Servus beinander,
auch auf die Gefahr hin mit meiner (unbeliebten) Meinung eher allein zu stehen, muss ich doch auch mal meinen Senf dazu abgeben.
Letztendlich sollte es jedem selbst überlassen sein, welchen Sicherungsaufwand er für nötig hält, solange er dadurch keine Dritten grob gefährdet. Jeder schätzt halt die Gefahr etwas anders ein und kann mit gefährlichen Gelände anders umgehen. Bei vielen ist es Routine (ohne den Respekt zu verlieren) und Nervenstärke, die ihnen ungesichertes gehen ermöglichen, bei machen leider Übermut, Überheblichkeit oder Unterschätzung, die sie das machen lassen. Prozentual denke ich mal, dass es deutlich häufiger die zweite Gruppe bei Unfällen erwischt. Natürlich geht auch die erste Gruppe oft ein unnötiges Risiko ein, das aus meiner Sicht aber kalkulierbar und vertretbar ist.
Aktuell zum Beispiel
Watzmann kann ich nur sagen, dass ich die Überschreitung ungesichert gemacht habe und zu keiner Zeit das Gefühl hatte ein unnötiges Risiko einzugehen. Das Drahtseil zum "Hinglangen" war für mich als Sicherung ausreichend. Würde daher die Überschreitung jederzeit wieder ungesichert machen. Ist da oben einfach Gelände, in dem ich regelmäßig auch ohne Sicherung (weil oft auch nicht vorhanden) unterwegs bin und dadurch wohl die nötige Routine (weil der Kopf mit dem Gelände kein Problem hat) vorhanden ist. Natürlich ist weiterhin der Respekt vorhanden, der einem jeden Tritt, Schritt und Griff genau überlegen lässt, wenn ein Fehler gravierende Folgen haben kann.
Habe auch einem Bekannten (hat dieses Jahr erst mit Bergsteigen und Klettern begonnen), mit dem ich im Sommer 2 Touren (Persailhorn, Mitterhorn, Breithorn und Hoher Göll) gemacht habe, gesagt, dass er sich wohl in den Arsch beißt, wenn er Set (schließt Helm natürlich nicht ein) bei der Überschreitung dabei hat. Seine Antwort heute war "hast recht, set ist da oben für den ...".
Das Ganze bezieht sich natürlich aus sein Niveau, von dem ich mir selbst ein Bild machen konnte!
Hde,
Hans