Auf der Homepage der Universität Innsbruck findet Ihr hier:
http://www.i-med.ac.at/mypoint/news/2010011501.xml genauere Informationen.
Bei diesen Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass die Mehrzahl der Verschütteten in der Lawine erstickt und circa 5% an tödlichen Verletzungen verstirbt. Vor allem aber wurde festgestellt, dass etwa zwanzig Prozent aller Verschütteten in der Lawine nicht sofort ersticken, sondern ein bis zwei Stunden überleben und, falls sie optimal versorgt und an einer Herzlungenmaschine wiedererwärmt werden, keinen Dauerschaden durch Sauerstoffmangel erleiden. Die Pathophysiologie dieses in der Medizin einzigartigen Phänomens (Triple H Syndrom) ist bis heute ungeklärt, das heißt, es ist nicht bekannt welche Faktoren dieses Überleben ermöglichen. Es wird vermutet, dass das rasche Eintreten der Abkühlung entscheidend ist, noch bevor es zum Ersticken kommt. Wer das Rennen gewinnt, ob Ersticken oder Unterkühlung, ist entscheidend für die Prognose. Eine rasche Abkühlung bei der Lawinenverschüttung wird in europäischen Ländern und in Nordamerika zwar teilweise bestritten, doch die Vermutung der Studienautoren wird andererseits durch Unfallberichte unterstützt. „Erweist sich unsere Theorie als stichhaltig, ist das der Beweis dafür, dass Verschüttete mit freien Atemwegen und einer Atemhöhle in Zukunft nicht mehr für tot erklärt sondern stattdessen wiedererwärmt werden müssen. Dies würde zu einem Paradigmenwechsel in der Therapie führen und zahlreiche Todesfälle könnten vermieden werden“, so die Projektleiter.
Zusammenfassend lautet die Fragestellung somit: Wie rasch tritt die Abkühlung ein und welche Faktoren schützen den Organismus vor dem gefürchteten Sauerstoffmangel und ermöglichen dadurch ein stundenlanges Überleben?
„Die Beantwortung dieser Fragen würde bei uns, aber auch in allen Ländern der Welt in denen es Lawinentote gibt, zu einer besseren Diagnose und zur Optimierung der Behandlung führen. Wir sind davon überzeugt, dass dadurch fälschliche Todesfeststellungen vermieden und die Sterberate verringert werden könnten“, sagen Pal und Brugger.
Im Klartext: Ergebnisse der Versuchsreihe könnten durchaus wichtige Erkenntnisse bei der Erstversorgung, bzw. Triage von Lawinenopfern bringen.
Bislang wurden Verschüttete einfach möglichst schnell ausgegraben, weil man den Zeitfaktor für entscheidend hielt. Sollte sich jedoch herausstellen, daß die Sauerstoffversorgung eine größere Rolle spielt, könnte beispielsweise durch Anlegen eines schmalen Atmungskanals mit Einpumpen von Sauerstoff während der Bergung oder die Entwicklung einer Atemhilfe als Ausrüstungsgegenstand die Sterblichkeit entscheidend gesenkt werden.
Nochmal: ich halt nix davon, Tiere sinnlos zu quälen, aber wenn wichtigtuerische Tierschützer sich über einen schmerzlosen Tod weniger Versuchtiere im Rahmen eines durchaus sinnvollen Versuches mehr aufregen als über das massenhafte qualvolle Abschlachten zur Burgerproduktion, dann sieht das für mich einzig und allein nach medienwirksamer Heuchelei aus. Und sowas kann ich gar nicht ab.