Hallo,
im neuen DAV Pano-rama (4/2011) gibts mehrere interessante Beiträge zum Thema Klettersteigen.
a) S. 22/23 eine kritische Bestandsaufnahme neuerer Klettersteige vor dem Hintergrund, ob wirklich jeder Touristenort mit grasiger Schrofenwand nen Klettersteig braucht. Wir haben es ähnlich bezüglich des Tegelbergsteigs schon andiskutiert; und die Schlussfrage "ob die Touristiker sich mit solchen Projekten wirklich einen Gefallen tun. Und ob ... jede Berggemeinde mit ihrem Schrofenhang mitmachen muss" triffts m.E. ziemlich genau. Vielleicht führt das ja doch noch dazu, in Schwangau das Projekt "Fingersteig" auszusetzen oder ganz bleiben zu lassen ... Was mich an diesem Beitrag nur heftig stört, ist die Tatsache, dass nicht mit offenen Karten gespielt wird und dass nicht klipp und klar gesagt wird, welche Steige gemeint sind. Für Kenner ist in der ersten Beschreibung (S. 22 linke Spalte; S. 23 linke Spalte) ganz eindeutig der Salewa-KS am Iseler Nähe Oberjoch zu erkennen, aber welcher "ein weiterer Klettersteig, ein Tal weiter, vor knapp drei Jahren eingerichtet, 160 Anker, über 100 Trittbügel und 500 Meter Stahlseil" sein soll (2-Länder-Sport-Klettersteig??? Hat der 100 Tritthilfen?), entzieht sich mir. Auch die Erwähnung von "einer anderen Neukreation in Nordtirol, zu der Internet-Kommentare mehrfach über 'faustgroßen Steinschlag' berichten" (Hanauer KS ?; Rosskopf im Rofan?), bleibt mir zu vage.
b) S. 24 eine gute Zusammenfassung zu den Unfällen und Rückrufen der letzten Wochen
c) S. 63-66 zu Klettersteigsets für Leichtgewichte
d) S. 67-69 zum sicheren Gehen (Planung und Durchführung) am KS (analog nach Munter-Diagramm)
Gruß
Uli


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