ferrata.de ©2017    Kontakt - Impressum - Datenschutz | Partnerseite: Klettern

or

Log in with your credentials

or    

Forgot your details?

or

Create Account